Leslie Caron

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Leslie Claire Margaret Caron (* 1. Juli 1931 in Neuilly-sur-Seine bei Paris) ist eine französische Tänzerin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Das Licht der Welt erblickte Leslie Caron in dem von ihren Großeltern errichteten Haus Nummer 35 am Boulevard de la Seine in Neuilly-sur-Seine.[1]

Als Tochter einer US-amerikanischen Tänzerin erhielt sie schon im Kindesalter Tanzunterricht und absolvierte von 1944 bis 1946 ein Tanzstudium am Pariser Konservatorium. Drei Jahre später wurde Caron Primaballerina am Ballet des Champs-Elysées. Dort wurde sie von Gene Kelly entdeckt, der ihr eine Rolle in seinem nächsten Musicalfilm Ein Amerikaner in Paris verschaffte. Die Kinoproduktion wurde mit sechs Oscars ausgezeichnet und hatte für Caron weitere Filmangebote zur Folge.

1953 erhielt sie für ihre Rolle in dem Liebesfilm Lili einen British Film Academy Award als beste ausländische Schauspielerin und eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Dies wiederholte sich 1962 mit dem Melodram Das indiskrete Zimmer. In den 1960ern trat sie vorwiegend in Europa in verschiedenen Musical- und Broadway-Produktionen auf, wandte sich in ihren Filmrollen aber von Musicals ab und spielte in Komödien, Abenteuerfilmen und Filmdramen mit. So war sie 1979 beispielsweise in dem Sportlerdrama Golden Girl neben Susan Anton und dem Deutschen Curd Jürgens zu sehen.

1989 war sie Jurypräsidentin der Berlinale und des World Film Festivals. Sie ist Anfang des 21. Jahrhunderts die einzige Schauspielerin aus der Riege der Musicalstars der 50er, die noch als Schauspielerin aktiv ist. So war sie 2000 in dem weltweiten Kino-Erfolg Chocolat als Madame Audel zu sehen. Ihre bislang letzte Rolle spielte sie 2006 in der TV-Serie Law & Order: Special Victims Unit (Law and Order: New York): Für die Rolle eines Vergewaltigungsopfers erhielt sie 2007 erstmals einen Emmy Award.

Caron ist dreifach geschieden. Zwischen 1951 und 1954 war sie mit dem Filmkomponisten Geordie Hormel verheiratet, zwischen 1956 und 1965 mit dem Regisseur Peter Hall. Aus der zweiten Ehe gingen zwei Kinder hervor. Ihre dritte Ehe mit dem Regisseur und Filmproduzenten Michael Laughlin hielt von 1969 bis 1980. Zwischen 1994 und 1995 war sie mit dem Schauspieler Robert Wolders liiert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Leslie Caron (1953)
Leslie Caron (2009)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1954: Oscar-Nominierung für Lili (Beste Hauptdarstellerin)
  • 1954: British Film Academy Award für Lili (Beste ausländische Darstellerin)
  • 1959: Golden-Globe-Nominierung für Gigi (Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical)
  • 1959: Laurel Award für Gigi (Beste weibliche Musical-Darstellung)
  • 1962: Golden-Globe-Nominierung für Fanny (Beste Hauptdarstellerin – Drama)
  • 1963: British Film Academy Award für Das indiskrete Zimmer (Beste britische Darstellerin)
  • 1964: Golden Globe Award für Das indiskrete Zimmer (Beste Hauptdarstellerin – Drama)
  • 1964: Oscar-Nominierung für Das indiskrete Zimmer (Beste Hauptdarstellerin)
  • 1989: International Award der Women in Film Crystal Awards
  • 1996: Preis für das Lebenswerk auf dem Palm Springs International Film Festival
  • 2005: Preis für das Lebenswerk auf dem Sarasota Film Festival
  • 2007: Emmy für Law & Order: Special Victims Unit (Beste Gastdarstellerin in einer Dramaserie)
  • 2009: Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (6153 Hollywood Blvd.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leslie Caron – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leslie Caron: Thank Heaven …, JR Books, London, 2009, S. 175 / ISBN 978-1-906779-24-5