Li Ning
Li Ning (chinesisch 李寧 / 李宁 Lǐ Níng; * 8. September 1963 in Liuzhou, Guangxi) ist ein chinesischer Unternehmer und ehemaliger Turner.
[Bearbeiten] Leben
Li Ning wurde in eine Zhuang-Familie geboren, er ist der Sohn eines chinesischen Musiklehrers und sollte auch zunächst dem Beruf seines Vaters folgen. Während einer Stimmbandverletzung kam Li Ning zum ersten Mal mit dem Turnen in Berührung. Im Alter von acht Jahren nahm ihn die Turnmannschaft des autonomen Gebietes Guangxi in ihr Team auf.[1]
Er erhielt 1982 nach seinem Erfolg bei der sechsten World Cup Gymnastic Competition den Spitznamen „Prince of Gymnastics“. Bei diesem Turnier in Zagreb hatte er in sechs Disziplinen Gold gewonnen. Er gewann im Einzelmehrkampf, siegte am Boden, am Reck, am Seitpferd, an den Ringen und im Sprung. Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles gewann er sechs Medaillen, dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul konnte er nicht mehr den hohen Erwartungen gerecht werden und gewann keine Medaille. Er beendete seine Sportlerlaufbahn und wurde in eine Limonaden-Fabrik abgeschoben.[2]
Im Jahr 1990 gründete er die Li Ning Company Limited, ein nach ihm benanntes Unternehmen, das Sportartikel herstellt. Er nutzte dazu seine internationalen Kontakte und produzierte zunächst für die Marktführer Adidas und Nike. Heute (2008) lässt Li Ning Co. Ltd. teilweise ebenfalls von anderen Herstellern produzieren.
Li war bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 2008 am 8. August 2008 in Peking der Schlussläufer des Olympischen Fackellaufs und entzündete an einer Stahlseilkonstruktion hängend das Olympische Feuer am inneren Dachrand des Nationalstadions. Zuvor wollte Li alle Schiedsrichter und IOC-Funktionäre mit seiner Bekleidung ausstatten, doch konnte er sich gegen den langjährigen IOC-Ausstatter Adidas nicht durchsetzen. Stattdessen trugen alle Mitarbeiter des staatlichen chinesischen Fernsehens CCTV sowie die spanische und schwedische Nationalmannschaft seine Kleidung.
Li studierte Recht an der School of Law der Peking-Universität (B.A.) und ein Zweitstudium an der Guanghua School of Management der Peking-Universität absolvierte er mit einem MBA.
[Bearbeiten] Weblinks
- Kurzbiographie, Li Ning Company Ltd. (englisch)
- Li Ning in der International Gymnastics Hall of Fame (englisch)
- „Wie Li Ning Adidas die Show stiehlt“, Handelsblatt, 12. August 2008
- „Neue Konkurrenz für Adidas und Nike. Li Ning bewegt China und die Welt“ (nicht mehr online verfügbar), tagesschau, 12. August 2008
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Radio China International: Li Ning, 5. Februar 2008
- ↑ „Li Ning auf dem Weg zum Wirtschaftsgiganten“, news.ch, 12. August 2008
1932: István Pelle | 1936: Georges Miez | 1948: Ferenc Pataki | 1952: Karl William Thoresson | 1956: Walentin Muratow | 1960: Nobuyuki Aihara | 1964: Franco Menichelli | 1968: Sawao Katō | 1972: Nikolai Andrianow | 1976: Nikolai Andrianow | 1980: Roland Brückner | 1984: Li Ning | 1988: Sergei Charkow | 1992: Li Xiaoshuang | 1996: loannis Melissanidis | 2000: Igors Vihrovs | 2004: Kyle Shewfelt | 2008: Zou Kai
1896: Louis Zutter | 1904: Anton Heida | 1924: Josef Wilhelm | 1928: Hermann Hänggi | 1932: István Pelle | 1936: Konrad Frey | 1948: Paavo Aaltonen, Veikko Huhtanen und Heikki Savolainen | 1952: Wiktor Tschukarin | 1956: Boris Schachlin | 1960: Boris Schachlin und Eugen Ekman | 1964: Miroslav Cerar | 1968: Miroslav Cerar | 1972: Wiktor Klimenko | 1976: Zoltán Magyar | 1980: Zoltán Magyar | 1984: Li Ning und Peter Vidmar | 1988: Ljubomir Geraskow, Zsolt Borkai und Dmitri Bilosertschew | 1992: Wital Schtscherba und Pae Gil-Su | 1996: Donghua Li | 2000: Marius Urzică | 2004: Teng Haibin | 2008: Xiao Qin
1896: Ioannis Mitropoulos | 1904: Herman Glass | 1924: Francesco Martino | 1928: Leon Štukelj | 1932: George Julius Gulack | 1936: Alois Hudec | 1948: Karl Frei | 1952: Hrant Schahinjan | 1956: Albert Asarjan | 1960: Albert Asarjan | 1964: Takuji Hayata | 1968: Akinori Nakayama | 1972: Akinori Nakayama | 1976: Nikolai Andrianow | 1980: Alexander Ditjatin | 1984: Kōji Gushiken und Li Ning | 1988: Holger Behrendt und Dmitri Bilosertschew | 1992: Wital Schtscherba | 1996: Jury Chechi | 2000: Szilveszter Csollány | 2004: Dimosthenis Tambakos | 2008: Chen Yibing
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Li, Ning |
| ALTERNATIVNAMEN | 李宁 (vereinfachtes Chinesisch); 李寧 (traditionelles Chinesisch); Lǐ Níng (Pinyin) |
| KURZBESCHREIBUNG | chinesischer Turner |
| GEBURTSDATUM | 8. September 1963 |
| GEBURTSORT | Liuzhou, Guangxi |