Licinia Eudoxia

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Solidus der zur Feier der Hochzeit Valentinians III. und Licinia Eudoxias geprägt wurde, der Tochter des oströmischen Kaisers Theodosius II. Auf der Rückseite werden sie zu dritt in Hochzeitskleidung dargestellt.

Licinia Eudoxia (* 422; † 462) war die Tochter der Aelia Eudocia und des oströmischen Kaisers Theodosius II. Seit 437 war sie mit dem weströmischen Kaiser Valentinian III., dem Vetter ihres Vaters, verheiratet. Die beiden hatten zwei Töchter, Eudocia und Placidia.

Nach der Ermordung Valentinians im Jahr 455 (ein Racheakt, weil dieser zuvor seinen übermächtigen Heerführer Aëtius umgebracht hatte) wurde Licinia Eudoxia zur Ehe mit dessen Nachfolger Petronius Maximus gezwungen, um dessen Herrschaft Legitimität zu verleihen. Nur Wochen darauf landeten die Vandalen unter Geiserich vor der Stadt Rom, angeblich auf Einladung Licinia Eudoxias, die sie gegen Maximus zu Hilfe gerufen haben soll. Dieser fand den Tod, und die Vandalen führten Licinia Eudoxia und ihre beiden Töchter mit sich in ihr Reich nach Africa, wo Eudocia Geiserichs Sohn Hunerich ehelichte, mit dem sie seit 442 verlobt gewesen war. Licinia Eudoxia ging 460 nach Jerusalem, wohin ihr auch Eudocia folgte, nachdem sie Hunerich einen Sohn namens Hilderich geboren hatte. Dieser Enkel der Licinia Eudoxia sollte später von 523 bis 530 über die Vandalen herrschen.

Auf eine Stiftung Eudoxias geht die römische Basilika San Pietro in Vincoli zurück.

Literatur[Bearbeiten]

Henning Börm: Westrom. Von Honorius bis Justinian. Stuttgart 2013. Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. München 1963, S. 161

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Licinia Eudoxia – Sammlung von Bildern