Leopoldo Fregoli

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Leopoldo Fregoli (* 1867 in Rom; † 1936 ebenda) war ein italienischer Verwandlungskünstler.

Er wechselte nicht bloß die Kleidung in erstaunlicher Schnelle, vielmehr auch Stimme, Verhalten (Habitus) sowie Charakter und sang auch Sopran.

Nachdem er eine Vorstellung von Alexander Herrmann gesehen hatte, stellte er mit einem Freund eine Zaubernummer zusammen und trat mit diesem zusammen mit einer spiritistischen Nummer nach dem Vorbild der Gebrüder Davenport auf. Seine erste eigene Nummer entwickelte er erst 1887 im Militärdienst in Afrika. Er hatte dort den Auftrag Vorstellungen für die Militärtruppen zu organisieren und musste, da es wenige Schauspieler gab, mehrere Rollen einnehmen und spielen. 1890 kam er zurück in seine Heimat Rom. Er sprach bei seinen Auftritten mit 50 verschiedenen Stimmen, bot Imitationen dar und spielte drei verschiedene Instrumente. 1893 machte er eine Tournee durch Italien. Der Erfolg blieb jedoch aus.

1896 führte sein Weg durch Spanien, Süd- und Nordamerika. Auf dieser Reise entwickelte er „El Dorado“, eine Vorstellung mit „komisch-lyrisch-dramatisch-musikalischen Stücken mit ca. 60 Verwandlungen“. Er feierte mit diesem Stück erstmals große Erfolge, die sich auch in Europa fortsetzten. Nach seiner Rückkehr trat er sehr erfolgreich in Portugal, Frankreich, Deutschland, England, Russland auf. 1897 kam er dann nach Rom zurück. 1925 verkündete Fregoli sein Karriereende und zog sich von der Bühne zurück.

Sein Name lebt im Begriff Fregoli-Mantel (Wendemantel) weiter. Nach ihm benannt ist auch das Fregoli-Syndrom, eine Art der Paranoia, bei der die Erkrankten davon überzeugt sind, dass Bekannte entweder in die Körper von Fremden schlüpfen oder sich als solche verkleiden, oder z. B. ein Familienmitglied die Gestalt eines anderen angenommen hat.