Leon Kossoff

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Leon Kossoff (* 21. März 1926 in London) ist ein britischer Maler des Expressionismus.

Leben[Bearbeiten]

Leon Kossoff ist der Sohn einer russisch-jüdischen Emigrantenfamilie. Im Jahr 1938 besuchte er die Hackney Downs school in London und im Zweiten Weltkrieg leistete Kossoff seinen Militärdienst in Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland ab. Zwischen 1949 und 1953 studierte er an der Central Saint Martins College of Art and Design, sowie an der London South Bank University unter David Bomberg. Darauf absolvierte er ein 3-jähriges Studium an der Royal College of Art. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit nimmt Kossoff außerdem Lehraufträge wahr, von 1959 bis 1964 am Regent-Street-Polytechnic und an der Chelsea School of Art und von 1966 bis 1969 an der St. Martin´s School of Art. 1972 widmet ihm die Whitechapel Art Gallery in London eine umfangreiche Einzelausstellung. Seine frühen Zeichnungen stellt Kossoff 1981 in den Riverside Studios in London aus, seine in den siebziger Jahren entstandenen Gemälde im Museum of Modern Art in Oxford. Der Maler Kossoff, auch in den verschiedensten graphischen Techniken versiert, bedient sich überwiegend figürlicher, oft in mythologische Zusammenhänge gestellter Gegenstand, die er in ausdrucksstarkem zeichnerischen oder malerischen Manier wiedergibt.

Zusammen mit seinen etwa gleichaltrigen Künstlerkollegen Francis Bacon, Lucian Freud, Frank Auerbach wird er meist zur so genannten School of London gezählt, zu den Künstlern, die sich nach dem Krieg nicht der abstrakten Malerei widmeten, sondern zur Figuration zurückkehrten und so ein lange gültiges typisches Merkmal der englischen Malerei begründeten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kossoff, Leon. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Saur, München 1992ff
  • Colin Wiggins: Leon Kossoff: Drawing from Painting. London 2007, ISBN 1-8570-9353-4.
  • Leon Kossoff. Ausgewählte Gemälde 1956–2000. Mit einem Vorwort von Poul Erik Tøjner und Peter Fischer, einem Interview mit Per Kirkeby und einem Essay von Anders Kold. Humlebaek, Louisiana Museum of Modern Art. Kunstmuseum, Luzern 2004, ISBN 3-267-00148-X.

Weblinks[Bearbeiten]