Levenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Levenhagen führt kein Wappen
Levenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Levenhagen hervorgehoben
54.08833333333313.2711111111113Koordinaten: 54° 5′ N, 13° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Landhagen
Höhe: 3 m ü. NN
Fläche: 13,18 km²
Einwohner:

390 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17498
Vorwahl: 03834
Kfz-Kennzeichen: VG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 076
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Körner-Straße 36
17498 Neuenkirchen
Webpräsenz: Amt Landhagen
Bürgermeister: Rüdiger Kuhr
Lage der Gemeinde Levenhagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Torgelow-Holländerei Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Liepen Medow Neetzow Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichsruh Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Blumenhagen Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Klein Luckow Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Kölzin Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild

Levenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie wird vom Amt Landhagen mit Sitz in Neuenkirchen verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie und Verkehr

Levenhagen liegt etwa fünf Kilometer westlich von Greifswald, südlich des Flusses Ryck. Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 109, welche östlich der Gemeinde in die Umgehungsstraße für Greifswald (Bundesstraße 105) mündet. Die Bundesautobahn 20 ist über die Anschlussstelle Greifswald (etwa fünf Kilometer) erreichbar. Zu Levenhagen gehören die Ortsteile Alt-Ungnade, Boltenhagen und Heilgeisthof.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ortsteil Alt-Ungnade wird 1280 urkundlich erstmals als grangia Radolfesdorp erwähnt. Erst für 1357 ist die Namensform Ungnade belegt. Das nahe gelegene Kloster Eldena wird als Besitzer des Gebietes genannt. Es war auch Grundherr der übrigen Orte der Gemeinde, bis auf Heilgeisthof. Wie dessen Name schon andeutet, gehörte es zum Heilgeisthospital der Stadt Greifswald. Allerdings machten das Kloster Eldena bzw. nach dessen Aufhebung im Zuge der Reformation der Herzog von Pommern hier ebenfalls Besitzansprüche geltend. Der Name des Hauptortes selber ist sicherlich eine Ableitung der niederdeutschen Form des Familiennamens "Leve" ="Löwe". Im 15. Jahrhundert bis zur Reformation war Levenhagen Wallfahrtsort. Davon kündet noch heute die kleine Kapelle am Friedhofseingang.

Die zum säkularisierten Kloster Eldena gehörenden Orte wurden 1634 vom letzten Herzog von Pommern, Bogislaw XIV., der Universität Greifswald übereignet. Ebenso erhielt die Universität das Patronat über die Levenhäger Kirche. Beides besaß sie bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945. Von Ungnade wurde im 18. Jahrhundert ein Teil abgetrennt und auf diesem eine Leinenwebersiedlung angelegt, die den Namen Neu-Ungnade erhielt und im 19. Jahrhundert dem Kirchspiel Dersekow zugeordnet wurde. Sie gehört heute auch zur politischen Gemeinde Dersekow. Boltenhagen hieß lange Zeit zur Unterscheidung des heutigen Neu Boltenhagen östlich von Greifswald Akademisch-Boltenhagen. Neu-Boltenhagen trug dagegen in dieser Zeit die Bezeichnung Adlig-Boltenhagen. Nördlich von Levenhagen existierte früher noch eine Einzelhofsiedlung namens Krauelshorst.

[Bearbeiten] Kirche

Kirche Levenhagen

Bei Arbeiten im Chorraum der Kirche Levenhagen im Jahr 1966 wurden Fundamente der Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert gefunden. Der östliche Teil der heutigen Backsteinkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert, das Kirchenschiff (zweijochige Stufenhalle mit Kreuzrippengewölbe) aus dem 15. Jahrhundert. Spätgotische Gewölbemalereien wurden 1965 bei Renovierungsarbeiten freigelegt. Zu sehen sind Maria mit dem Kind und Johannes, darüber das von Engeln gehaltene Schweißtuch der Heiligen Veronika. Der barocke Altar stammt von 1649. Interessant ist auch die Renaissance-Kanzel und ein 12-eckiger Taufstein mit Ritzzeichnungen der Apostel aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert.

Die winzige Marienkapelle im Eingangsbereich des Friedhofs, die mit der Größe von drei m² als kleinste Kapelle Nordeuropas zählt, stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts. Früher wurde die Kapelle mit einem Marienbild geschmückt und es sollen eine Marienerscheinung und wundersame Heilungen vorgekommen sein. Blinde und Lahme sind zur Kapelle gepilgert und Levenhagen wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert bis ins 17. Jahrhundert Wallfahrtsort. 1633 wurde der jetzt evangelische Pastor angehalten, das Götzenbild in der Capelle, dazu sich aus der frembde und nehe Leute finden und abergleubische opfer brengen sollen in aller Stille wegzuräumen. Die Kirche wurde nach dem 30-jährigen Krieg, 1839-40 und 1965-68 saniert.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Levenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 kB) (Hilfe dazu)
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