Leonberg

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Leonberg in Baden-Württemberg. Weitere Bedeutungen sind unter Leonberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Leonberg
Leonberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Leonberg hervorgehoben
48.8013888888899.0130555555556386Koordinaten: 48° 48′ N, 9° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Böblingen
Höhe: 386 m ü. NHN
Fläche: 48,73 km²
Einwohner: 45.108 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 926 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71229
Vorwahl: 07152
Kfz-Kennzeichen: BB, LEO
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 028
Adresse der
Stadtverwaltung:
Belforter Platz 1
71229 Leonberg
Webpräsenz: www.leonberg.de
Oberbürgermeister: Bernhard Schuler (parteilos)
Lage der Stadt Leonberg im Landkreis Böblingen
Landkreis Esslingen Landkreis Tübingen Landkreis Reutlingen Landkreis Ludwigsburg Stuttgart Landkreis Calw Enzkreis Pforzheim Mötzingen Jettingen Holzgerlingen Deckenpfronn Aidlingen Ehningen Gärtringen Hildrizhausen Nufringen Bondorf Gäufelden Herrenberg Waldenbuch Weil im Schönbuch Weil im Schönbuch Altdorf (Landkreis Böblingen) Holzgerlingen Böblingen Schönaich Steinenbronn Magstadt Sindelfingen Grafenau (Württemberg) Weil der Stadt Renningen Rutesheim Rutesheim Weissach LeonbergKarte
Über dieses Bild

Leonberg ist eine Stadt in der Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg, etwa 13 Kilometer westlich von Stuttgart. Mit etwa 45.000 Einwohnern ist sie nach Sindelfingen und Böblingen die drittgrößte Stadt des Landkreises Böblingen und als Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden ausgewiesen. Leonberg ist seit 1. Oktober 1963 Große Kreisstadt und war bis 1973 Sitz des gleichnamigen Landkreises, der im Zuge der Kreisreform 1973 aufgelöst wurde.

Geographie[Bearbeiten]

Leonberg liegt über dem rechten Hang des Glemstales, auf einem Sporn, einem Ausläufer des Engelbergs, der wiederum Teil des Glemswaldes ist. Die Glems betritt im Südosten von Stuttgart kommend das Stadtgebiet, fließt dann nach Nordwesten, wendet sich beim Stadtteil Eltingen nach Nordosten, fließt anschließend durch die westliche Kernstadt (die Altstadt liegt rechts des Flusses), dann im Süden des Stadtteils Höfingen vorbei und verlässt das Stadtgebiet im Nordosten in Richtung Ditzingen wieder. Die nördlichen Stadtteile Höfingen und Gebersheim zählen zum Strohgäu.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Leonberg. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Ditzingen und Gerlingen (Landkreis Ludwigsburg), Stuttgart (Stadtkreis) sowie Sindelfingen,[2] Magstadt, Renningen und Rutesheim (alle Landkreis Böblingen)

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Leonberg besteht aus der Kernstadt, der 1938 eingemeindeten Gemeinde Eltingen, die heute mit der Kernstadt zusammengewachsen ist, sowie den im Rahmen der Gebietsreform 1975 eingegliederten Stadtteilen Gebersheim, Höfingen und Warmbronn. Zur Kernstadt gehören auch die Stadtteile Silberberg (räumlich getrennt) und Ramtel, das Wohngebiet Gartenstadt sowie weitere räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, wie Eichenhof, Glemseck, Hinter Ehrenberg, Mahdental und Rappenhof. Auch im Stadtteil Höfingen unterscheidet man räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, wie etwa Tilgshäusleshof und Wannenhof.

Die drei 1975 eingegliederten heutigen Stadtteile Gebersheim, Höfingen und Warmbronn sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben jeweils einen von der Bevölkerung bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat, dessen Vorsitzender der Ortsvorsteher ist.

Raumplanung[Bearbeiten]

Leonberg ist ein Mittelzentrum in der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Leonberg gehören noch die Städte und Gemeinden im Norden des Landkreises Böblingen, im Einzelnen: Renningen, Rutesheim, Weil der Stadt und Weissach.

Geschichte[Bearbeiten]

Von der Stadtgründung bis zur Reformation[Bearbeiten]

Ansicht von Süden (Kieser 1682)
Blick von Südwesten über die Stadt auf den Engelberg (F. F. Wagner in OAB 1852)[3]
Die Altstadt vom Engelberg aus gesehen
Schloss Leonberg mit Pomeranzengarten

Um 1248/49 begann Graf Ulrich I. von Württemberg, auf dem strategisch vorteilhaften Gelände zwischen einer bestehenden Burg auf dem Engelberg und dem Glemsknie eine anfangs „Levinberch“ genannte Stadt am Westrand seines Herrschaftsbereichs aufzubauen. Am Südwestrand der Stadt, am Standort des späteren Schlosses, ließ er zudem eine Burg errichten. Im Reichskrieg gegen Graf Eberhard I. von Württemberg unterstellte sich Leonberg vorübergehend (1312 bis 1316) der Reichsstadt Esslingen. Nachdem die Leonberger später nochmals die Seite wechselten, mussten sie 1383 Urfehde schwören, nicht mehr von Württemberg abzufallen. Von nun an war Leonberg endgültig württembergisch und wurde Sitz eines Amtes.

