Leonie Mann

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Carla Henriette Maria Leonie Mann (* 10. September 1916 in München; † 25. Oktober 1986 in Berlin, genannt Goschi) war eine deutsche Autorin und Übersetzerin aus der Literatenfamilie Mann.

Leonie Askenazy-Mann (rechts) 1958

Leben [Bearbeiten]

Leonie Mann war die einzige Tochter des Schriftstellers Heinrich Mann (1871–1950) aus dessen erster Ehe mit der tschechischen Schauspielerin Maria Kanová (1886–1947). Sie war verheiratet mit dem tschechischen Schriftsteller und Dramaturgen Ludvík Aškenazy (1921–1986). Ihre Söhne sind Jindřich Mann-Aškenazy (* 1948, Regisseur) und Ludvik Mann-Aškenazy (* 1956, Filmemacher). Sie lebte mit ihrem Ehemann bis 1968 in Prag, ab 1976 dann in Bozen. Öffentliche Aufmerksamkeit erhielt Leonie Mann erstmals im Jahr 1957, als sie Teile aus dem Nachlass ihres Vaters der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost) vermachte.

Ein weiteres Mal wurde die Öffentlichkeit im Jahr 1961 auf Leonie Mann aufmerksam, als sie der damaligen DDR-Regierung erlaubte, die Urne ihres Vaters, den das kommunistische Regime als literarischen Helden „verklärte“, von einem kleinen Friedhof in Santa Monica (Kalifornien, USA) auf dem Umweg über Prag am 25. März in ein Ehrengrab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin umzubetten.

Literatur [Bearbeiten]

  • Marianne Krüll: Im Netz der Zauberer – Eine andere Geschichte der Familie Mann. Durchges. und erg. Neuaufl. Fischer, Frankfurt 2005, ISBN 3-10-042030-6
  • Jindrich Mann: Prag, poste restante. Eine unbekannte Geschichte der Familie Mann. Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 978-3-498-04500-5
  • Michael Stübbe: Die Manns. Genealogie einer deutschen Schriftstellerfamilie. Degener & Co, 2004, ISBN 3-7686-5189-4

Weblinks [Bearbeiten]