Leonid Dododschonowitsch Reiman

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Leonid Reiman (rechts)

Leonid Dododschonowitsch Reiman (russisch Леонид Дододжонович Рейман; * 12. Juli 1957 in Leningrad) ist ein russischer Geschäftsmann und Politiker. Er war von 1999 bis 2008 Minister und von 2008 bis 2010 offizieller Berater des Präsidenten der Regierung der Russischen Föderation.

Reiman absolvierte in den 1970er Jahren ein Ingenieursstudium an der Universität für Telekommunikation in Leningrad und war Chefingenieur bei der Leningrader Telefongesellschaft.

Ab 1992 war er Vize-Chef der staatlichen St. Petersburger Telefongesellschaft. 1994 war Reiman Mitgründer des Telekommunikationsunternehmen Telecominvest und in den folgenden Jahren im sich rasch entwickelnden russischen Telekommunikationssektor beruflich tätig.

Im Juni 1999 wurde er, zunächst als Staatssekretär und als Vorsitzender des damaligen Staatlichen Komitees für Telekommunikation (Gostelekom) in die russische Regierung berufen. Im November 1999 wurde Gostelekom in das Ministerium für Kommunikation und Information umgewandelt und Reiman wurde Minister.

Im Zuge einer Neuorganisation der russischen Regierung war Reiman von März bis Mai 2004 zunächst Erster Stellvertreter des Ministers für Verkehr und Kommunikation Igor Lewitin, bevor er am 20.Mai 2004 vom damaligen Präsidenten Wladimir Putin zum Ressortchef des neugebildeten Ministeriums für Informationstechnologien und Kommunikation ernannt wurde. Reiman gilt als Vertrauter von Putin mit dem er bereits in den 1990er Jahren in Sankt Petersburg zusammenarbeitete. Im Zuge der Regierumsumbildung nach der Wahl von Dmitri Medwedew zum Präsidenten im Mai 2008 verlor er sein Ministeramt und wurde offizieller Berater von Medwedew. Im September 2010 trat er dann von diesem Regierungsamt zurück.

Während und nach seiner Amtszeit wurde Reiman wiederholt vorgeworfen auch private Interessen im boomenden russischen Telekommunikationssektor zu verfolgen. Er soll sich bei der Privatisierung von Staatsbetrieben bereichert haben und Geldwäsche betrieben haben. So soll er über einen Strohmann Anteile an der Mobilfunkgesellschaft MegaFon erworben haben. Reiman hat diese Vorwürfe stets bestritten.

Reiman wurde mit dem Verdienstorden für das Vaterland 4. und 3. Stufe ausgezeichnet, er ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

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