1457 tagte in Leonberg einer der ersten urkundlich belegten württembergischen Landtage um die Vormundschaft des unmündigen Eberhard V. zu regeln. Dieser errichtete 1467 ein Franziskanerkloster in Leonberg. 1470 lebten etwa 900 Personen in 208 Haushalten in der Stadt. Um 1480 wird ein neues Rathaus gebaut – das heutige Alte Rathaus, das anfangs Bürgerhaus heißt. Im Jahr 1485 stifteten Leonberger Bürger zum Zwecke der Altersversorgung ein Spital, in dem auch Arme aufgenommen wurden. Nach der Reformation zog es in das leerstehende Kloster um. 1498 wurden beim ersten großen Stadtbrand 46 Häuser zerstört.

Beim Aufstand des „Armen Konrads“ richteten Leonberger Bürger eine „Kanzlei des Armen Konrads“ ein und drängten die lokale Ehrbarkeit in die Defensive. Der nahe Engelberg wurde zentraler Versammlungsort für viele umliegende Gemeinden. Der Zulauf war so groß, dass Herzog Ulrich Zugeständnisse machen musste, um die nach dem Tübinger Vertrag eingeforderte Huldigung zu erlangen.

Während des Exils von Herzog Ulrich (1519–1534) stand Leonberg unter österreichischer Herrschaft. Nachdem Herzog Ulrich aus dem Exil zurückgekehrt war, begann er, die Reformation durchzusetzen. Die Konfession des Landesvaters hatten alle Untertanen anzunehmen. So wurden auch die Leonberger nach mehrfachem Hin und Her schließlich komplett evangelisch. 1541 wurde in Leonberg eine Lateinschule und 1580 eine Mädchenschule eingerichtet.

Witwensitz und Hexenjagd[Bearbeiten]

Zwischen 1560 bis 1565 ließ Herzog Christoph anstelle der Burg das Schloss erbauen. 1566 erhielt der Marktbrunnen eine Wappnerfigur. Zwischen 1570 und 1621 schuf der Leonberger Bildhauer Jeremias Schwartz für Württemberg einmalige Grabmäler der Spätrenaissance an der evangelischen Stadtkirche, sowie die älteste Leonberger Stadtansicht von 1618. Johannes Kepler, der mit seinen Eltern 1575 von Weil der Stadt nach Leonberg zog, besuchte bis 1583 Leonberger Schulen. Von 1609 bis 1614 hatte Herzogin Sybilla ihren Witwensitz in Leonberger Schloss. Sie ließ Baumeister Heinrich Schickhardt den 1980 rekonstruierten Pomeranzengarten anlegen.

Während der Zeit der Hexenverfolgung erhob der Leonberger Vogt Lutherus Einhorn während seiner Amtszeit (1613–1629) gegen 15 Frauen Anklage wegen Hexereiverdachts und ließ acht Todesurteile gegen „überführte“ Hexen vollstrecken. Er handelte in Übereinstimmung mit der Leonberger Stadtobrigkeit und weiten Teile der Bevölkerung. Einer der bekanntesten württembergischen Hexenprozesse wurde 1620 in Leonberg eröffnet: gegen Katharina Kepler, Mutter des kaiserlichen Astronomen Johannes Kepler. Der bald nach Güglingen verlegte Prozess endete im Oktober 1621 mit dem Freispruch, Ergebnis des persönlichen und finanziellen Einsatzes von Johannes Kepler sowie der Standhaftigkeit der Angeklagten.[4]

Vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Während des Dreißigjährigen Krieges quartierte sich von 1634 bis 1638 General Gallas mit seinem Hofstaat im Leonberger Schloss ein. 1635 dezimierte die Pest die Bevölkerung um die Hälfte. Von 1670 bis 1673 war der Schriftsteller und Komponist Daniel Speer Lehrer an der Lateinschule. 1684 fand der erste Pferdemarkt statt, der heute noch veranstaltet wird. Im Jahr 1703 bestand die Bevölkerung aus 1076 Personen.

Ab 1786 begann die Stadt, sich ihrer spätmittelalterlichen Befestigung zu entledigen. Die Stadtgräben wurden zugeschüttet, die Tore und die Stadtmauer großteils abgerissen und neu bebaut. Bei der Neugliederung des jungen Königreichs Württemberg am Anfang des 19. Jahrhunderts überstand das Leonberger Oberamt im Gegensatz zum benachbarten Markgröninger Oberamt die Verwaltungsreform und blieb bis 1938 bestehen. 1869 wurde die Stadt über die württembergische Schwarzwaldbahn ans Schienennetz angeschlossen.

1846 wurde die Hunderasse Leonberger aus Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund gezüchtet.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kam es immer häufiger zu teilweise blutigen Straßenschlachten zwischen zumeist Leonberger SA-Leuten, die in Eltingen auf KPD-Anhänger losgingen. 1938 wurde die kleinbäuerlich-proletarisch geprägte KPD-Hochburg Eltingen schließlich in das eher bürgerliche Leonberg eingemeindet.

