Libohova

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Libohova in Albanien, der albanische Politiker findet sich unter Myfit Libohova.
Libohovë
Libohova
Libohova (Albanien)
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40.03111111111120.263055555556530Koordinaten: 40° 2′ N, 20° 16′ O

Basisdaten
Qark: Gjirokastra
Kreis: Gjirokastra
Gemeinde: Libohova
Höhe: 530 m ü. A.
Einwohner: 1992 (2011[1])
Telefonvorwahl: (+355) 0881
Postleitzahl: 6003
Kfz-Kennzeichen: GJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2011)
Gemeindeart: Bashkia
Bürgermeister: Altin Çomo (PD)

Libohova (albanisch auch Libohovë) ist eine Kleinstadt im südlichen Albanien. Der heute nicht einmal 2.000 Einwohner (2011) zählende Ort gehört zum Kreis Gjirokastra und liegt an den Abhängen der Lunxhëria-Berge unterhalb des Libohova-Gipfels nordöstlich über dem Drinostal. Nach Süden hin ist die griechische Grenze kaum 15 Kilometer Luftlinie entfernt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Boulevard in der Innenstadt

Die in früheren Zeiten viel größere Stadt hat heute ein eher ländliches Gepräge. Im Zentrum gibt es einen lang gestreckten Boulevard, dessen Bebauung vorwiegend aus der kommunistischen Zeit (1944–1990) stammt. Ein älterer Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert war der Wohnsitz der örtlichen Herrscherfamilie. Am Ende des Boulevards steht eine riesige, über 500 Jahre alte Platane, die einer der größten Bäume ihrer Art in Europa sein soll. Das bemerkenswerteste Gebäude der Stadt ist eine um 1800 errichtete Bergfestung. Das übrige Stadtgebiet wird von Bauernhöfen eingenommen, zwischen denen sich weite Brachflächen und Gärten erstrecken. Hier und dort sind noch Ruinen der früheren Bebauung zu sehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach Libohova ist die Adelsfamilie benannt, die hier über Jahrhunderte die lokalen Herrscher gestellt hat und deren Mitglieder wie Eqrem Bej Libohova bis in die Zwischenkriegszeit eine bedeutende Rolle in der albanischen Politik gespielt haben.

Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 19. Jahrhundert. An dessen Anfang gingen die Libohovas eine Allianz mit Ali Pascha Tepelena ein, der in jener Zeit ganz Epirus beherrschte. Ali Pascha verheiratete eine seiner Schwestern nach Libohova und hielt fortan seine Hand über die Stadt, die zu einem bedeutenden Marktort der Region wurde. Der Ort zählte damals mehr als 15.000 Einwohner. Auch nach dem Fall ihres mächtigen Beschützers konnte die Libohova-Familie ihrer Stadt noch einige Jahrzehnte lang eine gute Entwicklung sichern. Ende des 19. Jahrhunderts begann der Niedergang, und die Abwanderung setzte ein. Letztere konnte selbst in kommunistischer Zeit durch Repressionen nur verlangsamt werden und hat nach der politischen Wende 1990 wieder stark zugenommen.

Im Zweiten Weltkrieg war Libohova ein Zentrum der kommunistischen Partisanenbewegung. Der Ort konnte bereits im Februar 1943 befreit werden, während das nahe gelegene Gjirokastra noch über ein Jahr länger von den Deutschen besetzt war.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gillian Gloyer: Bradt Albania (Bradt Travel Guide Albania). 2. Auflage. Bradt Travel Guides, Chalfont St. Peter 2006, ISBN 1-8416-2149-8, S. 149f..

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Libohova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Ines Nurja, INSTAT (Hrsg.): Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Gjirokastër 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Pjesa/Part 1, Adel Print, Tirana 2013 (Dokument als PDF).