Leon Redbone

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Leon Redbone (2010)

Leon Redbone (* 26. August 1949 auf Zypern als Dickran Gobalian) ist ein kanadischer Sänger und Gitarrist. Seine Vorfahren waren zyprische Türken. Von Zypern wanderte er nach London aus, wo er eine weiterführende Schule besuchte. 1964 emigrierte er nach Toronto (Kanada).

Leon Redbone hat sich auf die Musik der frühen 1920er Jahre spezialisiert und interpretiert Jazzstücke, Blues und die Klassiker der sogenannten Tin-Pan-Alley-Popularmusik. Redbone hat mittlerweile fünfzehn Musikalben veröffentlicht.

Karriere[Bearbeiten]

Redbones erster Bühnenauftritt war im Sommer 1971 auf dem Mariposa Folk Festival im kanadischen Orillia bei Ontario. Während der frühen 1970er Jahre begann Redbone auf kleinen Volksfesten und in Nachtclubs innerhalb von Toronto aufzutreten. Seine Auftritte und sein Aussehen in Verbindung mit seiner merkwürdigen Kleidung regten das Publikum zum Lachen an. Durch sein komisches Aussehen häuften sich um diese Zeit die Gerüchte, dass Redbone vermutlich der Komiker Andy Kaufman wäre, der unter einer anderen Identität aufträte oder er wäre gar der berühmte Sänger Frank Zappa, der Redbone vom Gesicht her sehr ähnlich sah. Nach dem Tod von Kaufman und Zappa ließen die Gerüchte allerdings wieder nach.

1975 wurde sein erstes Album On the Track von Warner Bros. Records veröffentlicht. Daraufhin wurde Redbone am Ende der 1970er und weiterhin im Verlauf der 1980er Jahre einem größeren Publikum bekannt, indem er in der Samstag-Nachtshow Saturday Night Live auf dem Fernsehkanal NBC, als regelmäßiger Stammgast-Musiker eingesetzt wurde.

In den 1980er und 1990er Jahren war Redbone ein häufiger Gast in der Tonight Show von Johnny Carson.

Auftritte in anderen Medien[Bearbeiten]

Redbone hatte eine Reihe von Auftritten, die außerhalb seines Musikbereiches liegen, wie etwa in der amerikanischen Comic-Serie Mister Boffo und in The Far Side. Er entwickelte die Titelmelodie für die beliebte 1980er Sitcom Mr. Belvedere und trat regelmäßig im TV-Kanal PBS in der Kindershow Between the Lions auf.

Zusammen mit Zooey Deschanel sang er eine Coverversion von Frank Loessers romantischem Lied Baby, It’s Cold Outside für den Abspann des 2003 erschienenen Films „Elf“ (deutscher Titel „Buddy – Der Weihnachtself“). Er lieh seine charakteristische Stimme auch als Synchronsprecher an Leon der Schneemann im gleichnamigen Film. Auf seinem 1987 erschienenen Album Christmas Island trägt er eine Version von Frosty the Snowman mit Dr. John vor.

Er hat Musikstücke für das Fernsehen produziert und trat auch in Werbespots auf. Der bekannteste Werbespot mit Leon Redbone als Darsteller ist ein Werbespot für Budweiser-Bier, worin er auf einem fliegenden Teppich über einen Strand schwebt und singt: This Bud's for You (übersetzt als Wortspiel: Diese Buds-Biere sind für Dich und Das tue ich nur für dich).

Privatleben[Bearbeiten]

Redbone macht über seine Herkunft und seine Identität ein großes Geheimnis und gibt aus Spaß falsche Angaben zu seiner Vergangenheit und seinem Privatleben.[1] Es wird angenommen, dass Redbone mit der Jazzproduzentin Beryl Handler verheiratet ist. Das Paar war gemeinsam beteiligt an der Produktion von Redbones 2001 erschienenen Album Anytime.

Markenzeichen[Bearbeiten]

Leon Redbone erinnert mit seiner Kleidung an die Varietétheater-Epoche. Während seiner Auftritte trägt er oft einen weißen Anzug mit schwarzen Nadelstreifen, einen Panamahut und eine dunkle Sonnenbrille. Nach einem Liedvortrag zieht er manchmal schnell seinen Hut und hebt seine Augenbrauen, so dass seine Mimik äußerst komisch wirkt und somit das Publikum zum Lachen anregt. Seine Aufführungen sind angereichert mit komischen Slapstick-Einlagen.

Diskografie – Musikalben[Bearbeiten]

  • 1975 On the Track
  • 1977 Double Time
  • 1978 Champagne Charlie
  • 1981 From Branch to Branch
  • 1985 Leon Redbone Live
  • 1985 Red to Blue
  • 1987 Christmas Island
  • 1988 No Regrets
  • 1991 Sugar
  • 1992 Up a Lazy River
  • 1994 Live!
  • 1994 Whistling in the Wind
  • 1990 Live & Kickin
  • 2001 Any Time
  • 2005 Live - October 26, 1992: The Olympia Theater, Paris France

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.thestar.com/entertainment/article/224606