Leopoldo Calvo-Sotelo

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Leopoldo Calvo-Sotelo 1976

Leopoldo Calvo-Sotelo Bustelo (Marqués de la Ría de Ribadeo; * 14. April 1926 in Madrid, Spanien; † 3. Mai 2008 in Pozuelo de Alarcón) war ein konservativer spanischer Politiker und von Februar 1981 bis Dezember 1982 Ministerpräsident seines Landes.

Leben[Bearbeiten]

1951 schloss Leopoldo Calvo-Sotelo sein Ingenieurstudium ab und promovierte 1960. Zwischen 1967 und 1968 war er Präsident der RENFE (Spanische Eisenbahn), anschließend Vorstandsvorsitzender des Chemieunternehmens Unión Explosivos Riotinto.

Politische Ämter[Bearbeiten]

Als Vertreter der Chemieunternehmen gehörte er von 1971 bis 1975 den Cortes an, der nicht gewählten Interessensgruppenvertretung während des Franco-Regimes.

Er war nach dem Tod Francisco Francos zwischen Dezember 1975 und Juli 1976 Wirtschaftsminister und später Minister in verschiedenen Ressorts (insbesondere Öffentliche Bauten) in Regierungen von Adolfo Suárez, seines Vorgängers als Ministerpräsidenten.

Ministerpräsident[Bearbeiten]

1981 wurde er als Spitzenkandidat der Sammlungspartei Unión de Centro Democrático (UCD) selbst zum Ministerpräsidenten gewählt. Während seiner Wahl zum Ministerpräsidenten am 23. Februar 1981 fand der letztlich gescheiterte Putschversuch des Oberstleutnants Antonio Tejero, in Spanien bekannt unter der Bezeichnung 23-F, statt. Wichtigste Entscheidung seiner Amtszeit war der Beitritt Spaniens zur NATO im Mai 1982. Calvo-Sotelo regierte bis Dezember 1982. Nach einer katastrophalen Wahlniederlage der UCD wurde er vom sozialistischen Gegenkandidaten Felipe González abgelöst.

Spätere Karriere[Bearbeiten]

Von 1986 bis 1989 war Leopoldo Calvo-Sotelo Mitglied des Europaparlamentes. Am 25. Juni 2002 wurde er von König Juan Carlos I. zum Marqués und Granden von Ría de Ribadeo ernannt. Calvo-Sotelo war auch Mitglied der Real Academia de Ciencias Morales y Políticas.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Adolfo Suárez Ministerpräsident Spaniens
1981–1982
Felipe González