Lenna Kuurmaa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lenna Kuurmaa bei einem Auftritt in Estland 2011

Lenna Kuurmaa (* 26. September 1985 in Tallinn, Estland) ist eine estnische Sängerin und Schauspielerin. Kuurmaa ist seit November 2003 Frontfrau der Girlgroup Vanilla Ninja und schreibt auch an deren Songs mit.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Schon seit ihrem fünften Lebensjahr singt Kuurmaa im Chor, sie lernte sechs Jahre lang Geigespielen. Ihre Gesangskarriere begann sie mit vier Jahren beim Chor des estnischen Fernsehsenders Eesti Televisioon, bei dem sie mehrere Jahre Mitglied war. Sie verbrachte ihre Schulzeit auf einem deutschen Gymnasium in Tallinn, dort lernte sie auch Deutsch. Vor der Bandkarriere spielte Kuurmaa in den Musicals The King and I und The Sound of Music mit.

Beim Wettbewerb Fizz Superstar 2002, der estnischen Ausgabe von Deutschland sucht den Superstar, erreichte sie das Halbfinale. Durch die Sendung wurde der estnische Musikproduzent Sven Lõhmus auf Kuurmaa aufmerksam und machte sie zu einem Teil der Band Vanilla Ninja.

2005 bis 2008[Bearbeiten]

Lenna Kuurmaa bei einem Auftritt von Vanilla Ninja (2005)

2005 sang Kuurmaa mit dem estnischen Musiker Tanel Padar die Ballade Picture (ein Cover von Sheryl Crow und Kid Rock). 2006 war sie Mitglied des Vereins Valge Gospel (White Gospel), der in verschiedenen Kirchen sang. Außerdem sang sie mit anderen estnischen Musikern wie Ivo Linna und Gerli Padar das Lied Isamaa ilu hoieldes bei diversen staatlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Empfang der britischen Königin oder des japanischen Kaisers.

Kuurmaa betätigte sich bei Vanilla-Ninjas viertem Album Love Is War als Songschreiberin. Wie auch schon bei einigen Songs des dritten Albums, Blue Tattoo, brachte sie ihre Ideen mit ein. Mit ihrer Bandkollegin Piret Järvis und Michelle Leonard, einer professionellen Songwriterin der Plattenfirma EMI, schrieb sie gemeinsam den ersten Track Kingdom Burning Down. Kuurmaa versuchte sich aber auch ohne Piret an einigen Titeln des Albums. Mit Michelle Leonard und Flo Peil schrieb sie beispielsweise die erste Singleauskopplung Dangerzone. Auch bei The Band that Never Existed und Pray schrieb sie mit.

Im Dezember 2006 spielte sie im Musical Snoopy mit. Ebenfalls 2006 wurde Kuurmaa zur Sängerin der Unituste Bänd (Traumband) gewählt. Hierbei wählen die Esten die für sie perfekte Bandbesetzung. Mit dieser Band sang Kuurmaa im Januar 2007 den Song SexyBack (Cover von Justin Timberlake).

Kuurmaa betrat neues Terrain, als sie 2007 eine der Hauptrollen im estnischen Drama Kuhu põgenevad hinged (Wohin die Seelen gehen) übernahm. Im Film spielt sie Maya, ein etwa 18-jähriges Mädchen, das neu in eine Klasse kommt und dort auf die Hauptfigur Ann trifft, die Probleme mit ihrer Familie hat.[1] Der Titelsong des Dramas ist ihr Lied Saatus naerdes homse toob,[2] zu dem auch ein Musikvideo gedreht wurde. Der Song wurde auch in einer englischen Version namens Think Idly veröffentlicht.[3] Im Juli 2008 nahm sie an einer Konzertreise Valjamõeldud lood teil, bei der sie mit den estnischen Stars Dagö und Chalice durch viele Städte Estlands tourte.

2009–2011: Moderation und Teilnahmen am Eesti Laul[Bearbeiten]

Anschließend entschloss sich Kuurmaa dazu, solo zu arbeiten. Als Debütsong nahm sie Like a Kid auf, anschließend fokussierte sie sich zunächst wieder auf estnische Songs. Kuurmaa nahm am Eesti Laul 2010, der estnischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2010, teil. Mit ihrem Titel Rapunzel[4] unterlag sie Malcolm Lincoln & Manpower 4 im Finale. Am 5. Juni 2010 brachte Kuurmaa in Estland ihr erstes Soloalbum Lenna heraus, das es auf Platz eins der Tele2-Album-Download-Charts schaffte.[5] Im Februar 2011 moderierte Kuurmaa zusammen mit ihrer Bandkollegin Piret Järvis den Eesti Laul 2011.

Im Oktober 2011 produzierte Vaiko Eplik für Kuurmaa den Song Hüvasti, maa!, welcher auch der Titelsong des estnischen Films Täitsa lõpp ist. Kuurmaa spielt im Film eine Nebenrolle. Hüvasti kam im Oktober 2011 in Estland als Single heraus. Am 3. November 2011 startete sie mit Märt Avandi eine Tour durch Estland. Um die Tournee zu promoten, war Kuurmaa in der estnischen Fernsehsendung Terevisioon zu Gast, in der sie auch den Song Tule kui leebe tuul sang.[6]

seit 2012: Mina jään und Liebe auf Finnisch[Bearbeiten]

Auch 2012 nahm Kuurmaa am Eesti Lauls 2012 teil.[7] Ihr Beitrag trug den Titel Mina jään (Estnisch für Ich bleibe), und sie erreichte im Finale des Vorentscheids den 2. Platz.[8] Mit diesem Lied trat sie auch bei den Estonian Music Awards 2012 auf, die sie zusammen mit Mihkel Raud moderierte.[9] Mina jään hielt sich in Estland vier Wochen auf Platz eins der Singlecharts.[10]

Am 3. Februar 2012 war Kuurmaa im finnischen Kinofilm Liebe auf Finnisch als Viivi zu sehen.[11] Sie singt auch das Titellied, zu dem ein Video gedreht wurde. Im Juni 2012 veröffentlichte Kuurmaa mit Märt Avandi einen neuen Song namens Öö Valge on Õnn (White Nights Are Luck).[12] Im März 2013 wurde Kuurmaa Mutter. Am 5. November 2013 veröffentlichte sie ihr zweites Studioalbum Teine.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DE AT CH
2010 Lenna Erstveröffentlichung: 5. Juni 2010
2013 Teine Erstveröffentlichung: 5. November 2013

Singles mit Chartplatzierung[Bearbeiten]

Jahr Titel Charts
EE
2010 Sellel ööl
Duett mit Violina
20[13]
Sinuni
Duett mit Ott Lepland
1[14]
2012 Mina jään
Teine
1
(16 Wo.)

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lenna Kuurmaa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lenna bei "Kuhu põgenevad hinged" (Abgerufen am 30. Oktober 2011)
  2. Titelsong von Kuurmaa (Abgerufen am 30. Oktober 2011)
  3. Think Idly (Abgerufen am 5. November 2011)
  4. Eurovisioonile sõidab Malcolm Lincoln (ERR am 12. März 2010. estnisch, gesichtet am 12. Mai 2011)
  5. Lenna aus Platz 1 der Tele2 Album Download-Charts
  6. Lenna Kuurmaa im November 2011 auf Tour mit neuem Song (Abgerufen am 5. November 2011)
  7. Kuurmaa: Startnummer zwei beim Eesti Laul 2012 (Abgerufen am 24. Februar 2012)
  8. Ott Lepland gewinnt den Vorentscheid
  9. Kuurmaa moderiert die EMA 2012
  10. Mina jään in Estland auf Platz eins
  11. Kuurmaa bei Naked Harbour
  12. New Song: Öö Valge on Õnn (Abgerufen am 10. Juli 2012)
  13. Estonian-Top-40 (Woche 39) (Abgerufen am 3. November 2011)
  14. Sinuni auf Platz 1 (Abgerufen am 5. November 2011)