Lichtorgel

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Eine Lichtorgel ist ein Beleuchtungsgerät, durch das Musik auf elektronischem Weg in rhythmische Lichteffekte umgesetzt wird. Lichtorgeln waren in den 1970er Jahren ein beliebtes Effektgerät in Diskotheken und bei Partys.

Lichtorgel mit Blitzlicht

In Diskotheken finden Lichtorgeln heute praktisch keine Verwendung mehr, da ein manueller Eingriff (z. B. vom Lightjockey) nicht möglich ist und der Effekt nicht mehr den Ansprüchen des Publikums genügt.

Die Schaltung einer Lichtorgel zerlegt das eingespeiste Tonsignal in Frequenzbänder und steuert bei anspruchsvollen Geräten entsprechend der Lautstärke des jeweiligen Bandes durch eine Dimmerschaltung die Helligkeit der angeschlossenen Lampen. Eine typische Party-Lichtorgel der 70er hatte drei Reflektor-Glühlampen, z. B. in Rot, Gelb und Blau, die dem Bass- Mitten- bzw. Höhenpegel folgten und war aufgrund des einfachen Aufbaus ein beliebtes Selbstbauprojekt für Elektronik-Bastler. Eine Helligkeitssteuerung hatten diese einfachen Geräte in der Regel nicht, sondern die Lampen wurden in Abhängigkeit vom Pegel des jeweiligen Frequenzbandes lediglich ein- und ausgeschaltet. Es gab auch Lichtorgeln mit vier Kanälen und mit Lauflicht.

Inzwischen hat der PC die Arbeit der Frequenzanalyse übernommen. Durch Fourieranalyse stellen Media-Player, wie Winamp oder XMMS ihren Plugins bereits aufgewertete Signale zur Verfügung, die diese dann für die Visualisierungsplugins verwenden. Eine Helligkeitssteuerung der Lampen mittels Phasenanschnitt lassen die in den Weblinks angegebenen Plugins allerdings nicht zu.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tobias Pehle: Lichteffekte für Partys in Haus und Garten. 1. Auflage, Falken Verlag, Niedernhausen, 1997, ISBN 3-8068-1798-7
  • Michael Ebner: Lichttechnik für Bühne und Disco; Ein Handbuch für Praktiker. 1. Auflage, Elektor-Verlag, Aachen, 2001, ISBN 3-89576-108-7
  • Michael Ebner: Lichttechnik für Bühne und Disco; Ein Handbuch für Selbermacher. 6. Auflage, Elektor-Verlag, Aachen, 1992, ISBN 3-928051-12-1

Weblinks[Bearbeiten]