Lenna Kuurmaa
Lenna Kuurmaa (* 26. September 1985 in Tallinn, Estland) ist eine estnische Sängerin und Schauspielerin. Kuurmaa ist seit November 2003 Frontfrau der Girlgroup Vanilla Ninja und schreibt auch an deren Songs mit.
Inhaltsverzeichnis |
Karriere [Bearbeiten]
Anfänge [Bearbeiten]
Schon seit ihrem fünften Lebensjahr singt Kuurmaa im Chor, sie lernte sechs Jahre lang Geigespielen. Ihre Gesangskarriere begann sie mit vier Jahren beim Chor des estnischen Fernsehsenders Eesti Televisioon, kurz ETV, bei dem sie mehrere Jahre Mitglied war. Sie verbrachte ihre Schulzeit auf dem Tallinna Saksa Gümnaasium („Deutsches Gymnasium Tallinn“), auf dieser Schule lernte sie auch Deutsch. Vor der Bandkarriere spielte Kuurmaa in den Musicals The King and I und The Sound of Music mit.
Beim Wettbewerb Fizz Superstar 2002, der estnischen Ausgabe von Deutschland sucht den Superstar, erreichte sie das Halbfinale. Durch die Sendung wurde der estnische Musikproduzent Sven Lõhmus auf Kuurmaa aufmerksam und machte sie zu einem Teil der Band Vanilla Ninja.
2005 bis 2008 [Bearbeiten]
2005 sang Kuurmaa mit dem estnischen Musiker Tanel Padar die Ballade Picture (ein Cover von Sheryl Crow und Kid Rock). 2006 war sie Mitglied des Vereins Valge Gospel (White Gospel), der in verschiedenen Kirchen sang. Außerdem sang sie mit anderen estnischen Musikern wie Ivo Linna und Gerli Padar das Lied Isamaa ilu hoieldes bei diversen staatlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Empfang der britischen Königin oder des japanischen Kaisers.
Kuurmaa betätigte sich bei Vanilla-Ninjas viertem Album Love Is War als Songschreiberin. Wie auch schon bei einigen Songs des dritten Albums, Blue Tattoo, brachte sie ihre Ideen mit ein. Mit ihrer Bandkollegin Piret Järvis und Michelle Leonard, einer professionellen Songwriterin der Plattenfirma EMI, schrieb sie gemeinsam den ersten Track Kingdom Burning Down. Kuurmaa versuchte sich aber auch ohne Piret an einigen Titeln des Albums. Mit Michelle Leonard und Flo Peil schrieb sie beispielsweise die erste Singleauskopplung Dangerzone. Auch bei The Band that Never Existed und Pray schrieb sie mit.
Im Dezember 2006 spielte sie im Musical Snoopy mit. Ebenfalls 2006 wurde Kuurmaa zur Sängerin der Unituste Bänd (Traumband) gewählt. Hierbei wählen die Esten die für sie perfekte Bandbesetzung. Mit dieser Band sang Kuurmaa im Januar 2007 den Song SexyBack (Cover von Justin Timberlake).
Kuurmaa betrat für sich neues Terrain, als sie 2007 das Angebot annahm, eine der Hauptrollen im estnischen Drama Kuhu põgenevad hinged, (Wohin die Seelen gehen), zu übernehmen. Im Film spielt sie Maya, ein etwa 18-jähriges Mädchen, das neu in eine Klasse kommt und dort auf die Hauptfigur Ann trifft, die private Probleme mit ihrer Familie hat.[1] Der Titelsong des Dramas ist ihr Lied Saatus naerdes homse toob,[2] zu dem auch ein Musikvideo gedreht wurde. Der Song wurde auch in einer englischen Version namens Think Idly veröffentlicht.[3] Im Juli 2008 nahm sie an einer Konzertreise namens Valjamõeldud lood teil, bei der sie mit den estnischen Stars Dagö und Chalice durch viele Städte Estlands tourte.
2009–2011: Moderation und Teilnahmen am Eesti Laul [Bearbeiten]
Anschließend entschloss sich Kuurmaa dazu, solo durchzustarten. Als Debütsong nahm sie Like a Kid auf, zu dem auch ein Musikvideo gedreht wurde. Erst anschließend fokussierte sie sich zunächst wieder auf estnische Songs.
