Leslie West

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Dieser Artikel behandelt den US-amerikanischen Rockmusiker. Zum gleichnamigen britischen Radrennfahrer siehe unter Les West.

Leslie West (* 22. Oktober 1945 in New York als Leslie Weinstein) ist Gründer, Sänger und Gitarrist der Rockband Mountain.

Leslie West, live 2008

Leben[Bearbeiten]

West wurde in New York geboren und wuchs in Hackensack, New Jersey auf. Nach der Scheidung seiner Eltern änderte er seinen Nachnamen von Weinstein in West. Er lernte im Alter von 12 Jahren klassische Gitarre zu spielen. Später interessierten ihn besonders Cream und The Beatles. Er war zuerst Mitglied der Band The Vagrants, die im Jahr 1967 mit der Cover-Version des Songs Respect erfolgreich wurde. Die Veröffentlichungen der Band The Vagrants wurden teilweise von Felix Pappalardi produziert.

Mountain wurde im Jahr 1969 von West und Pappalardi gegründet. West hatte zuvor sein gleichnamiges erstes Soloalbum veröffentlicht. Mountain wurde oft mit Cream verglichen, mit der Pappalardi zusammengearbeitet hatte. Rolling Stone nannte Mountain „eine lautere Version von Cream“. Wests Gitarrenspiel wies jedoch immer Richtung Rock, während Eric Clapton zu dieser Zeit noch klar im Bluesrock verhaftet war. Nicht nur deshalb wurde Mountain oft auch als erste Hardrockband der Welt bezeichnet. Hierbei muss aber bedacht werden, dass Led Zeppelins Debütalbum auch 1969 erschien. Leslie West wurde später von einigen Gitarristen aus dem Hard&Heavy-Bereich wie Eddie Van Halen oder Zakk Wylde als Vorbild bzw. Jugendidol genannt.

Am Samstag, den 16. August 1969 trat die Band beim Woodstock-Festival auf, ergänzt durch den Keyboarder Steve Knight. Die Band hatte ihre größten Erfolge mit Mississippi Queen und dem von Jack Bruce geschriebenen Theme for an Imaginary Western.

Nach der Trennung von Mountain veröffentlichten West und Mountains Schlagzeuger Corky Laing zusammen mit Jack Bruce zwei Studio- und ein Livealbum unter dem Namen West, Bruce and Laing.

1974 kam es zur Reunion von Mountain, die aber nicht bis zum Ende des gleichen Jahres hielt. Es wurde in dieser Zeit das letzte unter Mitwirkung Pappalardis aufgenommene Studioalbum „Avalanche“ veröffentlicht. Mountain trat dann bis heute sporadisch immer mal wieder in Erscheinung.

West arbeitete musikalisch in den 1970er Jahren noch mit The Who auf ihrem Album „Who´s next“ und Bo Diddleys 1976 veröffentlichtem Album zusammen. Ende 1975 war West einige Zeit als Ersatz für den bei Lynyrd Skynyrd ausgestiegenen Ed King im Gespräch. Es folgten auch noch gemeinsame Veröffentlichungen bzw. Gastauftritte mit Joe Bonamassa und Ozzy Osbourne.

West zählt heute Eric Clapton zu seinen größten musikalischen Einflüssen.

Im Juni 2011 wurde West ein Teil des unteren rechten Beines aufgrund von lebensgefährlichen Komplikationen seiner Diabeteserkrankung amputiert.[1] Sein erster öffentlicher Auftritt bereits zwei Monate nach der Operation war das Rock 'N' Roll Fantasy Camp in den Gibson Studios am 13. August 2011 in New York.[2]

Equipment[Bearbeiten]

Gibson Les Paul Junior

Obwohl er im weiteren Verlaufs seines Lebens zahlreiche andere Instrumente und Verstärker benutzte, die seinen veränderten Klangvorstellungen entsprachen, wird Leslie West heute vor allem mit einer Gibson Les Paul Junior in Verbindung gebracht. Während der Mountain-Periode favorisierte er eine in dem Farbton „sunburst“ und eine in „TV Yellow“. Als Verstärker benutzte er zu der Zeit Sunn Amplifiers. Der Klang dieser Kombination wird heute in der Gitarrenszene direkt mit Leslie West assoziiert und ist sein Markenzeichen geworden. Von der Firma Dean Guitars gibt es ein Leslie-West-Signaturmodell, das bis auf den Tonabnehmer sehr stark an eine Les Paul Junior erinnert.[3]

Diskographie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Still Climbing
  US 198 16.11.2013 (… Wo.)
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Soloalben[Bearbeiten]

  • 1969 Mountain
  • 1975 The Great Fatsby
  • 1976 The Leslie West Band
  • 1988 Theme
  • 1989 Alligator
  • 1989 Night of the Guitar - Live!
  • 1993 Live
  • 1994 Dodgin' the Dirt
  • 1999 As Phat as It Gets
  • 2002 Mystic Fire
  • 2003 Blues to Die For
  • 2005 Guitarded
  • 2005 Got Blooze
  • 2006 Blue Me
  • 2011 Unusual Suspects
  • 2013 Still Climbing

Mountain[Bearbeiten]

  • 1970 Climbing!
  • 1971 Nantucket Sleighride
  • 1971 Flowers of Evil, teilweise live
  • 1972 Mountain Live: The Road Goes Ever On, live
  • 1974 Twin Peaks, live
  • 1974 Avalanche
  • 1985 Go for Your Life
  • 1996 Man´s World
  • 2002 Mystic Fire
  • 2007 Masters of War

West,Bruce and Laing[Bearbeiten]

  • 1972 Why Dontcha
  • 1973 Whatever Turns You On
  • 1974 Live ´n´ Kickin´

Quellen[Bearbeiten]

  1. Meldung bei reuters.com
  2. Meldung bei bmansbluesreport.com
  3. Signaturmodell bei deanguitars.com

Weblinks[Bearbeiten]