Im gleichen Jahr (1938) wurde der Engelbergtunnel als erster Autobahntunnel Deutschlands gebaut und im Zuge der Kommunalreform das Oberamt in den Landkreis Leonberg überführt. In den Röhren des Engelbergtunnels wurden während des Zweiten Weltkrieges Flugzeugteile von bis zu 3.500 KZ-Häftlingen produziert, die im KZ-Außenlager des elsässischen KZ Natzweiler-Struthof interniert wurden.[5] Am Südende der inzwischen stillgelegten Röhren befindet sich heute eine KZ-Gedenkstätte. Hier steht eine am 8. Mai 2005 eingeweihte und vom Tübinger Künstler Johannes Kares entworfene Namenswand.[6]

Zeitgeschichte[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Stadt Leonberg überschritt 1961 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Oktober 1963 beschloss. Bei der Kreisreform 1973 wurde der Landkreis Leonberg aufgelöst. Der südliche Teil und mit ihm die Stadt Leonberg kamen zum Landkreis Böblingen, nördliche Teile des Kreises wurden dem Enzkreis und dem Landkreis Ludwigsburg zugeordnet. Mit der Eingliederung von drei Nachbargemeinden 1975 erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

Religionen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung von Leonberg gehörte ursprünglich zum Bistum Speyer und war dem Landkapitel Grüningen im Archidiakonat Trinitatis[7] zugeteilt (siehe Karte). Da die Stadt von Anfang an württembergisch war, hat Herzog Ulrich nach seiner Rückkehr aus dem Exil (1534) auch hier die Reformation durchgesetzt. Daher war Leonberg über mehrere Jahrhunderte hinweg eine überwiegend protestantische Stadt. 1552 wurde die Stadt Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Leonberg), dessen Dekanatskirche die Stadtkirche ist. Die evangelische Kirchengemeinde Leonberg wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg infolge Zuzugs stark an und wurde daher geteilt. So entstand die Blosenbergkirchengemeinde (Kirche von 1966). Bereits 1959 wurde in der Gartenstadt ein Gemeindehaus für die dortige Bevölkerung gebaut. Die Kirchengemeinde im Stadtteil Eltingen besteht ebenfalls bereits seit der Reformation. Von dieser Gemeinde wurde in den 1960er Jahren die Kirchengemeinde Ramtel (Versöhnungskirche, erbaut 1965) abgetrennt. Alle vier Gemeinden (Stadtkirche, Blosenberg, Eltingen und Ramtel) bilden zusammen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Leonberg. Auch in den Stadtteilen Gebersheim, Höfingen und Warmbronn wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Es gibt daher jeweils eine evangelische Kirchengemeinde, die wie die vier Gemeinden der Gesamtkirchengemeinde Leonberg zum Dekanat Leonberg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehören.

Katholiken gibt es in Leonberg erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1946 eine eigene Pfarrei errichtet und 1950 eine eigene Kirche, St. Johannes Baptista, gebaut. Zur Kirchengemeinde gehört auch der Stadtteil Warmbronn, wo es jedoch eine eigene Kirche St. Franziskus gibt. Im Stadtteil Höfingen wurde 1966 die Kirche St. Michael erbaut und 1967 zur Pfarrei erhoben. Diese betreut auch die Katholiken aus Gebersheim. Beide Kirchengemeinden bilden die Seelsorgeeinheit 6 im Dekanat Böblingen des Bistum Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Leonberg auch Freikirchen und freie Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Pauluskirche), die Adventgemeinde, die BMG Leonberg und die Immanuel-Gemeinde Leonberg e. V. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Leonberg vertreten sowie die Zeugen Jehovas.

In der Berliner Straße befindet sich eine Moschee der DİTİB mit 48 Gebetsplätzen.

Fachwerkhäuser in der Carl-Schmincke-Straße in Eltingen
Bauernhausmuseum in Gebersheim
Altes Rathaus in Höfingen
„Krone“, Kirchturm und Pfarrhaus in Warmbronn

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • 1938: Eltingen
  • 1. Januar 1975: Gebersheim, Höfingen, Warmbronn und Silberberg (Gemeinde Renningen; Vereinigung mit dem gleichnamigen bereits zu Leonberg gehörigen Stadtteil)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1470 900
1630 1.250
1640 630
1703 1.076
1803 1.611
1843 2.195
1861 2.167
1. Dezember 1871 2.061
1. Dezember 1880 ¹ 2.226
1. Dezember 1890 ¹ 2.472
1. Dezember 1900 ¹ 2.524
1. Dezember 1910 ¹ 2.923
16. Juni 1925 ¹ 3.200
16. Juni 1933 ¹ 3.698
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¹ 8.335
1946 10.329
13. September 1950 ¹ 12.430
6. Juni 1961 ¹ 20.330
27. Mai 1970 ¹ 24.995
31. Dezember 1975 35.731
31. Dezember 1980 38.927
27. Mai 1987 ¹ 40.303
31. Dezember 1990 42.654
31. Dezember 1995 43.748
31. Dezember 2000 44.354
31. Dezember 2005 45.624
31. Dezember 2010 45.098

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Leonberg hat 32 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[8]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Der Oberbürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
30
20
10
0
24,81 %
22,47 %
16,96 %
16,64 %
6,68 %
4,94 %
4,79 %
2,71 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+4,21 %p
+4,07 %p
-0,34 %p
+0,44 %p
-5,02 %p
-0,06 %p
-5,71 %p
+2,71 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,81 8 20,6 7
FW Freie Wähler Leonberg e.V. 22,47 7 18,4 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,96 5 17,3 6
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen, 2009:Grün-Alternative Bürger-Liste Leonberg 16,64 5 16,2 6
FDP Freie Demokratische Partei 6,68 2 11,7 4
S:ALZ Stadt: Arbeit, Leben, Zukunft 4,94 2 5,0 1
NLL Neue Liste Leonberg 4,79 2 10,5 3
LINKE Die Linke 2,71 1
gesamt 100,0 32 100,0 34
Wahlbeteiligung 47,96 % 50,1 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Altes Rathaus am Marktplatz
Kuhnert-Plastik und Stadtwappen vor dem Neuen Rathaus

An der Spitze der Stadt Leonberg wird seit 1304 ein vom Landesherrn ernannter Schultheiß erwähnt. Ab 1425 trat an dessen Stelle der Vogt, der zugleich das gesamte Amt Leonberg verwaltete. Ab 1535 gab es einen Obervogt und einen Untervogt. Beide wählten den Richter. Einen Rat gibt es seit 1312. Um 1523 hatte er acht Mitglieder.

