Leonie Ossowski

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Leonie Ossowski

Leonie Ossowski, Pseudonym für Jolanthe Kurtz-Solowjew, geb. von Brandenstein (* 15. August 1925 in Röhrsdorf, Kreis Fraustadt, Grenzmark Posen-Westpreußen) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Leonie Ossowski wurde als Tochter eines adligen Gutsbesitzers aus dem Geschlecht der Brandensteins und der Schriftstellerin Ruth von Ostau geboren. Bei Kriegsende flüchtete sie nach Hessen, später nach Bayern und verkaufte dort auf Wochenmärkten ihre Bücher, arbeitete in einer Fabrik, in einem Fotolabor und als Sprechstundenhilfe. Sie lebte von 1978 bis 1993 mit ihrem dritten Mann zusammen, ließ sich dann scheiden und lebt seitdem allein. Sie hatte sieben Kinder, darunter den Theologen Louis-Ferdinand von Zobeltitz.

Anfang der 1950er Jahre begann sie unter ihrem Pseudonym Kurzgeschichten zu schreiben. Bei einem Besuch in der DDR bekam sie 1953 den Auftrag für ein Drehbuch zu einem Spielfilm und veröffentlichte 1958 in der DDR den Roman Stern ohne Himmel. Im selben Jahr zog sie mit ihrer Familie nach Mannheim. Im Jahr 1968 erschien ihr erster Roman in der BRD. In den 1970er-Jahren arbeitete sie als Sozialarbeiterin, betreute Jugendliche im Gefängnis und installierte eine WG für haftentlassene Jugendliche. 1980 zog sie nach Berlin.

In den meisten ihrer Romane und Jugendbücher steht unter dem Motto „Erinnern und Berührtsein“ die Darstellung aktueller Zeitthemen im Mittelpunkt. Vergangenheit und Gegenwart bilden dabei keinen Gegensatz.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Werke

  • Stern ohne Himmel, 1958
  • Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?, Roman, 1968
  • Zur Bewährung ausgesetzt. Bericht über Versuche kollektiver Bewährungshilfe, 1972
  • Mannheimer Erzählungen, 1974
  • Weichselkirschen, Roman, 1976 (1. Teil der Schlesien Trilogie)
  • Die große Flatter, Roman, 1977
  • Blumen für Magritte, Erzählungen, 1978
  • Liebe ist kein Argument, Roman, 1981
  • Wilhelm Meisters Abschied, Roman, 1982
  • Littel fasst einen Entschluss und andere Erzählungen, 1983
  • Neben der Zärtlichkeit, Roman, 1984
  • Wolfsbeeren, Roman, 1987 (2. Teil der Schlesien Trilogie)
  • Das Zinnparadies, 1988
  • Weckels Angst, 1991
  • Holunderzeit, Roman, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 199l der Schlesientrilogie)
  • Von Gewalt keine Rede. Zwei Erzählungen, 1992
  • Die Maklerin, Roman, 1994
  • Herrn Rudolfs Vermächtnis, Roman, Hoffmann & Campe, Hamburg 1997 als Heyne Taschenbuch, München 1998, ISBN 3-453-13756-6.
  • Das Dienerzimmer, Roman, 1999
  • Die schöne Gegenwart, Roman, 2001
  • Espenlaub, Roman, 2003
  • Der Löwe im Zinnparadies, 2003
  • Der einarmige Engel, Roman, 2004

[Bearbeiten] Drehbücher

[Bearbeiten] Literatur

  • Rolf Esser: Literatur-Kartei zum Jugendbuch von Leonie Ossowski "Die große Flatter".
  • Ekkehart Mittelberg u. Herbert Fuchs: Interpretation und Stundenausarbeitungen zu Leonie Ossowski: Die grosse Flatter. Frankfurt am Main: Hirschgraben-Verl. 1984. ISBN 3-454-50101-6
  • Elwira Pachura: Polen - die verlorene Heimat. Zur Heimatproblematik bei Horst Bienek, Leonie Ossowski, Christa Wolf, Christine Brückner. Stuttgart: Ibidem-Verl. 2002. ISBN 3-89821-205-X
  • Pawel Zimniak: Die verlorene Zeit im verlorenen Reich. Christine Brückners Familiensaga und Leonie Ossowskis Familienchronik. Zielona Góra: Wydaw. Wy·zszej Szkoly Pedagog. 1996. ISBN 83-86832-13-4

[Bearbeiten] Weblinks

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