Leukipp

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Leukipp, Idealportrait

Der griechische Philosoph Leukipp (5. Jahrhundert v. Chr., aus Milet oder Abdera in Thrakien) gilt zusammen mit seinem Schüler Demokrit als Begründer des Atomismus.
Demnach besteht die Welt aus leerem Raum und Materie. Dies ist denknotwendig, da sich die Materie ohne den leeren Raum niemals bewegen könnte. Durch ein Neuordnen der kleinsten Teilchen Atome oder "atomoi" (unteilbar das kleinste) entsteht Veränderung. Alles Stoffliche setzt sich somit aus unendlich vielen Bauteilen, den Atomen zusammen, durch deren Umordnungen Werden und Vergehen erklärt werden kann.
Das Kausalgesetz Leukipps: „Kein Ding entsteht planlos, sondern aus Sinn und unter Notwendigkeit.“
Diese Lehre wird von Demokrit weitergeführt und zum Materialismus ausgearbeitet, allerdings ist heute nicht mehr nachvollziehbar, welchen Teil der Lehre Demokrit von seinem Lehrer übernommen hat, da nur Textfragmente erhalten sind. Er gilt als Verfasser von Das große Weltsystem und Über den Geist. Manche Historiker behaupten, dass Leukipp nie existiert habe, sondern Demokrit diesen Namen als Pseudonym benutzt habe, die heutige wissenschaftliche Lehre unterstützt diese Meinung jedoch nicht.

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