Daneben gab es seit dem 15. Jahrhundert zwei Bürgermeister, seit 1582 drei. 1596/97 waren Claus Koch, Michael Beck und Jacob Mochel Rechnung führende Bürgermeister.

Ab 1759 stand ein Oberamtmann an der Spitze von Stadt und Amt, das von nun an Oberamt war. 1819 wurden die beiden Bereiche voneinander getrennt, Stadtoberhaupt war nun der gewählte „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Oktober 1963 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine Stellvertreter sind der Erste Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und ein weiterer hauptamtlicher Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Stadtoberhäupter seit 1819[Bearbeiten]

  • 1819–1820: Carl Friedrich Berg
  • 1821–1837: Immanuel Baumann
  • 1837–1869: Franz Offterdinger
  • 1869–1888: Johann Andreas Häcker
  • 1888–1903: Jakob Rüth
  • 1903–1919: Rudolf Roth
  • 1919–1932: Gotthilf Funck
  • 1933–1934: Rudolf Abele
  • 1934–1945: Erwin Spindler
  • 1945: Hugo Wendel
  • 1945–1947: Gotthold Ege
  • 1947–1948: Imanuel Schäfer
  • 1948–1953: Carl Schmincke
  • 1953–1969: Otto Rexer
  • 1969–1993: Dieter Ortlieb
  • seit 1993: Bernhard Schuler

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Leonberg zeigt in Gold einen rot bewehrten und rot bezungten, schwarzen, aufrecht schreitenden, doppelschwänzigen Löwen. Die Stadtflagge ist schwarz-gelb. Die früheste Überlieferung des Wappens stammt aus dem Jahre 1312.[9]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Leonberg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Engelbergbasistunnel: A-81-Unterquerung des Engelbergs

Verkehr[Bearbeiten]

Leonberg ist durch die Bundesautobahnen 8 (KarlsruheStuttgartUlmMünchen) und 81 (Würzburg–Stuttgart–Singen) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Beide Autobahnen treffen am Autobahndreieck Leonberg, das sich südlich der Kernstadt befindet, aufeinander. In unmittelbarer Nähe des Dreiecks befindet sich die Anschlussstelle Leonberg-Ost. Mit dem Ausbau der A 8 zusammen mit der B 295 kam 2008 die Anschlussstelle Leonberg-West hinzu.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedient vor allem die seit 1978 bestehende Linie S6 (Weil der Stadt–Leonberg–Stuttgart Schwabstraße) der S-Bahn Stuttgart, die auf der Schwarzwaldbahn verkehrt. Sie ist eine Nahverkehrsverbindung in die Landeshauptstadt. Neben dem Bahnhof Leonberg gibt es Haltepunkte im Stadtteil Höfingen und im Stadtteil Silberberg (Haltepunkt Rutesheim). Ferner verkehren im Stadtgebiet zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Umweltzone[Bearbeiten]

In der Kernstadt von Leonberg gilt seit dem 1. März 2008 (ursprünglich 1. Juli 2007, Startzeitpunkt wegen fehlender Verwaltungsvorschriften verschoben) die Feinstaubplakettenpflicht. Alle Fahrzeuge, welche ab diesem Zeitpunkt in oder durch das Stadtgebiet fahren, müssen mindestens der Schadstoffgruppe 2 angehören. Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 (ohne Plakette) unterliegen einem Fahrverbot.

Seit 1. Januar 2012 wurde das Fahrverbot nach der Kennzeichnungsverordnung auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 (rote Plakette), seit 1. Januar 2013 auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 3 (gelbe Plakette) ausgeweitet.[10]

Einkaufsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Neben zahlreich vorhandenen Läden befindet sich im Stadtzentrum das Leo-Center, ein über 90 Geschäfte verfügendes Einkaufszentrum. Es wurde 1973 in Betrieb genommen. Quer gegenüber auf der anderen Seite der Kreuzung Römer-/Eltinger Straße befindet sich die Römergalerie, in der eine große Anzahl Läden, Restaurants sowie Büros und Arztpraxen untergebracht sind.[11] Weitere Einkaufszonen findet man in der Altstadt rund um den Marktplatz[12], in Eltingen (Carl-Schmincke- und Poststraße)[13], und an der Ecke Post-/Römerstraße (Möbelhaus, Baumarkt, Lebensmittelmärkte).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Leonberger Bausparkasse wurde 1924 als Christlicher Notbund zur gegenseitigen Hilfe von Christian Röckle in Leonberg gegründet. Seit Übernahme durch die Wüstenrot AG 2001 existiert die Leonberger Bausparkasse nicht mehr. Ihre Gebäude wurden abgerissen, wobei die beiden höchsten Gebäude am 30. Mai 2009 gesprengt wurden.

Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Motometer betreibt die Robert Bosch GmbH seit den 90er Jahren ein Verwaltungs- und Entwicklungszentrum mit rund 1.100 Arbeitsplätzen.

Leonberg ist Stammsitz des Familienunternehmens GEZE, einem Anbieter von Türtechnik sowie Sicherheits- und Lüftungssystemen, das in Leonberg rund 900, weltweit 2.600 Mitarbeiter beschäftigt (Stand 2012).

1952 wurde in Leonberg die LEWA gegründet. Sie ist ein weltweit tätiger Hersteller von Dosierpumpen, Prozess-Membranpumpen und Dosier- und Mischanlagen für die Prozessindustrie. Sie beschäftigt in Leonberg rund 430 Mitarbeiter, weltweit über 700 (Stand 2008).

Leonberg ist seit 1953 Sitz der Brückner Textilmaschinenbau.

Der Automobilhersteller und auf Porsche-Fahrzeuge spezialisierte Tuningbetrieb Gemballa Automobiltechnik beschäftigt etwa 30 Mitarbeiter.

Im Jahre 1994 übersiedelte die traditionelle Klavierfabrik Pfeiffer von Stuttgart nach Leonberg.

Medien[Bearbeiten]

In Leonberg erscheint als Tageszeitung die Leonberger Kreiszeitung. Seit Oktober 2005 hat die Leonberger Kreiszeitung den Mantel der Stuttgarter Zeitung (zuvor von den Stuttgarter Nachrichten) übernommen und liefert aus eigener Redaktion den Lokalteil für die Stadt Leonberg, die Teilorte und den Altkreis Leonberg zu.

Weinbau[Bearbeiten]

Leonberg ist ein Weinort des Anbaugebietes Württemberg und zählt zum Bereich Remstal-Stuttgart. Hauptanbaugebiete sind die südlich des Autobahndreiecks gelegene Feinau sowie der glemsaufwärts gelegene Ehrenberg.

Behörden, Gericht und Einrichtungen[Bearbeiten]

Leonberg hat ein Finanzamt, ein Notariat und ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und Oberlandesgerichts-Bezirk Stuttgart gehört. Ferner befindet sich hier eine Außenstelle des Landratsamts Böblingen.

Die Stadt ist Sitz des Kirchenbezirks Leonberg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

In Leonberg sind alle Schultypen vorhanden. Mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und dem Johannes-Kepler-Gymnasium gibt es zwei Allgemeinbildende Gymnasien, sowie mit Wirtschafts- und Technischem Gymnasium am Beruflichen Schulzentrum auch zwei berufliche Gymnasien. Weiterhin bestehen die Gerhart-Hauptmann-Realschule, die Ostertag-Realschule, die Pestalozzischule (Förderschule), die August-Lämmle- und die Schellingschule (Grund- und Werkrealschulen), sowie die reinen Grundschulen in der Kernstadt (Mörikeschule, Sophie-Scholl-Schule und Spitalschule) und in den Stadtteilen Höfingen, Gebersheim und Warmbronn.

Der Landkreis Böblingen ist Schulträger des Beruflichen Schulzentrums (diverse Ausbildungsberufe, Berufsfachschulen, Berufskolleg und berufliche Gymnasien) sowie der Karl-Georg-Haldenwang-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten.

Die private Evangelische Fachschule für Altenpflege rundet das schulische Angebot in Leonberg ab.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

Der Engelbergturm bietet einen weiten Rundblick

Das alte Eltinger Freibad wurde 1990 umgebaut zum Leobad, einem großen Freizeit- und Sportbad, in dem bis 2010 über vier Millionen Besucher gezählt wurden.

Ein kleines Familienbad wird im Stadtteil Höfingen durch den Verein Bädle e. V. betrieben.

Das 1972 fertiggestellte Sportzentrum mit Sporthalle und Hallenbad musste im August 2011 wegen massiver Sicherheitsmängel in der Gebäudetechnik geschlossen werden. Bei einem Bürgerentscheid am 25. März 2012 wurde entschieden, dass eine Sanierung erfolgen soll. Zuvor hatte der Gemeinderat einen Abriss und Neubau beschlossen.[14] Nach der für rund 12 Millionen Euro durchgeführten Sanierung[15] wurde das Sportzentrum am 2. Februar 2014 wieder eröffnet.[16]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Der Schwarze Adler – einst ein mittelalterliches Stadtschloss
Fachwerkhäuser am Leonberger Marktplatz

Das Theater im Spitalhof Leonberg, das sich innerhalb der Spitalschule befindet, ist eine Musik- und Theaterbühne für Kleinkunst, Musik sowie Kinder- und Jugendtheater. Regelmäßige Theaterdarbietungen verschiedener Tourneebühnen sind in der Stadthalle Leonberg zu sehen.

