Lichtschutzmittel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lichtschutzmittel sind Stoffe, die Organismen oder technische Produkte vor dem schädigenden Einfluss von Licht schützen.

Schutz von menschlicher Haut[Bearbeiten]

Siehe Hauptartikel: Sonnencreme.

Die zum Schutz menschlicher Haut verwendeten Lichtschutzmittel werden meist Sonnenschutzmittel genannt.[1] Sie sollen die schädigende Wirkung von Sonnenstrahlen oder künstlicher UV-Bestrahlung auf die Haut unterbinden.

Verwendung von Lichtschutzmitteln in der Technik[Bearbeiten]

Schutzbedürftig sind Kunststoffe (insbesondere Elastomere, wie Gummi), Textilien und Anstrichmittel.[2] Die Lichtschutzmittel sind meist im Produktionsprozeß bereits zugesetzte Additive für Kunststoffe und Lacke, die deren Alterung unter Lichteinwirkung verhindern sollen. Der Alterungsprozess äußert sich zum Beispiel durch Ausbleichen und kann zur Versprödung und Rissbildung im Kunststoff führen. Chemische Ursache für diesen Alterungsprozess ist die Entstehung von Radikalen in der Polymerkette des Kunststoffs durch UV-Lichteinstrahlung zumeist durch die Sonne. Die Radikale sorgen durch eine Kettenreaktion für den Abbau der Polymerstruktur.

Die Lichtschutzmittel fangen ebendiese Radikale ab und verhindern so das Weiterlaufen der Kettenreaktion. Als bekannteste Produktgruppe sind die sterisch gehinderten Amine (meist auf Triacetonamin-Basis) zu nennen (engl.: HALS, Hindered Amine Light Stabilizer).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1310.
  2. Otto-Albrecht Neumüller (Herausgeber): Römpps Chemie Lexikon, Frank’sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1983, 8. Auflage, S. 2363−2364, ISBN 3-440-04513-7.