Liatiko

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Die Rotweinsorte Liatiko (griechische Schreibweise: Λιάτικο) ist vor allem auf der Insel Kreta heimisch. Der Anbau der Sorte ist in den Regionalbezirken Iraklio und Lasithi empfohlen. Zugelassen ist sie aber auch in den beiden anderen Regionalbezirken von Chania und Rethymno sowie in der Festlandregion Regionen Makedonien. Nach der Rebsorte Mawrud galt Liatiko Anfang der 1990er als die populärste rote Rebsorte Griechenlands. Sortenrein wird sie im OPAP (Onomasia proelefseos anoteras piotitos Ονομασία προελευσέως ανωτέρας ποιότητος) - Wein Daphnes verarbeitet. Mit den Rebsorten Mandilaria und Kotsifali geht der Wein der Liatico-Rebe in Verschnitten ein.

Der Ampelograph Krimbas vermutet, dass die Sorte Korinthiaki eine Mutation der Sorte Liatiko ist. Auf Kreta gibt es eine seltene Sorte mit dem Namen Lianorrogo Liatico, die 3 verschieden Beerenarten trägt. Eine Art gleicht den Beeren der Liatiko, andere Beeren sind mit einem Durchmesser von 9 mm und nur einem Kern bereits eine Zwischenform von Liatiko und Korinthiaki. Die dritte Form der Beeren haben einen Durchmesser von nur noch 4 mm und sind kernlos.

Deutlich klarer ist die Abstammung von der historischen Malvasia Traube, die auf Kreta schon vor 2000 vor Christus vinifiziert wurde. Die Insel zählt zu den ältesten Weinbau-Kulturen weltweit. In der Nähe des Dorfes Archanes wurde bei Ausgrabungen in Vathipetro die älteste Weinpresse der Welt entdeckt und in Rom und Pompei wurden Behälter mit der Aufschrift »Vinum Creticum Excellens« gefunden, die beweisen, dass die kretischen Weine, in der ganzen damaligen Welt berühmt waren. Aus Kreta kommt auch der historische Malvasia-Wein. Sein Nachfolger ist ein zumeist trocken ausgebauter Rotwein sowie ein goldener, süßer Wein, der ebenso aus dieser Traube hergestellt wird.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist leicht weißwollig behaart und ist an ihrer Spitze leicht rosafarben. Die gefleckten grünen Jungblätter (Anthocyanflecken) sind nur spinnwebig behaart.
  • Die Blätter sind fünflappig und tief gebuchtet. Die Stielbucht ist lyraförmig offen (manchmal aber auch geschlossen). Das Blatt ist stumpf gezahnt. Die Zähne haben im Vergleich der Rebsorten einen mittelweiten Abstand.
  • Die walzenförmige Traube ist mittelgroß und dichtbeerig. Die rundlichen Beeren sind ebenfalls mittelgroß und von blauschwarzer Farbe. Die Beeren haben eine dünne Beerenhaut und sind sehr saftig..

Die Rebsorte reift nur wenige Tage nach dem Gutedel und gilt somit innerhalb der roten Rebsorten als sehr früh reifend. Auf Kreta kann sie meist Anfang Juli geerntet werden.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Rebsorte Liatico ist auch unter den Namen Liatiko, Liatis, Mavroliatis, Mayrodiates und Mavrodiates bekannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten]