Li Thai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
König Li Thai (1346-1370)

Li Thai (Li Tai, Phaya Li Thai, Thai พญาลิไท, auch Phra Thammaracha Li Thai, Thai พระมหาธรรมราชา, auch Lue Thai oder Lü Thai) war im 14. Jahrhundert König des Reiches Sukhothai. Er regierte von etwa 1346 bis 1370 [1]. Li Thai starb 1374

Li Thai war Enkel des Königs Ramkhamhaeng, der als der Erfinder der thailändischen Schrift gilt. Die exakte Thronfolge des Reiches Sukhothai ist nicht geklärt, die traditionellen Texte erwähnen Li Thai jedoch als 4. König des Reiches. Zwischen Li Thai und seinem Vater, Loe Thai, scheint es aber noch mindestens einen Regenten gegeben zu haben, Nguan Am Thom und möglicherweise auch noch Sai Songkhram, der in Abwesenheit von Loe Thai nach dem Tode Ramkhamhaengs kurzzeitig den Thron innehatte oder verwaltete.

Li Thai diente als Uparat (Vizekönig) während der Regierung seines Vaters in der Stadt Si Satchanalai, die als Schwesterstadt des alten Sukhothai gilt. Dort befanden sich wichtige Produktionsstätten für Metalle und Keramiken, die sowohl in Si Satchanalai als auch im nahen Sawankhalok gefertigt wurden.

Li Thai ist bekannt als Autor des buddhistischen Texts Traiphum Phra Ruang (Die drei Welten des Phra Ruang), wobei Phra Ruang für den Namen des Herrschergeschlechts von Sukhothai steht. Der Text bietet eine sehr komplexe Verschmelzung des Buddhismus und des Hinduismus und gilt nicht nur als theologisches sondern auch als politisches Pamphlet, das den Thronanspruch der Thai über Sukhothai auch religionsphilosophisch sichern sollte [2].

Heute steht in dem alten Haupttempel von Phitsanulok, dem Wat Chedi Yod Thong, eine Statue zu Ehren des Königs aus neuerer Zeit.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Government Public Relations Department (englisch, zuletzt abgerufen am 14. Dezember 2011)
  2. David K. Wyatt: Studies in Thai History. Chiang Mai: Silkworm Books 1999. S. 65.

Weblinks[Bearbeiten]