Letzte Instanz (Band)

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Letzte Instanz
Letzte Instanz Logo.svg
Live auf dem Amphi Festival (21. Juli 2013)
Live auf dem Amphi Festival (21. Juli 2013)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 1996
Website http://www.letzte-instanz.de
Gründungsmitglieder
Hörbi (bis 1997)
Holly D. (bis 2014)
Tin Whistle (bis 2004)
Kaspar Wichman (bis 1999)
Markus G-Punkt (bis 2001)
M. Stolz
Aktuelle Besetzung
Gesang
Holly Loose (Rainer Stefan Loose) (seit 2005)
Oli (Oliver Schmidt) (seit 2001)
Violine
M. Stolz (Rico Schwibs)
Benni Cellini (Benni Gerlach) (seit 1997)
Bass
Michael Ende (seit 2004)
Schlagzeug
David Pätsch (seit 2010)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Sebastian Lohse alias Robin Sohn (1997–2004)
Bass
Rasta F. (1999–2001)
Bass
FX (2001–2004)
Schlagzeug
Specki T.D. (Florian Speckardt) (2001-2010)
Holly D. (Holger Lieberenz) (1996–2014)

Letzte Instanz ist eine deutschsprachige Rockband aus Dresden, die Einflüsse aus diversen Bereichen des Rock miteinander vereint.

Geschichte[Bearbeiten]

Letzte Instanz formierte sich 1996 in Dresden. Hervorgegangen aus der Band „Resistance“ gründeten Hörbi, Tin Whistle, Muttis Stolz, Kaspar Wichman, Holly D. und Markus G-Punkt die Gruppe. Ein Jahr später kam noch Benni Cellini zur Band, erst als Gastmusiker, wenig später als festes Bandmitglied.

Mit fünf selbst im Dresdner Ardenne Ton-Studio aufgenommenen Titeln bemühte sich die Band noch unter dem Namen Resistance um einen Plattenvertrag, der 1996 mit dem Label Costbar zustande kam. Auf dem ersten Album sind diese Aufnahmen enthalten. Zeitnah mit dem Zustandekommen des ersten Plattenvertrags erfolgte die Umbenennung in Letzte Instanz, um sich von gleichnamigen Bands abzugrenzen.

Noch bevor die Gruppe die zweite Platte Das Spiel veröffentlichte, verließen Hörbi und Kaspar die Band. Ersatzmänner waren Sebastian Lohse unter dem Pseudonym Robin Sohn am Mikrofon und Rasta F. am Bass. Im Januar 2002 coverte Letzte Instanz das Lied Vision Thing von The Sisters Of Mercy, das auf dem Tribute-Album Thankyou Sisters of Mercy veröffentlicht wird.

Nach einigen Touren ging die mit M. Stolz, Robin, Benni Cellini, F.X., Holly D., Specki T.D., Tin und Oli, inzwischen auf acht Mitglieder angewachsene Gruppe ihre vierte Platte an. Götter Auf Abruf erschien im September 2003 und schaffte den Sprung in die deutschen Albumcharts. Eine Live-DVD und eine Live-CD wurden für das Frühjahr 2004 angekündigt, erschienen schließlich aber erst Ende September.

Sänger Holly auf dem Wave-Gotik-Treffen 2013

Nach der Tour für das neue Album verließen Ende März 2004 überraschend Robin (Gesang), Tin (Gitarre) und FX (Bass) die Band. Etwa zeitgleich halfen die beiden Streicher der Letzten Instanz (M. Stolz und Benni Cellini) der neu gegründeten Band Angelzoom bei vier Liedern für ihr erstes Album Angelzoom und der Singleauskopplung Fairyland. Zudem begleiteten die beiden Angelzoom auch live auf der „Tiefenrausch Tour 2005“.

Im Dezember 2004 trat Michael Ende der Gruppe als Bassist bei und im Februar 2005 war mit Holly auch ein neuer Sänger für die Letzte Instanz gefunden. Anfang Juni 2005 fanden die ersten Auftritte in neuer Besetzung statt. Nach gelungener „Bewährungsprobe“ auf verschiedenen Festivals im Sommer 2005 ging die Instanz Ende September wieder ins Tonstudio, um das für 2006 geplante Album Ins Licht aufzunehmen.

Am 3. Februar 2006 wurde Ins Licht veröffentlicht und eine Woche später folgte der Sprung auf Platz 53 der Deutschen Media-Control-Charts. Für den Song „Das Stimmlein“ auf Ins Licht hatte sich die Letzte Instanz Eric Fish (Subway To Sally), Sven Friedrich (Zeraphine) und Thomas Lindner (Schandmaul) als Gastsänger ins Studio geholt.

Am 23. März 2007 erschien das sechste Werk der Band unter dem Titel Wir sind Gold – eine Platte, die Gitarrist Holly D. als „harmonischstes Werk“ beschreibt. Zum einen, weil Sänger Holly endlich voll und ganz zur Letzten Instanz gezählt werden darf, zum anderen, weil die Band dieses Mal so nah am Aufnahmeprozess dran war wie sonst nicht: Die meisten Stücke wurden während der „Ins Licht-Tour“ im Tourbus geschrieben, „wo man dann teilweise auch mal bis 3 Uhr nachts zusammensaß und musizierte“. Die Single Wir sind allein ist eine Coverversion des Inchtabokatables-Songs „You chained me up“.

Im gleichen Jahr veröffentlichte die Gruppe am 14. Dezember ihr rein akustisches Album Das weiße Lied, auf dem neben Neuinterpretationen alter Songs auch vier komplett neue sowie das David-Bowie-Cover „Helden“ enthalten sind. Im August 2008 wurden sowohl die Live-CD Die Weiße Reise: Live in Dresden, als auch die DVD Weißgold mit der Aufzeichnung des Akustikkonzertes in der Dresdner Lukaskirche und des Auftritts beim Wacken Open Air 2007 veröffentlicht.

Das Album Schuldig erschien am 27. Februar 2009. Die Vorab-Single Flucht ins Glück enthielt neben zwei weiteren Tracks auch das Lied „Der Garten“, das die Band mit der türkischstämmigen Sängerin Aylin Aslım aufnahm.[1]

Am 30. Mai 2010 gab der Schlagzeuger Specki T.D. nach acht Jahren seinen Abschied bekannt und wechselte zu In Extremo.[2] Seit Juni 2010 sitzt David Pätsch, ehemaliger Drummer von Subway to Sally und Mitglied der Blue Man Group hinter den Drums. Am 1. Oktober 2010 erschien das Album Heilig. Vorab wurde der Song Schau in mein Gesicht als Radiosingle ausgekoppelt.

2011 folgte der Song Neue Helden als Single und Hymne zur IIHF U18 WM in Dresden und Crimmitschau. Mit ihrem insgesamt zehnten Studioalbum Ewig schafften es Letzte Instanz im Jahr 2012 auf Platz 11 der deutschen Albumcharts, nachdem zuvor der Song Von Anfang an mit Video veröffentlicht wurde und unter anderem auf Amazon kostenlos als Single zum Download stand.[3] Im Dezember folgte ein Musikvideo zum Song Blind in Zusammenarbeit mit Eisblume-Sängerin Ria, welches in Berlin und Leipzig während der Tour zum Album entstand.

Am 3. März 2014 gab die Band bekannt, dass Holly D. aus persönlichen Gründen die Band verlassen hat.


Stil[Bearbeiten]

Nach ihrer ersten Platte Brachialromantik, die sich noch stark an dem Mittelalter-Rock von Bands wie Subway to Sally oder In Extremo orientierte, wurden sie dieser Stilrichtung anfänglich noch zugeschrieben, sehen sich aber bereits seit Jahren als deutschsprachigen Rock Act.

Der Sound der nächsten CD hat sich im Vergleich zum Erstlingswerk stark verändert: Die Streicher wandern ein wenig in den Hintergrund und der Schwerpunkt geht ein wenig hin zu den üblichen Band-Instrumenten, aber auch einige elektronische Spielereien wurden eingebaut. Auch das Verwenden von Rap in einigen Liedern zeigt ihre Loslösung von der Mittelalter-Rock-Szene. Auf der CD findet man mit Love is a Shield von Camouflage die erste Coverversion der Band.

Mit dem dritten Album Kalter Glanz zeigten sich Letzte Instanz wieder mit neuem Sound: Die Streicherpassagen traten weiter in den Hintergrund. Anleihen beim Folk und Gitarrenriffs, die für den Nu Metal typisch sind, verschmelzen auf dieser Platte. Außerdem holte sich die Band die Unterstützung zweier bekannter Sänger: Marta Jandová von Die Happy und Sven Friedrich von der inzwischen aufgelösten Band Dreadful Shadows und momentaner Frontmann der Bands Zeraphine und Solar Fake unterstützen das Septett bei drei Liedern.

