Li Minwei

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Li Minwei (auch Lai Man-wai, 黎民偉, Lí Mínwěi; * 25. September 1893 in Yokohama, Japan; † 26. Oktober 1953 in Hongkong) war ein chinesischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent. Er gilt als „Vater des Hongkong-Films“.

Leben[Bearbeiten]

Der in Japan geborene Li wuchs in Hongkong auf und wurde 1911 Mitglied in Sun Yat-sens Kuomintang-Partei. 1913 war er gemeinsam mit Li Beihai an der Produktion des ersten in Hongkong entstandenen Films Zhuangzi prüft seine Frau (Zhuang shi qi) beteiligt. Li Minwei übernahm die Rolle der Ehefrau selbst, da zu jener Zeit noch keine Frauen im chinesischen Film auftraten. Seine Frau Yan Shanshan war in einer kleinen Rolle in diesem Film die erste Chinesin in einem Spielfilm.

Von 1921 bis 1928 war er in Shanghai - dem Zentrum der chinesischen Filmindustrie - als Filmregisseur tätig. 1923 gründete er in Hongkong die Filmgesellschaft Minxin, die später nach Shanghai umzog. 1930 ging daraus die gemeinsam mit Luo Mingyou gegründete Filmproduktionsgesellschaft Lianhua hervor, die neben Mingxing die wichtigste chinesische Filmgesellschaft der 1930er Jahre wurde. 1938, nach dem Beginn des Japanisch-Chinesischen Kriegs, kehrte Li Minwei nach Hongkong zurück und setzte sich zur Ruhe.

Über ihn drehte Choi Kai-kwong 2001 die Dokumentation Lai Man-wai: Father of Hong Kong Cinema. Li Minwei wurde in Stanley Kwans 1992er Filmbiografie über Ruan Lingyu Centre Stage von Waise Lee dargestellt.

Weblinks[Bearbeiten]