Musik[Bearbeiten]

Der 1840 gegründete Liederkranz Leonberg betreibt Chorsingen und besitzt ein eigenes Sängerheim.[17] Der Musikverein Lyra Eltingen wurde 1897 gegründet.[18] Ein weiterer Musikverein ist die Stadtkapelle Leonberg. Das Sinfonieorchester Leonberg wurde 1970 als Jugendsinfonieorchester gegründet. Heute besteht es aus 70 Musikern und wird vom Dirigenten Alexander Adiarte geleitet.[19]

Musikalische Ausbildungsstätten in Leonberg sind die Jugendmusikschule, die in Kooperation mit dem Musikverein Lyra Eltingen, dem Musikverein Höfingen und dem Musikverein Stadtkapelle Leonberg steht, und die Musikschule Villa Musica, die im Verbund mit dem Liederkranz Leonberg zusammenarbeitet.[20]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Sehenswert ist die mittelalterliche Altstadt. Am historischen Marktplatz sind zahlreiche Fachwerkhäuser zu bewundern. Eines davon ist das alte Rathaus, das zusammen mit dem Wasserturm auf dem Engelberg die Wahrzeichen der Stadt darstellen. Bemerkenswert sind zudem Schellings Geburtshaus und der stattliche Gasthof Zum Schwarzen Adler, in dem einer Legende zufolge 1457 der erste urkundlich belegbare Landtag der Grafschaft Württemberg-Urach getagt hat. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die mittelalterliche Evangelische Stadtkirche mit den zahlreichen bürgerlichen Grabdenkmälern aus der Werkstatt des Jeremias Schwartz, die ehemalige Lateinschule, in der heute das Stadtmuseum mit Schelling-Gedenkraum untergebracht ist, und der Engelbergtunnel. Die vom Galerieverein Leonberg e.V. renovierte und ausgebaute Scheune aus dem Jahr 1814 wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats Oktober 2004“ ernannt.
  • Im Stadtteil Eltingen ist die „Schönste Dorfstraße Süddeutschlands“, die Carl-Schmincke-Straße, zu sehen. Die evangelische Michaelskirche Eltingen wurde 1487 erbaut. Es handelt sich um ein einschiffiges Langhaus mit Netzrippengewölbe und eingezogenem Chor. Der Turm hat spätgotische Schallfenster und ein Zeltdach.
  • Die Evangelische Kirche Gebersheim wurde 1588 erbaut. Das Schiff wurde jedoch 1968 abgetragen und erweitert. Im Turm sind noch vorreformatorische Fresken erhalten. Im Ortsteil Gebersheim wurde außerdem 1995 das Bauernhausmuseum eröffnet.
  • Höfingen besitzt eine Pfarrkirche, die in Teilen romanisch bzw. gotisch ist. Der Chor trägt die Jahreszahl 1407. Der 45 Meter hohe Westturm stammt im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert und hat ein Zeltdach. Das Kirchenschiff wurde 1931 abgerissen und neu erbaut; bei dieser Maßnahme stürzten Teile des Chors ein. Die Kirche war Laurentius von Rom geweiht.[21][22]
  • In Warmbronn befindet sich das Christian-Wagner-Museum im Christian-Wagner-Haus. Die Warmbronner evangelische Kirche wurde 1784 im klassizistischen Stil erbaut.
  • Beim Glemseck befindet sich das Seehaus. Es wurde 1609 im Auftrag von Sybilla von Anhalt Gräfin von Mömpelgard und Herzogin von Württemberg vom herzoglichen Baumeister Heinrich Schickhardt erbaut.

Parks[Bearbeiten]

Pomeranzengarten beim Schloss
Stadtpark: Blick von Osten über die ehemaligen Gipsgruben zur „Neuen Stadtmitte“

Der Pomeranzengarten ist der einzige in Deutschland erhaltene Terrassengarten aus der Zeit der Hochrenaissance. Er wurde 1609 im Auftrag der Herzogin Sibylla von Württemberg angelegt, als das Schloss zum Witwensitz württembergischer Herzoginnen umfunktioniert wurde. Ab 1742 wurde der Pomeranzengarten für den Obst- und Gemüsebau genutzt, bis man ihn ab 1980 nach den Originalplänen Heinrich Schickhardts restaurierte.

