Leo Held (Musiker)

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Leo Held
(aus den Wiener Bildern, 1900)

Leo Held (* 27. Januar 1874 in Wien; † 16. Mai 1903 ebenda) war ein österreichischer Kapellmeister und Komponist.

Leo Held, Sohn von Ludwig Held, wurde am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde unterrichtet, u.a. von Anton Bruckner. Danach war er in Berlin und Hamburg als Theaterkapellmeister tätig, bevor er wieder nach Wien zog. Hier begann er als Operettenkomponist zu arbeiten; die meisten Libretti seiner Werke stammen von seinem Vater.

Held beendete sein Leben durch Freitod.

Werke[Bearbeiten]

Nach Motiven aus dieser Operette:
  • Im Maien, Polka-Mazurka.
  • Schwalben-Walzer.
  • Die Stiefmama, Operette in 3 Akten. Libretto von Ludwig Held. UA: 20 Februar 1900, Theater an der Wien.
  • Gaudeamus, Operette in 3 Akten. Libretto von Anton Herger. UA: 23. Dezember 1902, Jantsch-Theater.
  • Der Schnüffler, Posse mit Gesang in 3 Akten. Libretto nach einer Idee des Poole von Ludwig Held. UA: Wien, um 1900 (?)

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Lustner: Totenliste des Jahres 1903 die Musik betreffend. In: Monatshefte für Musikgeschichte. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1904.
  • Paul Frank, Wilhelm Altmann: Kurzgefasstes Tonkünstler Lexikon. Gustav Bosse, Regensburg 1936.
  • Anton Bauer: Opern und Operetten in Wien. Böhlau, Wien 1955.
  • Held Leo. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1959, S. 255.
  • Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Band 1. Hrsg.: Österreichische Nationalbibliothek, Wien. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 521.
  • Oesterreichisches Musiklexikon. Band 2. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9; S. 730f.