Kuurmaa nahm am Eesti Laul 2010, dem estnischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2010, teil. Mit ihrem Titel Rapunzel[4] unterlag sie jedoch Malcolm Lincoln & Manpower 4 im Finale. Am 5. Juni 2010 brachte Kuurmaa in Estland ihr erstes Soloalbum Lenna heraus, das es auf Platz eins der Tele2-Album-Download-Charts schaffte.[5] Im Februar 2011 moderierte Kuurmaa zusammen mit ihrer Bandkollegin Piret Järvis den Eesti Laul 2011.
Im Oktober 2011 produzierte Vaiko Eplik für Kuurmaa den Song Hüvasti, maa!, welcher auch der Titelsong des estnischen Films Täitsa lõpp ist. Kuurmaa spielt im Film eine Nebenrolle. Hüvasti kam im Oktober 2011 in Estland als Single heraus. Am 3. November 2011 startete sie mit Märt Avandi eine Tour durch Estland. Um die Tournee zu promoten, war Kuurmaa in der estnischen Fernsehsendung Terevisioon zu Gast, in der sie auch den Song Tule kui leebe tuul sang.[6] Derzeit arbeitet Kuurmaa an einem zweiten Album, dass "Õnnelaul" heißen soll.[7]
seit 2012: Mina jään und Naked Harbour [Bearbeiten]
Kuurmaa ist mit der Startnummer zwei am 25. Februar 2012[8] beim zweiten Semifinale des Eesti Lauls 2012 angetreten.[9] Ihr Beitrag trägt den Titel Mina jään (estnisch für "I Stay").[10][11] Kuurmaa qualifizierte sich für das Finale des estnischen Vorentscheides, das am 3. März 2012 stattfand,[12] sie erreichte im Finale Platz zwei und musste sich gegen Ott Lepland geschlagen geben.[13] Aufgenommen wurde das Stück in einem Tonstudio in Stockholm. Mit diesem Lied trat sie bei den Estonian Music Awards 2012 auf,[14] die sie zusammen mit Mihkel Raud auch moderierte.[15] Mina jään erreichte in Estland Platz eins der Singlecharts.[16] Der Song hielt sich vier Wochen auf der Höchstposition.
Am 3. Februar 2012 war Kuurmaa im finnischen Kinofilm Naked Harbour zu sehen. Dort verkörpert sie die Rolle der Viivi.[17] Sie singt auch das Titellied, zu dem ein Video gedreht wurde. Im Juni 2012 veröffentlichte Kuurmaa mit Märt Avandi einen neuen Song namens Öö Valge on Õnn (White Nights Are Luck).[18]
Diskografie [Bearbeiten]
Studioalben [Bearbeiten]
| Jahr | Titel | Chartplatzierungen | Anmerkungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| DE | AT | CH | |||
| 2010 | Lenna | — | — | — | Erstveröffentlichung: 5. Juni 2010 |
Singles mit Chartplatzierung [Bearbeiten]
| Jahr | Titel | Charts |
|---|---|---|
| EE | ||
| 2010 | Sellel ööl Duett mit Violina |
20[19] |
| Sinuni Duett mit Ott Lepland |
1[20] | |
| 2012 | Mina jään Õnnelaul |
1 (16 Wo.) |
Musikvideos [Bearbeiten]
| Jahr | Titel |
|---|---|
| 2007 | Saatus naerdes homse toob |
| 2009 | Like a Kid |
| 2010 | |
| Still Waters Run Deep[21] | |
| Ebaõnn naeratab | |
| Vaibumine | |
| Kogu tõde Jüriööst | |
| Mine tee tööd | |
| Maailm Ei Keerle | |
| 2011 | Vana Klaver |
| Hüvasti, maa! | |
| 2012 | Naked Harbour |
| Mina jään |
Duette [Bearbeiten]
| Jahr | Titel | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2009 | Vikerkaar | feat. Tanel Padar |
| Picture | ||
| 2010 | Musta Pori Näkku | feat. Mihkel Raud |
| 2011 | Trepp | feat. Piret Järvis |
