Letzlingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

52.44694444444411.48555555555671Koordinaten: 52° 26′ 49″ N, 11° 29′ 8″ O

Letzlingen
Wappen von Letzlingen
Höhe: 71 m
Fläche: 64,71 km²
Einwohner: 1532 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 39638
Vorwahl: 039088
Karte Algenstedt Berge Breitenfeld Dannefeld Estedt Gardelegen Hemstedt Hottendorf Jeggau Jeseritz Kloster Neuendorf Köckte Letzlingen Lindstedt Mieste Miesterhorst Peckfitz Potzehne Roxförde Sachau Schenkenhorst Seethen Seethen Sichau Sichau Solpke Wannefeld Wiepke Zichtau Jävenitz Jerchel Jerchel Kassieck
Über dieses Bild

Lage der Ortschaft Letzlingen in Gardelegen

Letzlingen ist eine Ortschaft sowie ein Ortsteil der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Letzlingen liegt in der weitläufigen Wald- und Heidefläche der Colbitz-Letzlinger Heide rund 50 km nördlich von Magdeburg direkt an der Bundesstraße 71. Zur Gemarkung des Ortes gehören auch große Teile des östlich gelegenen Truppenübungsplatzes Altmark , darunter ist auch die ehemalige Ortslage der Wüstung Salchau.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1910 lebten 1378 Einwohner in Letzlingen.[1]

Politik[Bearbeiten]

Letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Letzlingen war Regina Lessing.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Grün und Silber, vorn ein gezinnter silberner Turm mit zwei pfahlweise angeordneten Fensteröffnungen, hinten eine fünfendige rote Geweihstange.“

Letzlingen war einst ein unbedeutendes kleines Heidedorf, das 300 Jahre wüst lag, bis es 1701 erneut als Kolonistendorf entstand. Zuvor entstand die sogenannte „Alte Försterei“, dann das Jagdschloss der Brandenburger Kurfürsten. Die Jagd wurde von mehreren Besitzern und Landesherren über viele Jahrhunderte gepflegt. Auf diese historischen Wurzeln baut das Letzlinger Wappen mit Schlossturm und Hirschstange auf.

Das Wappen wurde 1996 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jagdschloss Letzlingen

Kulturtouristisches Zentrum ist das Jagdschloss Letzlingen mit Kavaliers- und Kastellanhaus. Erbaut wurde das Schloss in der Zeit von 1559 bis 1562 im Auftrage des späteren Kurfürsten von Brandenburg Johann Georg. 1843 bis 1868 wurde es gründlich renoviert. Es befindet sich seit 1996 im Eigentum der Stiftung Dome und Schlösser des Landes Sachsen-Anhalt.

Dem Jagdschloss gegenüber befindet sich die im Tudorstil errichtete Schlosskirche. Sie wurde 1861 durch König Wilhelm I. eingeweiht und wird heute durch die evangelische Kirchengemeinde Letzlingen genutzt.

Feste[Bearbeiten]

Anfang Juni findet das Spargelfest mit der Krönung einer Spargelkönigin und einem Spargelschälwettbewerb statt.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Susanne Dell: Es geht alles seinen sozialistischen Gang: Erinnerungen an den DDR-Alltag. Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2888-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Letzlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis von 1910