Leonid Borissowitsch Kogan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Leonid Kogan und Maria Callas

Leonid Borissowitsch Kogan (russisch Леонид Борисович Коган, wiss. Transliteration Leonid Borisovič Kogan; * 14. November 1924 in Dnepropetrowsk; † 17. Dezember 1982 in einem Zug auf der Reise von Österreich in die Sowjetunion) war ein sowjetischer Violinvirtuose jüdisch-ukrainischer Abstammung.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Leonid Kogan repräsentierte neben David Oistrach und Eduard Gratsch die russisch-jüdische Tradition des Violinspiels. Er mied die Öffentlichkeit, was auch ein Grund dafür war, dass er stets im Schatten seines Freundes David Oistrach stand. Charakteristisch für Kogan ist, dass in seinen Interpretationen oft Krafteinsatz und Ausdrucksstärke über die Klangschönheit gestellt wurden, was zum Interpretationsideal der 1950er und 1960er Jahre nicht recht passte. Auch verwendete Kogan das Vibrato nur sehr sparsam. Um seinen Musizierstil zu kennzeichnen, wurde oft der Begriff vom „kalten Feuer“ verwendet.

Kogan wurde nur 58 Jahre alt. In seinen letzten Lebensjahren nahm sein künstlerisches Niveau bereits deutlich ab. Es schien, dass er nicht mehr die Energie zu seinem kraftraubenden Spiel aufbringen konnte.

Zu Kogans Schülern zählen Oleg Kagan, Viktoria Mullova und Alexandre Brussilovsky.

Sein Grab befindet sich auf dem Moskauer Nowodewitschi-Friedhof.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]