Levade
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Die Levade ist eine Übung der klassischen Reitkunst, bei der sich das Pferd auf die Hinterbeine erhebt und die Vorderbeine an den Leib anzieht. Die Levade stammt noch aus der ehemaligen Kampf – und Gefechtsreiterei. Das Pferd sollte dabei mit seinem Körper seinen Reiter vor Angriffen mit Schwert und Lanze schützen und wurde somit als lebender Schutzschild benutzt.
Der Winkel zwischen Pferderumpf und Boden beträgt weniger als 45° – im Gegensatz zur Pesade – und das Pferd soll als Ausdruck seiner hohen Versammlung eine starke Hankenbeugung zeigen.
Einige Pferde lernen die Levade an der Hand, bevor sie unter dem Reiter ausgeführt wird. Sie ist Voraussetzung zum Erlernen der Sprünge der hohen Schule, die wie die Levade selbst, zu den Schulen über der Erde zählen. Im Standardwerk der klassischen Reitliteratur, École de Cavalerie von François Robichon de la Guérinière 1733, bleibt die Levade im Gegensatz zur Pesade interessanterweise gänzlich unerwähnt.
Anhand der Vorliebe eines Pferdes für die Levade oder die Pesade kann auch eingeschränkt bereits auf eine größere Eignung entweder für die Kapriole oder für die Courbette geschlossen werden.