Der Stadtpark liegt zwischen Leonberg und Eltingen und wurde auf dem Gelände eines Gipswerks angelegt, das 1977 seinen Betrieb einstellte. Gipssteinbrüche wurden als Seen in die Anlagen integriert.[23] Viele Skulpturen sind im Stadtpark aufgestellt. Im Süden des Parks wurde ein Friedensmahnmal errichtet, an dessen Eingang seit 1990 ein Segment der Berliner Mauer steht, das zuvor an der Grenze des Leonberger Partnerbezirks Berlin-Neukölln stand.[24]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Leonberger Pferdemarkt auf dem historischen Marktplatz
  • Im Februar findet der fünftägige Leonberger Pferdemarkt statt. Abschluss und Höhepunkt ist der Festumzug, der am zweiten Dienstag des Monats stattfindet und 2010 über 35.000 Zuschauer hatte.[25] Der Pferdemarkt wurde am 15. Januar 1684 von Herzog Friedrich Karl genehmigt und fand 2014 zum 323. Mal statt.[26]
  • Das Marktplatzfest Leonberg findet im Juli statt; 2005 zum 32. Mal.[27]
  • Die Altjahrabendfeiern finden am 31. Dezember auf den Marktplätzen von Leonberg und Eltingen statt. Diese Feier mit Kerzen und Musik besteht der Überlieferung zufolge seit Jahrhunderten. Weit verbreitet, aber historisch fragwürdig, ist die Annahme, dass der Ursprung in der Pestepidemie von 1635 liegt, der zufolge Häuser, in denen noch Bewohner lebten, mit Kerzen gekennzeichnet wurden.[28]
  • Das von einer Werbegemeinschaft und der Stadt veranstaltete Altstadtspektakel im September mit Kleinkunstbühnen in den Altstadt-Kellern, Oldtimertreffen, Kirchplatzfest und verkaufsoffenem Sonntag fand 2012 zum 18. Mal statt.[29]
  • Das vom Musikverein Lyra Eltingen 1897 e.V. veranstaltete zweitägige Eltinger Straßenfest findet im Juni statt, 2013 zum 41. Mal.[30]
  • Das Musik- und Gastronomiefestival Nightgroove fand 2010 zum fünften Mal statt und hatte ungefähr 2500 Besucher.[31] Im Jahr 2011 fiel die Veranstaltung aus.[32]
  • Der Waldmeisterlauf in Warmbronn fand im Mai 2010 mit rund 1.800 Teilnehmern zum 34. Mal statt, erstmals mit einem Halbmarathon.[33]
  • Das Rockfestival Warmbronner Open Air findet seit 1985 jährlich auf dem Alten Waldsportplatz im Ortsteil Warmbronn statt und hatte zuletzt zwischen 2500 und 3500 Besucher. Von 2001 bis 2005 wurde es als rockXplosion bezeichnet.
  • Jeweils am letzten Wochenende im Juni findet das Waldfest des Musikvereins Höfingen statt. Bereits seit 1926 wird das Fest am Höfinger Waldeck gefeiert und ist damit das älteste Höfinger Fest. Das Waldfest beginnt traditionell mit einem Marsch des Musikvereins durch Höfingen und lockt jedes Jahr über tausend Besucher an.[34]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Leonberg hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1875: Otto Abel und Ehefrau Louise geb. Maier, Diakone
  • 1885: Karl von Varnbüler, Staatsminister (Höfinger Ehrenbürger)
  • 1879: Johann Friedrich Ostertag, Pfarrer und Schriftsteller (Eltinger Ehrenbürger)
  • 1922: Karl Maier, Rektor
  • 1924: Karl Hegele, Stadtpfleger
  • 1937: Jonathan Schmid, württembergischer Innen- und Wirtschaftsminister (vor einigen Jahren posthum wieder aberkannt)
  • 1948: Hermann Kerler, Amtmann
  • 1951: August Lämmle, Heimatdichter
  • 1952: Heinrich Längerer, Fabrikant
  • 1958: Carl Gottlob Müller, Bankdirektor
  • 1962: Heinrich Staudt, Kfz-Meister
  • 1964: Reinhold Vöster, Fabrikant (GEZE)
  • 1969: Emil Bammesberger, Fabrikant
  • 1998: Albrecht Goes, Pfarrer und Schriftsteller
  • 2000: Frei Otto, Architekt
  • 2013: Brigitte Vöster-Alber, Unternehmerin (GEZE)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Bärbel Häcker: Damals, Im Gerberstädtchen Leonberg. Bärbel Häcker, Leonberg, ISBN 978-3-00-037540-8, DNB 1021669504.
  • Wilfried Setzler u.a.: Leonberg – eine altwürttembergische Stadt und ihre Gemeinden im Wandel der Geschichte, Stuttgart 1992
  • Monica Mather und Renate Stäbler: Warmbronn – Geschichte eines altwürttembergischen Fleckens, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 10, Leonberg 2009, ISBN 978-3-933636-11-9
  • Eberhard Walz: Ein Gang durch 700 Jahre Leonberger Wirtschaftsgeschichte 1248/49–1948/49, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 9, Leonberg 2005, ISBN 978-3-933636-09-6
  • Joachim Baur und Birgit Wörner (Hrsg.): Konzentrationslager und Zwangsarbeit in Leonberg, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 8, Leonberg 2001, ISBN 978-3-933636-06-5
  • Stadtarchiv Leonberg (Hrsg.): Streifzüge durch 750 Jahre Leonberger Stadtgeschichte Beiträge zur Stadtgeschichte Band 7, Leonberg 2000, ISBN 978-3-933636-04-1
  • Renate Dürr u. a.: Nonne, Magd oder Ratsfrau. Frauenleben in Leonberg aus vier Jahrhunderten, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 6, Leonberg 1998, ISBN 978-3-933636-02-7
  • Anneliese Seeliger-Zeiss, Volker Trugenberger, Eberhard Walz: „ein seliges end und fröhliche ufferstehung“. Die Leonberger Grabmäler des Bildhauers Jeremias Schwartz in ihrer sozial- und kunstgeschichtlichen Bedeutung mit einer Studie zur frühen Baugeschichte der Stadtkirche, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 5, Leonberg 1998, ISBN 978-3-9803587-9-8
