Libertad Lamarque

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Libertad Lamarque

Libertad Lamarque de Bouza (* 24. November 1908 in Rosario; † 12. Dezember 2000 in Mexiko-Stadt) war eine argentinische Schauspielerin und Sängerin.

Biografie[Bearbeiten]

Die Tochter einer spanischen Einwanderin und eines Uruguayers mit Herkunft aus Frankreich zeigte schon in ihrer Kindheit großes schauspielerisches und vor allem Gesangstalent, weshalb sie ihre Mutter nach Kräften unterstützte. So stand sie mit sieben Jahren das erste Mal auf der Bühne eines Theaters und war bereits mit zwölf eine professionelle Schauspielerin.

Im Jahr 1922 zog die Familie Lamarque nach Buenos Aires, wo Libertad eine künstlerische Zukunft erreichen sollte. Mit achtzehn sang Libertad 1926 mit Erfolg ihr erstes Album mit Tangos. Weitere Erfolge stellten sich ein. Privat verliebte sie sich in Emilio Romero, 1928 kam die Tochter Mirtha zur Welt. Mit der Zeit entfremdete sich das Paar und sie wollte die Scheidung, was aber damals sehr schwierig war.

Danach beging Lamarque aus Depression und Verzweiflung einen Selbstmordversuch, indem sie sich aus dem Fenster eines Hotels in Santiago de Chile stürzte, aber zum Glück bremste eine Markise den Sturz. Bald darauf entführte ihr Ex-Ehemann die gemeinsame Tochter nach Uruguay.

Lamarque wurde von Polizei und einigen Freunden nach Montevideo begleitet, um ihre Tochter holen. Doch ihre Karriere ging weiter und mit Erfolg. Eine Auseinandersetzung mit Eva Perón führte allerdings dazu, dass sie 1946 Argentinien verließ und sich mit ihrem zweiten Ehemann nach Mexiko begab.

Bald kannte man sie in Mexiko als eine ausgezeichnete dramatische Schauspielerin, eine große Sängerin von Tangos, Boleros und lateinamerikanischen Volksliedern. Man nannte sie die „Braut von Amerika“.

Als sie nach dem Sturz von Peron nach Buenos Aires zurückkehrte, begeisterten sich die Menschen für ihre herrliche Stimme und begegneten Lamarque mit Bewunderung, Respekt und Liebe. Durch ganz Südamerika verband sie die Menschen. Im Jahr 1996 beschloss sie sich in Miami, Florida, niederzulassen, begleitet von ihrer Assistentin Irene Lopez. Ihre Tochter Mirtha, ihr Schwiegersohn, fünf Enkel und zehn Urenkel blieben in Buenos Aires.

Mit 92 Jahren war Lamarque noch aktiv, lebenslustig und glücklich, als sie einen Auftritt in der Telenovela A Usurpadora bekam. Im Jahr 2000 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem Goldenen Premio Ariel ausgezeichnet.

Eines Morgens fühlte sie sich krank und musste in ein Unfallkrankenhaus von Mexiko-Stadt eingeliefert werden, wo sie nach zehn Tagen am 12. Dezember 2000 starb. Ihr Leichnam wurde eingeäschert und ihre Asche vor der Küste von Miami ins Meer gestreut.

Zum Zeitpunkt ihres Todes war sie in 67 Filmen aufgetreten (21 in Argentinien, 45 in Mexiko und einer in Spanien) und in 6 Telenovelas. Sie hatte über 800 Lieder aufgenommen und unzählige Bühnenauftritte.

Weblinks[Bearbeiten]