Lewis Baltz

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Lewis Baltz, amerikanischer Fotograf

Lewis Baltz (* 1945 in Newport Beach, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Fotograf.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Werk

Lewis Baltz gilt als einer der wichtigen amerikanischen Fotografen, die sich in den 1970er Jahren bis dahin ungewöhnlichen Sujets zuwandten und damit eine neue fotografische Ästhetik schufen ('New Topographic Movement'/neue topografische Bewegung). Baltz lebt in Paris und Venedig.

Baltz studierte am 'San Francisco Art Institute' (Abschluss 1969) und der 'Claremont Graduate School' (Master of fine Arts, 1979). Von 1970 bis 1972 war er Dozent für Fotografie am PamonaCollege (Kalifornien) und am California Institute of Arts, Valencia. Bis 2003 hatte er Lehraufträge an unterschiedlichen amerikanischen wie europäischen Hochschulen. Seit 2004 ist Baltz Professor am Instituto Universatario di Architecture de Venezia (Venedig). Außerdem arbeitet er seit dem Jahre 2002 als Professor für Konzept-Fotografie an der European Graduate School in Saas-Fee im Wallis (Schweiz).[1]

Baltz' Fotografie gilt weit über die USA hinaus als stilbildend. Er wurde mit Fotografien bekannt, die das eher Gewöhnliche am Stadtrand, Einfamilienhaus-Siedlungen, Industriegebiete oder vom Menschen deformierte Brachlandschaften dokumentieren. Dieses Vorgehen kann als eine Ästhetisierung des Alltäglichen beschrieben werden.

Lewis Baltz wird in den USA aufgrund seiner innovativen Landschaftsaufnahmen als topografischer Fotograf eingeordnet. Beispiele finden sich unter anderem in seinen Fotobänden New Industrial Parks, San Quentin Point, Candle stick Point, Deaths in Newport.

Einige seiner fotografischen Serien zeichnen sich darüber hinaus durch eine ausgeprägt minimalistische Gestaltungsweise aus. Bei den Fotografien zum Beispiel eines Einfamilienhauses führt die Dokumentation nur weniger architektonischer Elemente z. B. zu einem fast abstrakten fotografischen Kunstwerk.

Gegen Ende der 1980er Jahre ließ sich Lewis Baltz in Europa nieder. Hier begann Baltz seine Fotografien zum Teil als Großformate zu präsentieren und wandte sich verstärkt Schauplätzen zu, die durch neue Technologien geprägt sind und deren klinische menschenleere Atmosphäre er darstellt ('Sites of Technology').

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1980 US-UK Bicentennial Exchange Fellowship
  • 1991 Charles Pratt Memorial Award

[Bearbeiten] Ausstellungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Bücher(Auswahl)

  • 1975 New Topographics: Photographs of a Man-Altered Landscape, William Jenkins, ed. International Museum of Photography (Rochester, USA) und „New Industrial Parks Near Irvine, California“, Castelli Graphics, New York
  • 1976 „Maryland“, Corcoran Gallery of Art, Washington D.C.
  • 1978 „Nevada“, Castelli Graphics, New York
  • 1981 „Park City“, Castelli Graphics und Artspace, New York
  • 1986 „San Quentin Point“, Zwölftes Haus, Berlin und Editions la Differèrence, Paris
  • 1992 „Lewis Baltz. Five Projects 1983-1988“, Stedelijk Museum Amsterdam; „Ronde de Nuit“, Centre George Pompidou, Paris
  • 1993 „Regel ohne Ausnahme“, Fotomuseum Winterthur, Zürich/Berlin/New York
  • 1995 „Die Toten von Newport Beach“, Museum für Fotografie Braunschweig,
  • 1996 Lewis Baltz. 55 Series. Zürich: Scalo Verlag,
  • 1998 „The Politics of Bacteria, Docile Bodies, Ronde de Nuit“, Museum of Contemporary Art, Los Angeles
  • 2005 Lewis Baltz: The Tract Houses, The Prototype Works, The New Industrial Parks Near Irvine, California

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Lewis Baltz Faculty Webseite an der European Graduate School.
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