Léolo

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Filmdaten
Deutscher Titel Léolo
Originaltitel Léolo
Produktionsland Frankreich, Kanada
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge ca. 103 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Jean-Claude Lauzon
Drehbuch Jean-Claude Lauzon
Produktion Aimée Danis
Lyse Lafontaine
Musik Richard Grégoire
Kamera Guy Dufaux
Schnitt Michel Arcand
Besetzung

Léolo ist ein französisch-kanadischer Film aus dem Jahr 1992. Jean-Claude Lauzon führte Regie und schrieb das Drehbuch.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Film erzählt die Geschichte von Léo Lauzon, einem 14-jährigen Jungen, der mit seiner dysfunktionalen Familie in ärmlichen Verhältnissen in einem Haus in Montreal lebt. Er benutzt seine Phantasie, um seinem realen Leben zu entfliehen und von Angst frei zu sein. Er träumt und schreibt inmitten von geisteskranken Verwandten. Er entscheidet sich, dass seine geliebte Mutter nicht von seinem Vater geschwängert wurde, sondern - über eine importierte Tomate - von einem Sizilianer, und nennt sich ab sofort Léolo. Seine Sexualität erwacht, während er vom etwas älteren italienischen Nachbarsmädchen Bianca träumt. Am Ende holt ihn die unter seinen Angehörigen verbreitete Krankheit ein und bringt ihn in die Psychiatrie.

Eine Schlüsselrolle im Film spielt das Buch L'avalée des avalés von Réjean Ducharme.

[Bearbeiten] Kritiken

  • Lexikon des internationalen Films: „Die Erinnerungsarbeit setzt einen rauschhaften Strom von Bildern frei, unkontrolliert, aber von verstörender Schönheit. Eine schonungslose filmische Selbsttherapie, die auch Monstrositäten und Schockmomente birgt.“[1]
  • Fischer Film Almanach 1994: „Lauzon gelingt es, mit deftigen Bildern und poetischen Texten des Ich-Erzählers Léolo eine Intensität zu entwickeln, die den Betrachter in ihren Bann zieht. Léolo, das ist Lauzon selbst. Um sich von seinen Kindheitserinnerungen zu befreien, verarbeitet er sie in Filmen.“[2]
  • 2005 benannte das Nachrichtenmagazin TIME Léolo als einen der 100 besten Filme aller Zeiten. [3]
  • Roger Ebert schrieb am 31. Juli 2005 in der Chicago Sun-Times, die technische Brillanz des Films sei erstaunlich. Das Werk wäre voll von Leidenschaft. Die Charaktere seien grotesk, menschlich und sympathisch. [4]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Hintergründe

Gedreht wurde in Italien und Montreal.

Dies war Lauzons zweiter und letzter Kinofilm. Er starb 1997 bei einem Flugzeugabsturz, während er an seinem nächsten Projekt arbeitete.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Lexikon des internationalen Films
  2. Fischer Film Almanach 1994, im Dirk Jasper FilmLexikon
  3. TIME
  4. Roger Ebert, 31. Juli 2005, Chicago Sun-Times
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