Lidsija Jarmoschyna

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Lidsija Jarmoschyna (weißrussisch Лідзія Міхайлаўна Ярмошына, russisch Лидия Михайловна Ермошина, Lidija Michailowna Jermoschina; * 29. Januar 1953 in Sluzk, Minskaja Woblasz, damals Sowjetunion) ist die Vorsitzende der zentralen weißrussischen Kommission für Wahlen und Referenda (Цэнтральнай камісіі па выбарах і правядзенні рэспубліканскіх рэферэндумаў Беларусі).

Lebenslauf[Bearbeiten]

Lidsija Jarmoschyna absolvierte ein Studium der Jurisprudenz an der Russischen Staatlichen Immanuel-Kant-Universität Kaliningrad 1975[1]. Von 1988 bis 1992 arbeitete sie als Vorsitzende der juristischen Behörde des Babrujsker Exekutivkomitees. Danach wurde sie Mitglied der Kommission für Wahlen und Referenda, diesem Gremium gehörte sie von 1992 bis 1996 als einfaches Mitglied an. Sie übernahm den Vorsitz der Zentralen Wahlkommission am 6. Dezember 1996[2] und gab in dieser Funktion das Ergebnis bei den von Protesten begleiteten Präsidentschaftswahlen in Weißrussland 2010 bekannt, bei denen Aljaksandr Lukaschenka zum vierten Mal gewählt wurde. Am 31. Januar 2011 wurde Frau Jarmoschyna auf eine Visa-Schwarzliste der Europäischen Union gesetzt, da sie von der Europäischen Kommission für "die Verletzung internationaler Wahlstandards" verantwortlich befunden wurde[3].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf auf der Seite der Kommission
  2. Eintrag in Wer ist wer in der Republik Weißrussland
  3. COUNCIL DECISION 2011/69/CFSP