Lidia Gueiler Tejada

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Lidia Gueiler Tejada (* 28. August 1921 in Cochabamba; † 9. Mai 2011 in La Paz) war die erste und bislang einzige weibliche Präsidentin Boliviens. Lidia Gueiler war eine Interimslösung für das Präsidentenamt und führte es vom 16. November 1979 bis zum 17. Juli 1980.

Biografie[Bearbeiten]

Lidia Gueiler Tejada wurde in Cochabamba geboren und studierte um Buchhalterin zu werden. In den 1940ern wurde sie Mitglied der Movimiento Nacionalista Revolucionario. Bei Wahlen 1952 kam die Movimiento Nacionalista Revolucionario an die Macht und Lidia Gueiler Tejada wurde von 1956 bis 1964 Abgeordnete im bolivianischen Parlament. 1964 floh sie in das Ausland, als das Militär die Movimiento Nacionalista Revolucionario stürzte. Sie verbrachte fünfzehn Jahre im Ausland und schloss sich der Partido Revolucionario de la Izquierda Nacionalista (die revolutionäre Partei der Linksnationalisten) an. Nachdem sie 1979 nach Bolivien zurückgekehrt war, stellte sie sich abermals erfolgreich als Abgeordnete zur Wahl und wurde Präsidentin des Abgeordnetenhauses. 1979 wurde der Präsident Walter Guevara Arze durch einen Militärputsch von dem General Alberto Natusch Busch abgelöst. Daraufhin rebellierte die Bevölkerung und wehrte sich mit einem nationalen Streik. Natusch Busch konnte sich nicht im Amt halten und man einigte sich darauf Lidia Gueiler Tejada als provisorische Präsidentin einzusetzen. Sie regierte vom 16. November 1979 bis zum 17. Juli 1980.

Gueiler Tejada ist mit der Schauspielerin Raquel Welch verwandt.

Vorgänger Amt Nachfolger
Alberto Natusch Busch Präsidentin von Bolivien
1979–1980
Luis García Meza Tejada

Weblinks[Bearbeiten]