  • Ernst und Lilienne Haaf: „I läb no!“ – Die Leonberger Krankenhäuser – Geschichte und Geschichten, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 4, Leonberg 1996, ISBN 978-3-9803587-7-4
  • Eberhard Walz: „Johannes Kepler Leomontanus – Gehorsamer Underthan vnd Burgerssohn von Löwenberg“, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 3, Leonberg 1994, ISBN 978-3-9803587-3-6
  • Ulrich Keicher: „Schlummert sanft ihr modernde Gebeine". Leonberger Literaturgeschichte vom Mittelalter bis heute, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 2, Leonberg 1994
  • Clemens Heucke: Der sogenannte Leonberger Landtag, Beiträge zur Stadtgeschichte Band 1, Leonberg 1993, ISBN 978-3-9803587-0-5
  • Achim Landwehr: Policey im Alltag. Die Implementation frühneuzeitlicher Polizeyordnungen in Leonberg, Frankfurt a.M. 2000
  • Volker Trugenberger: Zwischen Schloss und Vorstadt. Sozialgeschichte der Stadt Leonberg im 16. Jahrhundert., Vaihingen/Enz 1984
  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1961.
  • Bärbel Häcker: Leise, leise, da liegt wieder einer … Im Leonberg der Weimarer Republik. Schwetzingen 2005, ISBN 3-00-017095-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leonberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Die Markungen von Leonberg und Sindelfingen haben an der L 1188 einen Berührungspunkt, am „Frauenkreuz“ an der alten Solitude-Rennstrecke
  3. Quelle: Ortslexikon BW (ONDB)
  4. Eberhard Walz, Katharina Kepler – die „Hexe von Leonberg“ in Renate Dürr u.a.: Nonne, Magd oder Ratsfrau. Frauenleben in Leonberg aus vier Jahrhunderten, Leonberg 1998, S. 82–84
  5. Bei Alemannia-Judaica.de: KZ-Friedhof innerhalb des städtischen Friedhofes Seestraße und Mahnmal Blosenberg
  6. Renate Stäbler/Monica Mather: Schwierigkeiten des Erinnerns. Über den Umgang der Leonberger mit dem KZ nach 1945. In: Aus Schönbuch und Gäu. Heft 1. 2003.
  7. Das bis zur Reformation bestehende „Archidiakonat St. Trinitatis ac Omnium Sanctorum“ (übersetzt: „Heilige Dreifaltigkeit zu Allerheiligen“) war in die Landkapitel Weil der Stadt, Grüningen (heute Markgröningen) und Vaihingen unterteilt.
  8. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  9. Leonberg auf Leo-BW, abgerufen am 5. Mai 2014.
  10. Autos mit roter Plakette müssen draußen bleiben Leonberger Kreiszeitung, 11. November 2011, abgerufen am 2. November 2012
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKC Verwaltungs GmbH (Hrsg.): Leonberg – Stadt mit Flair! o.J., abgerufen am 16. April 2012 (Auf dem Foto zu sehen ist die Römergalerie, quer gegenüber auf der anderen Kreuzungsseite ist am unteren Bildrand das Dach des Leo-Centers zu erkennen.).
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWerbegemeinschaft Faszination Altstadt Leonberg e.V. (Hrsg.): Geschäfte. o.J., abgerufen am 19. April 2012.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatElektro und Lichthaus Knapp GmbH / Elektro Bader GmbH (Hrsg.): Übersichtsplan der Werbegemeinschaft. o.J., abgerufen am 19. April 2012.
  14. Bürgerentscheid über Hallenbad Stuttgarter-Zeitung.de, 31. Januar 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  15. Sanierung sprengt Zwölf-Millionen-Marke Stuttgarter-Zeitung.de, 14. März 2013, abgerufen am 11. Februar 2014.
  16. Stille Nacht im Hallenbad: Eröffnung gekippt Stuttgarter-Nachrichten.de, 5. Dezember 2013, abgerufen am 11. Februar 2013.
  17. Liederkranz 1840 Leonberg e. V.
  18. Musikverein Lyra 1897 Eltingen e. V.
  19. Sinfonieorchester Leonberg
  20. Musikschule Villa Musica e. V.
  21. Die Laurentiuskirche Höfingen, Kirchengemeinde Höfingen, abgerufen 28. Oktober 2010
  22. Die Laurentiuskirche in Höfingen, Zeitreise BB, abgerufen 28. Oktober 2010
  23. Gipsabbau in Eltingen, Zeitreise-bb, abgerufen 8. Februar 2012
  24. Die Berliner Mauer im Leonberger Stadtpark, Stuttgarter Zeitung, Artikel vom 7. November 2009
  25. Ein Umzug voller bunter Geschichten am Wegesrand (Version vom 26. Februar 2014 im Internet Archive), Stuttgarter Zeitung, 10. Februar 2010.
  26. Der Leonberger Pferdemarkt – das traditionelle Highlight des Jahres abgerufen am 11. Februar 2014.
  27. Newsletter September 2005 (PDF; 288 kB), MV Stadtkapelle Leonberg, abgerufen 29. April 2010.
  28. Altjahrabendfeiern an Silvester, Stadt Leonberg, abgerufen 22. August 2010.
  29. Altstadtspektakel am Wochenende Leonberger Kreiszeitung, 14. September 2011, abgerufen am 2. November 2012.
  30. Das Eltinger Straßenfest und der Wandel, Stuttgarter Zeitung, veröffentlicht am 18. Juni 2010.
  31. Peter Meuer: Leonberg: Der Leuchtturm lotst ins Partyzentrum, Stuttgarter Zeitung, 12. September 2010, Zugriff am 23. Januar 2012.
  32. Die Leonberger Altstadt groovt nicht, Stuttgarter Zeitung, 5. August 2011, Zugriff am 23. Januar 2012
  33. Königs hat es beim Waldmeisterlauf eilig, Stuttgarter Nachrichten, Artikel vom 3. Mai 2010.
  34. Veranstaltungen des Musikvereins Höfingen, MV Höfingen, abgerufen am 14. November 2010.