Lenzing

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lenzing (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lenzing
Wappen von Lenzing
Lenzing (Österreich)
Lenzing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 8,89 km²
Koordinaten: 47° 59′ N, 13° 37′ O47.97527777777813.611111111111485Koordinaten: 47° 58′ 31″ N, 13° 36′ 40″ O
Höhe: 485 m ü. A.
Einwohner: 5.014 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 564 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4860
Vorwahl: 07672
Gemeindekennziffer: 4 17 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 4
4860 Lenzing
Website: www.lenzing.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Vogtenhuber (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(31 Mitglieder)
19 SPÖ, 6 ÖVP, 6 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Lenzing im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Lenzing im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lenzing ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 5014 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geographie[Bearbeiten]

Lenzing liegt auf 485 m ü. A. Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,1 km und von West nach Ost 4,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 8,9 km². 12,4 % der Fläche sind bewaldet und 56,2 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten]

Alt Lenzing, Haid, Kraims, Neuhausen, Oberachmann, Pichlwang, Raudaschlmühle, Reibersdorf, Starzing, Thal, Ulrichsberg, Unterachmann.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Timelkam
Seewalchen am Attersee Nachbargemeinden Aurach am Hongar
Schörfling am Attersee

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Durch eine silberne Wellenleiste schrägrechts geteilt; oben in Rot eine silberne, zur Hälfte blau gefüllte, nach außen gewendete Retorte; unten in Blau ein silberner Nadelbaum. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Blau.

Das 1967 verliehene Wappen ist das Ergebnis eines von der Gemeinde ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs. Baum und Retorte verweisen auf die den Ort prägende Holz-, Papier- und Zellstoffindustrie, die Wellenleiste symbolisiert die Ager, die die Ansiedlung dieser Betriebe erst ermöglichte.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte das Gebiet des heutigen Lenzing seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wurde es dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. 1892 gründete der Industrielle Emil Hamburger eine Papierfabrik in Pettighofen, einen Vorläufer der heutigen Lenzing AG. Seit 1918 gehört das Gebiet zum neu gegründeten Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde die "Zellwolle Lenzing AG" gegründet. 1939 erfolgte die Gründung der heutigen Gemeinde aus der Stammgemeinde Oberachmann sowie durch Gebietsabtretungen der Nachbargemeinden. Am 1. Jänner 1940 wurde der Name der Gemeinde auf „Agerzell“ geändert.[2] Im November 1944 wurde im Lenzinger Gemeindeteil Pettighofen ein Außenkommando des KZ Mauthausen errichtet. Die bis zu 565 Häftlinge, meist Frauen, mussten Zwangsarbeit insbesondere bei der Lenzinger Zellwolle AG leisten. Das Lager wurde Anfang Mai 1945 von der US-Armee befreit. Marktgemeinde ist Lenzing seit 1984.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Rudolf Vogtenhuber von der SPÖ. Bei der Gemeinderatswahl 2009 ergab sich folgende Mandatsverteilung:

SPÖ 19 Mandate
ÖVP 6 Mandate
FPÖ 6 Mandate

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 5063 Einwohner, 2001 dann 5049 Einwohner, 2007 5090 Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lenzing

Sport[Bearbeiten]

In Lenzing ist der ATSV Lenzing Modal zuhause.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Produktionsanlagen der Lenzing AG

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Durch Lenzing führt die eingleisige, elektrifizierte Bahnstrecke Vöcklabruck–Kammer-Schörfling. An den Stationen Lenzing und Lenzing Ort halten Montag bis Freitag in unregelmäßigen Abständen Züge, die teilweise bis Attnang-Puchheim weitergeführt werden.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Am Standort Lenzing der Lenzing AG besteht die weltweit größte integrierte Zellstoff- und Viscosefaserproduktion mit einer Zellstoffkapazität von 225.000 t pro Jahr. Daneben ist auch eine Reihe von Mittel- und Kleingewerbebetrieben angesiedelt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lenzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (2. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1970, S. 58 (PDF)
  2. Die Geschichte der Marktgemeinde Lenzing auf Lenzing.ooe.gv.at