Leviathan (Album)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Leviathan
Studioalbum von Mastodon
Veröffentlichung 2004
Label Relapse Records
Genre Progressive Metal, Sludge
Anzahl der Titel 10
Laufzeit 46 min 43 s

Besetzung

Produktion Matt Bayles & Mastodon
Studio Robert Lang Studios, Studio Litho,
EK Studios, Seattle, März 2004
Chronologie
Remission
(2002)
Leviathan Blood Mountain
(2006)

Leviathan ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Progressive-Metal-/Sludge Band Mastodon. Es wurde am 13. September 2004 durch Relapse Records veröffentlicht.

Entstehung[Bearbeiten]

Über einen Zeitraum von eineinhalb Monaten schrieb die Band im Herbst 2003 am Material für das Album Leviathan. Dabei standen die Musiker unter Zeitdruck, da eine Tournee mit Clutch anstand.[1]Die Aufnahmen für das Album fanden in den Tonstudios Robert Lang Studios, Studio Litho und EK Studios in Seattle statt. Aufgenommen wurde das Album unter der Regie von Matt Bayles, der auch das abmischen übernahm. Die Aufnahmen dauerten etwa einen Monat.

Gemastert wurde Leviathan von Alan Douches. Alle Texte und die Musik wurden von der Band Mastodon geschrieben. Als Gastmusiker traten Neil Fallon von der Band Clutch und Scott Kelly von der Band Neurosis auf. Musikvideos wurden für die Lieder „Iron Tusk“, „Blood and Thunder“ sowie „Seabeast“ gedreht. Das Plattencover wurde von Paul A. Romano entworfen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Titelliste
  1. Blood and Thunder – 3:47
  2. I am Ahab – 2:45
  3. Seabeast – 4:15
  4. Island – 3:26
  5. Iron Tusk – 3:03
  6. Megalodon – 4:23
  7. Naked Burn – 3:42
  8. Auqa Dementia – 4:10
  9. Hearts Alive – 13:39
  10. Joseph Merrick – 3:33

Wie beim Vorgängeralben Remission und den zwei nachfolgenden Alben Blood Mountain und Crack the Skye stammt das Oberthema von Leviathan aus der Vier-Elemente-Lehre. Das Debütalbum Remission beschäftigte sich mit Feuer, Leviathan mit Wasser, Blood Mountain mit Erde und Crack the Skye auf den Aither, der vom griechischen Philosophen Aristoteles als die Quintessenz der vier Elemente bezeichnet wurde.

Leviathan ist ein Konzeptalbum, welches sich lose auf Herman Melvilles Novelle Moby Dick bezieht.[1] Laut dem Schlagzeuger Brann Dailor gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen der Geschichte des Buches und der Geschichte der Band:

„Dieser verrückte Kapitän Ahab, der alles in seinem Leben für diesen Wal opfert und endet, indem er mit diesem Tier und seinem Schiff untergeht. Das ist schwer vorzustellen, aber sieh es mal von der Seite: Was machen MASTODON? Wir lassen unsere Familien zurück, um wochenlang auf Tour zu gehen und wir machen das aus Liebe zu einer Musik, die man aus finanziellen Gründen besser nicht liebt: In einer Heavy Metal-Band zu spielen ist wohl nicht der weiseste Karriereschritt. Du siehst, das Buch ist voller Metaphern und mit der Message kann ich mich sehr gut identifizieren.“

Brann Dailor[1]

Das über 13 Minuten lange Lied „Hearts Alive“ waren ursprünglich zwei Lieder. Die Musiker waren der Meinung, dass beide nicht vollständig seien und fügten die Lieder einfach zusammen.[1] Das Lied „Joseph Merrick“ bezieht sich auf den Briten Joseph Merrick (1862–1890), der aufgrund der Deformationen seines Körpers auch als Elefantenmensch bekannt wurde. Die Lieder „The Elephant Man“ und „Pendulous Skin“ von den Alben Remission und Blood Mountain beziehen sich ebenfalls auf Merrick.

Rezeption[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Leviathan
  US 139 .. (1 Wo.) [2]
[2]

Roland Wiesmüller vom Onlinemagazin Metal1.info bezeichnete Leviathan als ein „kraftvolles, mitreißendes Album voller Dynamik“, dass „von ganz großen Musikern“ eingespielt wurde und vergab neun von zehn Punkten.[3] Isaiha Violante von Onlinemagazin Pitchfork Media schrieb in seiner Rezension, dass es Mastodon „endlich ihre Nische als die Metalband des denkenden Mannes gefunden haben“ und gab 8,5 von zehn Punkten.[4] Für Jackie Smit von Onlinemagazin Chronicles of Chaos bekräftigt Leviathan, dass Mastodon „zu den interessantesten Talenten des Heavy Metal“ zählen.[5] Kritisch zeigte sich Ingo Neumeyer vom Magazin Visions. Zwar lobte er, dass Leviathan „auf der Ideenseite mit Sicherheit eine der aufsehenerregendsten Metalplatten des Jahres“ sei, kritisierte aber die „schlicht und einfach schwach und flache Produktion“.[6]

Als erstes Album der Bandgeschichte erreichte Leviathan eine Chartplatzierung. Das Album belegte Platz 139 der US-amerikanischen Albumcharts und verkaufte sich in der ersten Woche nach der Veröffentlichung 8.088 Mal.[7] In anderen Ländern konnte sich das Album nicht in den Charts platzieren. Das Lied Island wurde im Computeranimationsfilm Die Monster Uni verwendet, tauchte aber nicht im dazugehörigen Soundtrack auf.[8]

Die britischen Musikmagazine Kerrang![9] und Terrorizer[10] kürten Leviathan zu ihren Alben des Jahres. Im britischen Metal Hammer belegte das Album den zweiten Rang.[11] Das deutsche Magazin Rock Hard führte Leviathan auf Platz neun der Liste der 15 wichtigsten Progressive-Metal-Alben.[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Captain Chaos: MASTODON: Identifikationen mit dem guten, alten Ahab. Vampster, abgerufen am 22. November 2013.
  2. a b Mastodon - Chart history. Billboard, abgerufen am 22. November 2013 (englisch).
  3. Roland Wiesmüller: Mastodon - Leviathan. Metal1.info, abgerufen am 22. November 2013.
  4. Isaiha Volante: Mastodon - Leviathan. Pitchfork Media, abgerufen am 22. November 2013 (englisch).
  5. Jackie Smit: Mastodon - Leviathan. Chronicles of Chaos, abgerufen am 22. November 2013 (englisch).
  6. Ingo Neumeyer: Mastodon - Leviathan. Visions, abgerufen am 22. November 2013.
  7. SOUNDSCAN REPORT: PAPA ROACH, LAMB OF GOD, MASTODON, DANZIG. Blabbermouth.net, abgerufen am 22. November 2013 (englisch).
  8. Amy Sciarretto: Mastodon Track Featured in New ‘Monsters University’ Film. Noisecreep, abgerufen am 6. April 2014 (englisch).
  9. Kerrang! Albums Of The Year 2004. Rocklistmusic.co.uk, abgerufen am 21. November 2013 (englisch).
  10. Terrorizer Albums Of The Year 2004. Rocklistmusic.co.uk, abgerufen am 21. November 2013 (englisch).
  11. Metal Hammer Albums Of The Year 2004. Rocklistmusic.co.uk, abgerufen am 21. November 2013 (englisch).
  12. Boris Kaiser/Michael Rensen: Die 15 wichtigsten Progressive-Metal-Alben. In: Rock Hard, Juni 2010, Seite 95

Weblinks[Bearbeiten]