Liberaldemokratie Sloweniens

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Liberalna demokracija Slovenije
Liberaldemokratie Sloweniens
Logo der LDS
Partei­vorsitzender Anton Anderlič
Gründung 1994
Haupt­sitz Ljubljana
Aus­richtung Liberalismus, Linksliberalismus
Farbe(n) Hellblau
Parlamentsmandate 0 von 90 (Državni zbor, 2011)
Internationale Verbindungen Liberale Internationale
Europapartei Europäische Liberale, Demokratische und Reformpartei (ELDR)
EP-Fraktion Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)
Website www.lds.si

Die Liberaldemokratie Sloweniens (LDS) (slow. Liberalna demokracija Slovenije) ist eine politische Partei in Slowenien. Sie ist Mitglied der Liberalen Internationalen. Vorsitzender seit dem 16. Mai 2013 ist Anton Anderlič.

Die Partei stellte, mit einer kurzen Unterbrechung, von 1992 bis 2004 den Premierminister. Sie verfolgte einen gemäßigten zentristischen bzw. linkszentristischen Kurs.

Geschichte[Bearbeiten]

Die LDS ist 1990 aus dem sozialistischen Jugendverband (ZSMS) hervorgegangen.

1990 war Slavoj Žižek Präsidentschaftskandidat der LDS. Ihr langjähriger Vorsitzender von 1992 bis 2002, Janez Drnovšek, wurde 2002 der Staatspräsident Sloweniens.

Bei den Parlamentswahlen im Jahr 2004 erlitt sie unter der Leitung von Anton Rop, dem damaligen slowenischen Ministerpräsidenten, beträchtliche Verluste und ging mit 23 Sitzen (22,8 %) in der slowenischen Staatsversammlung (Državni zbor) in die Opposition. Am 15. Oktober 2005 wurde Jelko Kacin Parteivorsitzender, der jedoch die Krise der Partei nicht abwenden konnte. Einige wichtige Mitglieder, darunter sechs Abgeordnete, verließen die LDS und gründeten eine neue Partei Zares (Bedeutung: „wirklich, ernsthaft“).

Bei den Parlamentswahlen vom 4. Dezember 2011 errang die Partei nur noch einen Stimmenanteil von 1,48 % und verpasste damit die 4 %-Hürde für den Einzug in die Staatsversammlung.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arno Weckbecker und Frank Hoffmeister: Die Entwicklung der politischen Parteien im ehemaligen Jugoslawien (Untersuchungen zur Gegenwartskunde Südosteuropas; Bd. 34). Oldenbourg Verlag, München 1997, ISBN 3-486-56336-X, S. 229–234.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielles Ergebnis der Parlamentswahl 2011 Nationale Wahlkommission (Slowenisch, Englisch)