Length time bias

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Der Length time bias oder Überdiagnose-Bias[1] ist eine statistische Störgröße in der Medizin, die das Ergebnis von Screening-Studien verfälschen kann.[2]

In Screenings werden bevorzugt langsam voranschreitende Krankheiten erkannt, zum Beispiel langsamwachsende Tumoren, da sie ein längeres symptomfreies Intervall haben. Schnell voranschreitende Krankheiten dagegen, werden oft in den Intervallen zwischen den Untersuchungen aufgrund ihrer Symptome entdeckt.[3]

Dies hat zur Folge, dass durch das Screening ein fälschlich besseres Outcome vorgetäuscht werden kann, da Krankheiten entdeckt werden, die keine negativen Auswirkungen auf das Überleben haben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herkner, Harald, et al. "Diagnostische Studien." Erfolgreich wissenschaftlich arbeiten in der Klinik: Grundlagen, Interpretation und Umsetzung: Evidence Based Medicine (2011): 197-210.
  2. Lehren aus dem Neuroblastom-Screening http://de.testingtreatments.org/tt-main-text/4-frueher-ist-nicht-zwangslaeufig-besser/lehren-aus-dem-neuroblastom-screening/
  3. Length bias (englisch) http://www.fpnotebook.com/Prevent/Epi/LngthBs.htm
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