Leon VI. (Armenien)

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Büste Leons VI. von Armenien in Saint-Denis

Leon VI. (* 1342; † 29. November 1393 in Calais) war als Leon V. der letzte König des Königreichs Kleinarmenien, der dort die Regentschaft ausübte.

Sein Vater war Johann von Zypern-Lusignan, der Sohn des Amalrich von Tyrus. Seine Mutter war Soldane, der Tochter des Königs Giorgi V. von Georgien. Leon war ein Neffe väterlicherseits des Königs Konstantin IV. von Kleinarmenien (alias Guido von Lusignan), dessen Nachfolge er 1374 antrat.

Schon 1375 wurde sein Land von den Mamluken erobert. Leon wurde gestürzt und verblieb die nächsten sieben Jahre gefangen in Ägypten, bis ihn König Johann I. von Kastilien 1382 auslöste. Er starb 1393 als Persönlichkeit am Hof von Karl V. in Paris. Karl VI. ließ ihn im Zölestinerkloster, der Nekropole des Hauses von Orléans, beisetzen. Die französische Revolution überstand nur die Grabplatte. Im 19. Jahrhundert wurde ihm als einzigem nicht-französischen König in der Saint-Denis ein Mausoleum errichtet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henriette Kühl: Leon V. von Kleinarmenien. Ein Leben zwischen Orient und Okzident im Zeichen der Kreuzzugsbewegung Ende des 14. Jahrhunderts. Lang, Frankfurt/M. 2000.
  • Lisa Mayerhofer: Das Ende Kleinarmeniens im Mittelalter. Kitab, Klagenfurt u. Wien 2007, ISBN 978-3902005939.
Vorgänger Amt Nachfolger
Konstantin VI. König von Armenien
ab 1375 Titularkönig

1374–1393
Jakob I.