Leopold Salvator von Österreich-Toskana

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Erzherzog Leopold Salvator von Österreich-Toskana, 1905

Leopold Salvator von Österreich-Toskana (* 15. Oktober 1863 in Alt-Bunzlau, Böhmen; † 4. September 1931 in Wien) aus dem Hause Habsburg-Lothringen, (Linie Habsburg-Lothringen-Toskana) war Erzherzog von Österreich, Feldmarschalleutnant und Feldzeugmeister.

Leben[Bearbeiten]

Erzherzog Leopold Salvator, mit vollem Namen Leopold Salvator Maria Joseph Ferdinand Franz von Assisi Karl Anton von Padua Johann Baptist Januarius Aloys Gonzaga Rainer Wenzel Gallus von Österreich-Toskana, wurde als ältester Sohn des Erzherzog Karl Salvator von Österreich-Toskana und Maria Immaculata von Neapel-Sizilien, Prinzessin von Bourbon-Sizilien 1863 geboren. Er war ein Enkel Leopolds II. der Toskana. Als Spross des toskanischen Zweiges des Hauses Habsburg-Lothringen genoss er eine liberale Erziehung.

Erzherzog Leopold Salvator, 1904

Ausbildung und Karriere[Bearbeiten]

Erzherzog Leopold Salvator trat 1878 als Leutnant in das k. k. Infanterie-Regiment Nr. 77 ein und erhielt 1881-83 seine militärische Ausbildung an der Technischen Militärakademie in Wien. Nach verschiedenen Truppenverwendungen absolvierte er 1887-89 die Kriegsschule und kam als Major zum Korpsartillerie-Regiment Nr. 11 nach Lemberg (1891 Oberstleutnant). Im Oktober 1892 zum Obersten befördert, kommandierte er ein Bataillon des Infanterie-Regiment Nr. 24 in Lemberg, seit September 1894 das Korpsartillerie-Regiment Nr. 13 in Agram; im März 1896 erfolgte seine Ernennung zum Kommandanten der 13. Artilleriebrigade in Agram (April 1896 Generalmajor).

1898 kehrte Erzherzog Leopold Salvator wieder zur Infanterie zurück: Er kommandierte die 72. Infanteriebrigade, dann – 1899 als Feldmarschalleutnant – die 36. Infanterie-Truppendivision in Zagreb (Agram), 1900-06 schließlich die 25. Infanterie-Truppendivision in Wien. Am 27. Oktober 1906 wurde Erzherzog Leopold Salvator zum Feldzeugmeister, am 20. April 1907 zum General-Artillerie-Inspektor ernannt.

Er war somit Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen und führte bis 1919 den Titel Erzherzog von Österreich (siehe Adelsaufhebungsgesetz).

Doña Blanca de Borbón, Erzherzogin von Österreich-Toskana

Nachkommen[Bearbeiten]

Am 24. Oktober 1889 heiratete Leopold Salvator Blanca de Castilla de Borbón (1868–1949), die älteste Tochter des Infanten Carlos María de Borbón, Herzog von Madrid (1848–1909), als „Carlos VII.Prätendent auf den spanischen Thron, und seiner Frau Prinzessin Margarita von Bourbon-Parma (1847–1893).

  • Maria de los Dolores Beatrix (1891–1974)
  • Maria Immaculata (1892–1971)
  • Margaretha (1894–1986)
  • Rainier (1895–1930)
  • Leopold Maria Alphons (1897–1958)
∞ 1919–1931 (morg.) Dagmar Baroness Nicolics-Podrinska
∞ 1932 (morg.) Alicia Gibson Coburn
  • Maria Antonia (1899–1977)
∞ 1924 Don Ramón de Orlandis y Villalonga († 1936)
∞ 1942 Luis Perez Sucre
∞ 1931–1954 Ileana Prinzessin von Hohenzollern-Sigmaringen
  • Assumpta Alice (1902–1993)
∞ 1939–1950 Joseph Hopfinger
∞ 1937–1938 (morg.) Maria Aloisa Baumer
∞ 1962 (morg.) Maria Elena Seunig
∞ 1928–1950 Doña Christa Satzger de Bálványos

Literatur[Bearbeiten]