Mit dem Wechsel zum aktuellen Sänger Holly änderte sich der Stil passend zur neuen Stimme ein weiteres Mal; so klang die Band nun weitaus ruhiger. Die Streicher traten wieder hervor, die traditionellen Rockinstrumente in der Hintergrund. Auf dem Akustik-Album "Das Weisse Lied" dominierten die Streicher bereits fast vollständig.

Die Alben Heilig, das zuvor veröffentlichte Schuldig und das Album Ewig bilden eine Trilogie, die sich im Vergleich zu Das Weisse Lied wieder auf die Rockelemente aus den Zeiten mit dem vorherigen Sänger Sebastian „Robin“ Lohse konzentriert. Da Hollys Stimme der von Robin eher unähnlich ist, bleiben die neuen Alben textlastiger als die älteren.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Götter auf Abruf
  DE 81 06.10.2003 (1 Wo.) [3]
Ins Licht
  DE 53 20.02.2006 (1 Wo.) [3]
Wir sind Gold
  DE 61 09.04.2007 (1 Wo.) [3]
Schuldig
  DE 34 16.03.2009 (2 Wo.) [3]
Heilig
  DE 32 15.10.2010 (1 Wo.) [3]
Ewig
  DE 11 14.09.2012 (… Wo.) [3]
  AT 28 14.09.2012 (… Wo.)
15 Jahre Brachialromantik
  DE 83 06.09.2013 (… Wo.) [3]
DVDs
Weißgold
  DE 64 08.09.2008 (1 Wo.) [3]
[3]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1996: Aufstand der Zwerge (Als Resistance)
  • 1997: Brachialromantik
  • 1999: Das Spiel
  • 2001: Kalter Glanz
  • 2003: Götter auf Abruf
  • 2006: Ins Licht
  • 2007: Wir sind Gold
  • 2007: Das weiße Lied (Akustik-Album)
  • 2009: Schuldig
  • 2010: Heilig
  • 2012: Ewig
  • 2013: 15 Jahre Brachialromantik
  • 2014: Im Auge Des Sturms

Livealben[Bearbeiten]

  • 2004: Live (mit Live-DVD)
  • 2008: Die weiße Reise: Live In Dresden (Live-Album)
  • 2009: Schuldig - Touredition (mit Live CD vom Wave-Gotik-Treffen 2009)

Singles[Bearbeiten]

  • 2001: Kopfkino
  • 2005: Sonne (nur im Webshop und auf Konzerten erhältlich)
  • 2006: Das Stimmlein (Promo-CD)
  • 2007: Wir sind allein (Promo-CD)
  • 2008: Flucht ins Glück (nur im Webshop und auf Konzerten erhältlich)
  • 2009: Finsternis (nur im Webshop erhältlich, auf 100 Stück limitiert)
  • 2010: Schau in mein Gesicht (als Radiosingle)
  • 2011: Neue Helden (zudem offizielle Hymne der IIHF U18 WM)
  • 2012: Von Anfang an

EPs[Bearbeiten]

  • 2012: Tausendschön (Als exklusive Beilage des Sonic Seducer Magazins)

DVDs[Bearbeiten]

  • 2004: Live (mit Live-CD)
  • 2008: Weißgold
  • 2014: 15 Jahre Brachialromantik Das Jubiläumskonzert

Musikvideos[Bearbeiten]

  • 2001: Kopfkino
  • 2006: Wir sind allein
  • 2006: Komm nie zurück
  • 2010: Schau in mein Gesicht
  • 2012: Von Anfang an
  • 2012: Blind

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Die Musiker der Gruppe wurden am 25. Februar 2011 als offizielle Eishockey-Weltmeisterschafts-Botschafter der U18-WM ausgezeichnet. Die Urkundenübergabe erfolgte während des Spiels der Eispiraten Crimmitschau gegen die Dresdner Eislöwen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Letzte Instanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The-Pit.de: Letzte Instanz: Flucht ins Glück (zugegriffen am 18. Februar 2009)
  2. InExtremo.de: Biografie Florian Speckardt (zugegriffen am 16. Juni 2010)
  3. a b c d e f g h i j musicline.de: Letzte Instanz in den deutschen Albumcharts (zugegriffen am 14. März 2009)