| Ordinary People | feat. Koit Toome | |
| Vale Lugu | feat. Artur Talvik | |
| 2012 | Öö Valge on Õnn | feat. Märt Avandi |
Promo-Lieder [Bearbeiten]
- 2007: Saatus Naerdes Homse Toob
- 2009: Eesti hümn
- 2010: Rapunzel
- 2010: Mida sa teed
- 2010: Kui on meri hülgehall
- 2010: Eesti, Eesti
- 2010: Need ei vaata tagasi
- 2010: Torm
- 2010: Mine tee tööd
- 2010: Vaibumine
- 2011: Õnnelaul[22]
- 2011: Tule kui leebe tuul
- 2011: Kus kulgeb kuu
- 2011: Vana Klaver
- Loomeinimesed
- Loomeinimesed (Remix)
- 2012: Öö Valge on Õnn (White Nights Are Luck)
Filmografie [Bearbeiten]
- 2007: Kuhu põgenevad hinged
- 2011: Täitsa lõpp
- 2012: Naked Harbour
Weblinks [Bearbeiten]
- Lenna Kuurmaa in der Internet Movie Database (englisch)
- Offizielle Homepage von Lenna Kuurmaa (estnisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Lenna bei "Kuhu põgenevad hinged" (Abgerufen am 30. Oktober 2011)
- ↑ Titelsong von Kuurmaa (Abgerufen am 30. Oktober 2011)
- ↑ Think Idly (Abgerufen am 5. November 2011)
- ↑ Eurovisioonile sõidab Malcolm Lincoln (ERR am 12. März 2010. estnisch, gesichtet am 12. Mai 2011)
- ↑ Lenna aus Platz 1 der Tele2 Album Download-Charts
- ↑ Lenna Kuurmaa im November 2011 auf Tour mit neuem Song (Abgerufen am 5. November 2011)
- ↑ NEW MUSICVIDEO: Lenna bringt zweites Album heraus.
- ↑ Kuurmaa 2012 im zweiten Semifinale (Abgerufen am 24. Februar 2012)
- ↑ Kuurmaa: Startnummer zwei beim Eesti Laul 2012 (Abgerufen am 24. Februar 2012)
- ↑ Eesti Laul 2012
- ↑ Die Top-20 für den Eurovision Song Contest 2012
- ↑ Eesti Laul Finalisten sind komplett
- ↑ Ott Lepland gewinnt den Vorentscheid
- ↑ Offizielle Homepage der EMA 2012
- ↑ Kuurmaa moderiert die EMA 2012
- ↑ Mina jään in Estland auf Platz eins
- ↑ Kuurmaa bei Naked Harbour
- ↑ New Song: Öö Valge on Õnn (Abgerufen am 10. Juli 2012)
- ↑ Estonian-Top-40 (Woche 39) (Abgerufen am 3. November 2011)
- ↑ Sinuni auf Platz 1 (Abgerufen am 5. November 2011)
- ↑ Still Waters Run Deep – Video (Abgerufen am 31. Oktober 2011)
- ↑ Õnnelaul (Abgerufen am 5. November 2011)
Lenna Kuurmaa • Piret Järvis • Katrin Siska
| Studioalben | Vanilla Ninja • Traces of Sadness • Blue Tattoo • Love Is War |
| Kompilationsalben | Traces of Sadness (Limited-Edition) • Single Collection • Blue Tattoo (Limited-Edition) • Silent Emotions • Best Of |
| Videoalben | Traces of Sadness (Live in Estonia) • Silent Emotions • Best Of: The Video Collection |
| Singles | Tough Enough • Club Kung Fu • Don’t Go Too Fast • Liar • Heartless • When the Indians Cry • Blue Tattoo • I Know • I Know (Unplugged) • Cool Vibes • Megamix • Dangerzone • Rockstarz • Birds of Peace • Insane in Vain • Crashing Through the Doors |
| Featurings | Operation B |
| Tourneen | Tough Enough-Tournee • Blue Tattoo-Tour • Estland-Tour 2008 • Restart-Tour • Rock Diva-Tour |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kuurmaa, Lenna |
| KURZBESCHREIBUNG | estnische Sängerin, Frontfrau der Girlband Vanilla Ninja |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1985 |
| GEBURTSORT | Tallinn, Estland |