Leo von König

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Leo Freiherr von König (* 28. Februar 1871 in Braunschweig; † 9. April 1944 in Tutzing am Starnberger See) war ein deutscher Maler der Berliner Secession.

Leben[Bearbeiten]

Leo war der Sohn des späteren preußischen Generals der Kavallerie Götz von König und dessen Ehefrau Hertha, geborene Freiin von Cramm.

Leo von König besuchte von 1889 bis 1894 die Königliche Akademie der Künste in Berlin, von 1894 bis 1897 die Académie Julian in Paris und war ab 1900 in Berlin ansässig. Ab 1909 unterrichtete Leo von König in Berlin seine Nichte Ischi von König.[1]

Leo von König gehörte neben Max Liebermann, Corinth und Max Slevogt zu deren wichtigsten Repräsentanten der Berliner Secession. Er schulte sich in Berlin und Paris an den Impressionisten und leitete eine Meisterklasse an der Berliner Kunstgewerbeschule. Zu seinen Meisterwerken gehören Porträts von Gerhart Hauptmann, Ernst Barlach, Emil Nolde, Käthe Kollwitz und Eugen d’Albert. Er porträtierte auch Joseph Goebbels (1935) und war mit Arno Breker befreundet, dem er 1936 für eine Büste in Bronze Modell saß. [2]

Werke[Bearbeiten]

  • Drei Pfauen, um 1922
  • Selbstbildnis mit Modell, 1928
  • Bildnisse der Eltern, 1928 und 1934
  • Totenklage (Asphodelische Stimmung), 1934
  • Bildnis Gudrun Baronin Hoyningen-Huene, 1939
  • Portugal, Obidos, 1939
  • Bildnis Dr. Wilhelm Hesse, 1943

alle Städtisches Museum Braunschweig

Literatur[Bearbeiten]

  • Emil Szittya: Leo von König. Paris, La Zone (1931)
  • Gestalt und Seele – Das Werk des Malers Leo von König. Leipzig 1936
  • Christoph Schwingenstein: König, Leo Freiherr von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 12, Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. 346 f. (Digitalisat).
  • Alexandra Bechter: Leo von König: 1871-1944; Leben und Werk. WP, Darmstadt 2001 (Geschichtliche Reihe; Bd. 1); ISBN 3-934815-03-0
  • Julia M. Nauhaus: Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig. Vollständiges Bestandsverzeichnis und Verlustdokumentation. Mit Beiträgen von Justus Lange. Georg Olms Verlag, Hildesheim u. a. 2009 (Katalognummern 597 bis 604)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hugo Thielen: König, Ischi (eigentl. Ilse) von, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 204; online über Google-Bücher
  2. History-Archiv Museum Europäische Kunst, Schloss Nörvenich, November 2013