Leubatalsperre

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Leubatalsperre
Talsperre Hohenleuben
Stausee und Staudamm der Talsperre Hohenleuben (Leubatalsperre)
Stausee und Staudamm der Talsperre Hohenleuben (Leubatalsperre)
Lage: Landkreis Greiz
Zuflüsse: Leuba
Abflüsse: LeubaWeida
Größere Orte in der Nähe: Hohenleuben, Hain, Lunzig, Kauern
Leubatalsperre (Thüringen)
Leubatalsperre
Koordinaten 50° 43′ 19″ N, 12° 4′ 15″ O50.72194444444412.070833333333Koordinaten: 50° 43′ 19″ N, 12° 4′ 15″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1975–1982
Höhe über Talsohle: 25,7 m
Höhe über Gründungssohle: 32,8 m
Höhe der Bauwerkskrone: 308,14 m
Bauwerksvolumen: 250.000 m³
Kronenlänge: 252 m
Kronenbreite: 4,2 m
Böschungsneigung luftseitig: 1:1,7
Böschungsneigung wasserseitig: 1:2,5
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 305,15 m
Wasseroberfläche 60 ha
Speicherraum 4,96 Mio. m³
Gesamtstauraum: 5,54 Mio. m³
Einzugsgebiet 41,3 km²
Bemessungshochwasser: 140 m³/s

Die Leubatalsperre oder „Talsperre Hohenleuben“ ist ein Stausee im Landkreis Greiz, Thüringen, der sich östlich der Stadt Hohenleuben und bei Zeulenroda-Triebes auf einer Länge von 3,7 km hinzieht.

Der Stausee[Bearbeiten]

1975 wurde mit dem Bau der Talsperre begonnen. Sie sollte Brauchwasser für die Landwirtschaft bereitstellen. 1980 begann der Probestau der 5 Millionen Kubikmeter Wasser fassenden, 60 ha einnehmenden Talsperre, die neben der Weidatalsperre und der Talsperre Zeulenroda die dritte größere Stauanlage in der Region ist. Die größte Wassertiefe am Staudamm beträgt 23 m. 1981 wurde die Talsperre übergeben, der erste Vollstau wurde 1982 erreicht. Die Leuba mündet in ihrem weiteren Verlauf nördlich von Hohenleuben in die Weida. Heute dient die Talsperre der Fischaufzucht sowie der Naherholung und der Niedrigwasseraufhöhung. Sie wird von der Thüringer Fernwasserversorgung betrieben.

Staudamm[Bearbeiten]

Der Staudamm ist ein Steinschüttdamm mit einer geneigten Innendichtung aus Lehm. Der Lehm wurde aus dem Stauraum entnommen. Der Stützkörper wurde aus Tonschiefer aufgebaut, der ebenfalls aus dem Stauraum stammt. Zum Schutz vor Wellenschlag und Erosion wurde die obere Wasserseite mit Schotter aus Granit verstärkt. Von einem Betonsporn am wasserseitigen Dammfuß aus wurde ein Dichtungsschleier aus Zement in den Untergrund injiziert.

Die Entnahmeeinrichtungen befinden sich in einem frei stehenden Turm im Stauraum, von dem aus ein Stollen etwa in der Mitte durch den Damm führt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Talsperren in Thüringen. Thüringer Talsperrenverwaltung, Autorenkollegium, 1993

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]