Leonhard von Eck

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Leonhard von Eck

Leonhard von Eck (* 1480 in Kelheim; † 17. März 1550 in München) war ein bayerischer Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Aus „niederem, nichtturnierfähigen Adel“ stammend, promovierte er in Bologna zum Doktor. Herzog Wilhelm IV. von Bayern berief ihn 1514 in seine Regierung. Dort war der Hofrat als engster Berater des Herzogs die wichtigste Figur am bayerischen Hofe. Er prägte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts über 35 Jahre das politische, wirtschaftliche, religiös-geistige und soziale Leben Bayerns entscheidend mit. Leonhard von Eck schuf erste Ansätze von Zentralbehörden in Bayern und legte den Grundstein für die Stellung Bayerns als bedeutende katholische Macht in den folgenden Jahrzehnten. Er war 1524 maßgeblich am Zustandekommen eines Bündnisses katholischer Reichsstände im Regensburger Konvent beteiligt. Der hochbegabte und ehrgeizige Staatsmann starb am 17. März 1550 und wurde in seiner Heimatstadt Kelheim beigesetzt.

Seine Büste wurde in der Ruhmeshalle in München aufgestellt.

Leonhard von Eck war einer der größten Grundbesitzer in Bayern. Seinem einzigen Sohn Oswald (Schüler von Johannes Aventinus) hinterließ er Herrschaften in Randeck (Essing), Wolfsegg und Hof (Erdweg), Geld und Gut in Fülle. Dieser verarmte allerdings schon nach wenigen Jahren. Seine Besitzungen wurden zwangsweise versteigert und er starb 1570 in Regensburg.

Literatur[Bearbeiten]