Leopold I. (Habsburg)
Leopold I. (* 4. August 1290 in Wien; † 28. Februar 1326 in Straßburg) war Herzog von Österreich und der Steiermark. Er wird auch als Der Glorwürdige oder Das Schwert Habsburg bezeichnet.
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Leben [Bearbeiten]
Leopold I. wurde als dritter Sohn von König Albrecht I. († 1308) und Elisabeth von Kärnten geboren. Nach dem Tod seiner Eltern wurde er das Oberhaupt der Familie der Habsburger. Ihm oblag die Verwaltung der österreichischen Vorlande und er unterstützte seinen Bruder Friedrich den Schönen bei der Wahl zum deutschen König gegen Ludwig von Bayern. Im Kampf gegen die Schweizer Eidgenossen unterlag Leopold bei Morgarten am 15. November 1315. Nach der Niederlage bei Mühldorf 1322, die als Schlacht bei Ampfing bekannt ist, setzte sich Leopold intensiv für die Freilassung seines gefangenen Bruders ein und schickte ihm sogar die Reichskleinodien.
Nachkommen [Bearbeiten]
Aus seiner Ehe mit Elisabeth von Savoyen[1][2] (* zw. 1297 und ~ 1305[3], † 12. Juni 1330), der Tochter des Grafen Amadeus V. von Savoyen aus dem Haus Savoyen, im Jahre 1315 geschlossen, hatte er zwei Töchter:
- Agnes (* um 1315; † 1392)
- ∞ Herzog Bolko (Boleslaus) II. von Schweidnitz (Schlesien), aus dem Haus der Piasten
- Katharina (* 28. Februar 1320; † 28. September/Oktober 1349 an der Pest)[4]
- ∞ Enguerrand VI. de Coucy; ihr Sohn war Enguerrand VII. de Coucy (Haus Gent)
- ∞ Graf Konrad von Hardegg aus dem Haus Querfurt
Rezeption [Bearbeiten]
Durch die kaiserliche Entschließung von Franz Joseph I. vom 28. Februar 1863 wurde Leopold I. in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen, zu deren Ehren und Andenken auch eine lebensgroße Statue in der Feldherrenhalle des damals neu errichteten k.k. Hofwaffenmuseums (heute: Heeresgeschichtliches Museum Wien) errichtet wurde. Die Statue wurde 1870 vom Bildhauer Josef Gasser aus Carrara-Marmor geschaffen, gewidmet wurde sie von Kaiser Franz Joseph selbst.[5]
Literatur [Bearbeiten]
- Günther Hödl: Herzog Leopold I. von Österreich (1290–1326). phil. Diss. Universität Wien 1964
- Alfons Huber: Leopold I., Herzog von Oesterreich und Steiermark. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 18, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 391 f.
- Walter Koch: Leopold I. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 285–287 (Digitalisat).
- Constantin von Wurzbach: Leopold I. der Glorreiche, Herzog von Oesterreich. Nr. 165. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 6, Verlag L. C. Zamarski, Wien 1860, S. 409–411.
Weblinks [Bearbeiten]
- Eintrag über Leopold I. in der Datenbank „Gedächtnis des Landes“ zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Landesmuseum Niederösterreich)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Wurzbach: Habsburg, Elisabeth von Savoyen. Nr. 58. In: Biographisches Lexikon. Band 6, Wien 1860, S. 164.
- ↑ Katherina (?), nach Hübner’s Genealogischen Tabellen. Bd. I, Tab. 125 – dieses nach Wurzbach: Elisabeth von Savoyen „wohl eine Verwechslung der Namen von Mutter und Tochter, welche letztere Katherina hieß“
- ↑ Hochzeit ihrer Mutter, Geburt ihrer jüngeren Schwester Anna von Savoyen, nachmalige Kaiserin in Byzanz
- ↑ Wurzbach: Habsburg, Katharina von Oesterreich (gest. 28. October 1349). Nr. 154. In: Biographisches Lexikon. Band 6, Wien 1860, S. 400.
- ↑ Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Das Museum und seine Repräsentationsräume. Kiesel Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7023-0113-5, S. 30
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Albrecht I. | Graf von Habsburg 1308–1326 |
Friedrich I. |
| Herzog von Österreich und Steiermark 1308-1326 (mit Friedrich I.) |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leopold I. |
| KURZBESCHREIBUNG | Herzog von Österreich und der Steiermark |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1290 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 28. Februar 1326 |
| STERBEORT | Straßburg |
