Leptospermum

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Leptospermum
Leptospermum scoparium

Leptospermum scoparium

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Leptospermoideae
Gattung: Leptospermum
Wissenschaftlicher Name
Leptospermum
J.R.Forst. & G.Forst.

Leptospermum ist eine Pflanzengattung in der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae).

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten]

Illustration von Leptospermum scoparium
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüte von Leptospermum scoparium

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Leptospermum-Arten sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume, die Wuchshöhen von 1 bis 8 oder selten 15 bis 20 Metern erreichen. Die ganzen Pflanzen enthalten ätherische Öle.

Die gegenständig und spiralig am Zweig angeordneten Laubblätter sind einfach, können klein bis mittelgroß sein und haben einen glatten Blattrand. Nebenblätter sind vorhanden.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder zu wenigen in zymösen Blütenständen zusammen. Die zwittrigen oder funktional männlichen Blüten sind radiärsymmetrisch, fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind weiß, rosafarben oder rot. In der Regel sind sehr viele (5 bis 55) fertile Staubblätter vorhanden. Zwei bis zwölf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen mit einem Griffel und einer Narbe. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie).

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Sie bilden trockene Kapselfrüchte mit einigen oder vielen, geflügelten oder ungeflügelten, leichten Samen.

Photoperiodismus[Bearbeiten]

Leptospermum-Arten sind Kurztagpflanzen, deren kritische Tageslänge von der Temperatur abhängig ist. Unter Langtagbedingungen kommt es bei über 20 °C zu einem kräftigen Längenwachstum.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Leptospermum wurde 1776 durch Johann Reinhold Forster und Georg Forster aufgestellt. Typusart ist Leptospermum scoparium J.R.Forst. & G.Forst. Der botanische Gattungsname Leptospermum leitet sich aus den griechischen Wörtern leptos für zart oder dünn und sperma für Samen ab. Synonyme für Leptospermum J.R.Forst. & G.Forst. sind: Agonomyrtus Schauer ex Rchb., Fabricia Gaertn., Glaphyria Jack, Leptospermopsis S.Moore, Macklottia Korth.[1]

Die Gattung Leptospermum ist hauptsächlich in Australien weitverbreitet, die größte Artenvielfalt gibt es dabei im Süden des Kontinents. Das Verbreitungsgebiet zweier Arten reicht bis Malaysia und die Art Leptospermum scoparium ist in Neuseeland beheimatet.

Es gibt etwa 80 bis 87 Leptospermum-Arten:[2][1]

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten und ihre Sorten sind Zierpflanzen.

Aus einigen Arten stellten die ersten australischen Siedler einen Tee-Ersatz her.[3]

Aus der Südseemyrte oder Manukastrauch (Leptospermum scoparium) wird das Manukaöl gewonnen. Dieses ätherische Öl dient heute der Körperpflege. Aus den Blättern und jungen Zweigen wird es durch schonende Wasserdampfdestillation gewonnen. Es ist gelblich-klar, aromatisch duftend und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Es macht die Haut widerstandsfähiger, fördert Wundheilung und Vernarbung, hilft bei Herpes und Pilzerkrankungen und soll verträglicher sein als das bekanntere australische Teebaumöl. Die Ureinwohner Neuseelands, die Māori, behandelten mit Pflanzenteilen Verbrennungen, Entzündungen, Insektenstiche und Verwundungen ihrer Krieger.

Weitere Bilder[Bearbeiten]

Leptospermum laevigatum

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck Rafaël Govaerts (Hrsg.): Syzygium - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 29. Januar 2015
  2. Leptospermum im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. Einträge zu Leptospermum bei Plants For A Future

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leptospermum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien