Leonhard Lapin

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Leonhard Lapin

Leonhard Lapin (* 29. Dezember 1947 in Räpina, Estnische SSR, Sowjetunion) ist ein estnischer Architekt und Künstler.

Leben und Kunst[Bearbeiten]

Leonhard Lapin schloss 1965 die Mittelschule in Räpina ab. Von 1966 bis 1971 studierte er Architektur am Staatlichen Kunstinstitut der Estnischen SSR (estnisch ENSV Riiklik Kunstiinstituut) in Tallinn. Von 1971 bis 1974 war Lapin als Architekt bei der Restaurierungsbehörde der estnischen Hauptstadt tätig. Seit 1977 ist er Mitglied im Estnischen Künstlerverband (Eesti Kunstnike Liit), seit 1982 im Estnischen Architektenverband (Eesti Arhitektide Liit).

Ab 1990 war Lapin als Dozent an der Estnischen Kunstakademie (Eesti Kunstiakadeemia) tätig, seit 1995 mit dem Titel eines Professors. Von 1991 bis 1993 war er Chefredakteur der Zeitschrift Ehituskunst („Baukunst“).

Leonhard Lapin ist in den 1970er Jahren vor allem mit seinen Zeichnungen und Graphiken bekannt geworden[1], aber auch durch seine Interaktionen von Mensch und Maschine. Als führender Vertreter der estnischen Avantgarde stieg er in der Sowjetunion, aber auch im gesamten Ostseeraum schnell zu großer Bekanntheit auf. Er führte auch die ersten Happenings und Performances in Estland auf.

Unter dem Pseudonym Albert Trapeež veröffentlicht Lapin Lyrik. Seit den 1980er Jahren ist er bekennender Buddhist.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1989 wurde Leonhard Lapin der Kristjan-Raud-Preis verliehen. 1997 erhielt er den Kulturpreis der Republik Estland.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mait Väljas (Hrsg.): Arhitektuur lõpmatuseni. Leonhard Lapini kujunemine ja olemine arhitektuuris. Tallinn 2007 (ISBN 9789985982815)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eesti elulood. Tallinn: Eesti Entsüklopeediakirjastus 2000 (= Eesti entsüklopeedia 14) ISBN 9985-70-064-3, S. 224
  2. http://www.budcon.com/index.php?option=com_content&view=article&id=234%3Aleonhard-lapin&catid=53%3Aconferees&lang=en