Lenhausen
51.2008333333337.9669444444444230Koordinaten: 51° 12′ 3″ N, 7° 58′ 1″ O
| Lenhausen
Gemeinde Finnentrop
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|---|---|
| Höhe: | 230 m |
| Einwohner: | 1135 (31. Dez. 2012) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1969 |
| Postleitzahl: | 57413 |
| Vorwahl: | 02395 |
Lenhausen ist ein Ortsteil in der Gemeinde Finnentrop im Sauerland, die sich am Zusammenfluss von Lenne und Fretter befindet. Zum 31. Dezember 2012 hatte Lenhausen 1135 Einwohner [1].
Das Ortsbild des Dorfkerns ist teilweise noch altertümlich geprägt; einige Fachwerkhäuser (zum Beispiel in der Westfalenstraße 28) sind noch erhalten. Sehenswert in Lenhausen sind die alte Eisenbahnbrücke (erbaut 1859-1861 für die Ruhr-Sieg-Strecke durch das Lennetal), das Hofhaus Biggemann (erb. 1900), der Fretterbachhof (erbaut 1791), das Schloss Lenhausen (Stammsitz der Familie von Plettenberg-Lenhausen, erbaut 1400), die Pfarrkirche St. Anna (1898/1899), die Sparkasse (erbaut 1800), die Schützenhalle (1910), die Marienkapelle mit der Achtermann-Pietà (erbaut 1881/82), der Jüdische Friedhof (1900) und das Laufwasserkraftwerk Lenhausen (erbaut 1928).
Ein Schatzungsregister (diente der Erhebung von Steuern) von 1543 gibt ungefähre Anhaltspunkte über die damalige Größe von Lenhausen. Demnach gab es zu dieser Zeit in „Lenhaußer Burschafft und Dorf“ insgesamt 14 Schatzpflichtige (ohne 1 Person, die als arm galt) [2] Die Anzahl der Schatzpflichtigen dürfte in etwa mit den vorhandenen Familien bzw. Häusern übereingestimmt haben.
Lenhausen hatte eine bedeutende jüdische Gemeinde. Dort lebten 1818 66 jüdische Bewohner. Der Bevölkerungsanteil von 18,6% war der höchste im Herzogtum Westfalen. Nach der Abgrenzung der Synagogenbezirke in der Mitte des 19. Jahrhunderts war Lenhausen neben Meschede Sitz einer Synagogengemeinde im Kreis Meschede. Sie war auch zuständig für die relativ wenigen Juden im gesamten Kreis Olpe. Sie verfügte über eine im 18. Jahrhundert erbaute Fachwerksynagoge. Aus der Gemeinde ging der Mediziner und Publizist Alexander Haindorf hervor. Die Gemeinde wurde während des Holocaust vernichtet.[3]
Literatur [Bearbeiten]
- Alfons Greitemann: Lenhausen, mein Heimatdorf in Vergangenheit und Gegenwart. Balve 1968.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Einwohnerstatistik der Gemeinde Finnentrop
- ↑ http://www.heimatbund-finnentrop.de/historie/SchatzungsRegister1543-V1.00.pdf Seite 75
- ↑ Georg Glade: Die Juden im ehemaligen Herzogtum Westfalen In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.2,2 Münster, 2012 S.1045, 1057, 1059
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