Leonard Chess

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Leonard Chess (* Lejzor Czyz, 12. März 1917 in Polen; † 16. Oktober 1969) war Eigentümer der Plattenfirma Chess Records, die viele bekannte Blues-Musiker unter Vertrag hatte.

Leonhard Chess und sein Bruder Philip, geboren in Polen, kauften sich 1947 bei Aristocrat Records ein und steuerten das Chicagoer Unternehmen mit Musikern wie Muddy Waters, Sunnyland Slim und Willie Dixon in Richtung Blues.

1948 übernahmen die Brüder die Firma ganz und benannten sie in Chess Records um. Titel wie My Foolish Heart (Gene Ammons), Rollin’ Stone (Muddy Waters) und That's All Right (Jimmy Rogers) waren Belege für die neue Ausrichtung des Unternehmens. Der vielleicht einflussreichste Künstler, den Chess Records anfangs unter Vertrag hatte, war Little Walter, dessen ausgeprägtes Mundharmonika-Spiel den Blues revolutionierte.

Chess nahm Kontakt mit Sam Phillips von Sun Records auf, um neue Künstler aufzuspüren. Philips rekrutierte Howlin' Wolf, Bobby Bland, Rufus Thomas und Dr. Isaiah Ross. Es folgten Bo Diddley und Sonny Boy Williamson II. In den 1950er Jahren wuchs der Erfolg des Unternehmens mit Interpreten und Bands wie The Moonglows, The Flamingos, Chuck Berry, Etta James, Fontella Bass, Koko Taylor, Little Milton, Laura Lee und Tommy Tucker.

Leonard Chess starb im Oktober 1969. 1987 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame (Nonperformers) aufgenommen.[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Spielfilm Cadillac Records erzählt die Geschichte von Leonard Chess und seiner Plattenfirma Chess Records. Adrien Brody spielte Leonard Chess.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rock and Roll Hall of Fame

Weblinks[Bearbeiten]