Lettweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lettweiler
Lettweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lettweiler hervorgehoben
49.734487.72498352Koordinaten: 49° 44′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Meisenheim
Höhe: 352 m ü. NHN
Fläche: 6,28 km²
Einwohner: 220 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67823
Vorwahl: 06755
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 058
Adresse der Verbandsverwaltung: Obertor 13
55590 Meisenheim
Webpräsenz: www.meisenheim.de
Ortsbürgermeister: Hans-Werner Lamb
Lage der Ortsgemeinde Lettweiler im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild

Lettweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Meisenheim an.

Geographie[Bearbeiten]

Das noch weitgehend erhaltene Straßendorf liegt im Nordpfälzer Bergland in einem Seitental des Glan. Im Norden befindet sich Odernheim am Glan, im Osten Obermoschel, im Süden Unkenbach und westlich liegt Rehborn.

Etwa drei Kilometer (Luftlinie) östlich des Ortskerns liegt die zu Lettweiler gehörende, von Mennoniten begründete Siedlung Neudorferhof.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde um das Jahr 1194 unter dem Namen „Litwilre“ erstmals urkundlich erwähnt. Werner II. von Bolanden hatte das Dorf zu Lehen vom Mainzer Erzbischof. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Herrschaftsverhältnisse mehrmals.[2]

Im Jahr 1603 wurde das Dorf von Nassau-Saarbrücken an Pfalz-Zweibrücken abgetreten, bei dem es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts blieb.[2]

Von 1798 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Obermoschel im Departement Donnersberg.

Nach dem Wiener Kongress kam Lettweiler 1816 zum Rheinkreis in Bayern, wo es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verblieb. Bei der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform 1969 wurde es vom Landkreis Rockenhausen in den Landkreis Bad Kreuznach umgegliedert.

Die evangelische bzw. die römisch-katholischen Kirchengemeinden Lettweilers (Pfarramt Odernheim/Dekanat Obermoschel) gehören zur Evangelischen Kirche der Pfalz und zum Bistum Speyer. Seit 1889 befindet sich im Ortsteil Neudorferhof eine Mennonitenkirche, deren Gemeinde über die Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Mennonitengemeinden zur Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland gehört. Im Jahr 2013 gehörten ihr 33 Mitglieder an[3]; in dieser Zahl sind Kinder und Jugendliche nicht enthalten, da Mennoniten nur Menschen taufen bzw. als Mitglieder aufnehmen, die dieses nach ihrer persönlichen Entscheidung wünschen.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lettweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 382
1835 466
1871 529
1905 509
1939 380
Jahr Einwohner
1950 426
1961 339
1970 311
1987 241
2005 249

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lettweiler besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Weinbau[Bearbeiten]

Lettweiler besitzt eine alte Weinbautradition. Die Weinberge gehören zum Weinbaugebiet Nahe.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Lettweiler gibt es einen Sportplatz und eine Mehrzweckhalle. Im Südosten verläuft die Bundesstraße 420. In Staudernheim ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lettweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Wilhelm Fabricius: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung, Bonn: Behrendt, 1914, S. 429 (dilibri.de)
  3. Mennonitisches Jahrbuch 113 (2014), S. 185.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen