Liébana

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Tal von Potes

Liébana ist eine Comarca in der autonomen Region Kantabrien im Norden von Spanien. Die Comarca Liébana hat eine Größe von 570 km². Im Südwesten von Kantabrien gelegen grenzt die Comarca an die Provinzen Asturien, Léon und Palencia. Zur Liébana gehören die Gemeinden Cabezón de Liébana, Camaleño, Cilliorigo de Liébana, Pesaguero, Potes, Tresviso und Vega de Liébana.

Geographie[Bearbeiten]

Picos de Europa

Liébana ist eine Bergregion, die durch vier Täler (Valdebaró, Cereceda, Piedrasluengas und Cillorigo), die im Zentrum bei Potes zusammenkommen, gekennzeichnet ist. Die Hauptflüsse sind die Deva, Quivieseva und der Buyón. Die Steilhänge bestehen aus Kohle führendem Kalkstein. Schiefer und Sandstein kann in den Tälern gefunden werden. Diese Region hat auf ihren hohen Steilhängen und in den tiefen Tälern eine erstaunliche Vielfalt der Fauna hervorgebracht. Besonders sind hier die vielen Eichen-Arten zu nennen, so die Steineiche, Korkeiche und die Stieleiche.

In der Enge der Täler herrscht im Gegensatz zu den übrigen Regionen Kantabriens, wo eher ein atlantisches Klima herrscht, ein mediterranes Mikroklima. Die maximalen Durchschnittstemperaturen betragen 28 °C , die minimalen 8 °C. Auch die durchschnittliche Regenmenge ist geringer als im übrigen Kantabrien (800 mm jährlich im Gegensatz zu 1.000 bis 1.200 mm).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft in der Liébana hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vom Primärsektor hin zu einer aufstrebenden Region des Landtourismus (Turismo rural) entwickelt. Der Nationalpark Picos de Europa und die fast unberührte Natur sind die Hauptattraktionen. Diese positive Entwicklung zeigt sich in erster Linie in Potes, der Hauptstadt der Liébana. Hier nimmt die Bevölkerung zu und Abwanderung und Überalterung sind vorerst gestoppt, was bei den anderen Orten nicht der Fall ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Mappa Mundi von Beatus des Saint-Sever

Der Mönch, Theologe und Geograph Beatus von Liébana (730–800) lebte im Kloster San Martin de Turieno. Berühmtheit erlangte er durch sein Hauptwerk, entstanden um 776, mit den Kommentaren zur biblischen Apokalypse in zwölf Büchern (Beatus (Buchmalerei)). In der Einleitung ist eine der frühesten christlichen Weltkarten, die mappa mundi, abgebildet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Liébana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien