Liebe nach Fahrplan

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Filmdaten
Deutscher Titel Liebe nach Fahrplan
Originaltitel Ostře sledované vlaky
Produktionsland Tschechoslowakei
Originalsprache Tschechisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Jiří Menzel
Drehbuch Bohumil Hrabal,
Jiří Menzel
Produktion Zdeněk Oves
Musik Jiří Šust
Kamera Jaromír Šofr
Schnitt Jiřina Lukešová
Besetzung

Liebe nach Fahrplan (Originaltitel: Ostře sledované vlaky, deutscher Fernsehtitel: Scharf beobachtete Züge) ist eine tschechoslowakische Filmkomödie aus dem Jahr 1966, die unter der Regie von Jiří Menzel entstand. Produziert wurde der Film in den Filmstudios Barrandov in Prag, Drehort war der Bahnhof Loděnice.

Der Film basiert auf der Erzählung Reise nach Sondervorschrift, Zuglauf überwacht (Ostře sledované vlaky) von Bohumil Hrabal. Sie handelt von einem Heranwachsenden, der während der Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg auf einem Bahnhof arbeitet.

Handlung[Bearbeiten]

Drehort: der Bahnhof in Loděnice

Die Geschichte spielt in einer winzigen, verträumten Bahnstation irgendwo in Böhmen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Gemeinsam mit dem Stationsvorsteher, der Kaninchen und Tauben züchtet, und dem Fahrdienstleiter Hubička, der nichts als Frauen im Sinn hat, versieht hier der Hrma als Bahnamtsanwärter seinen recht gemütlichen Dienst. Hrma ist noch sehr unbeholfen und schüchtern. Jede Frau bringt ihn in große Verlegenheit. Deshalb bewundert er das selbstsichere Auftreten von Hubička. Als der Junge von der Schaffnerin Máša zu einem Onkel mitgenommen wird und mit ihr dort gemeinsam die Nacht verbringen soll, versagt er völlig. Nach einem Selbstmordversuch und psychiatrischer Behandlung findet Hrma langsam zu sich selbst. Ein Schäferstündchen mit einer Widerstandskämpferin stärkt so sehr sein Selbstbewusstsein, dass er einen deutschen Munitionszug in die Luft sprengt, wobei er ums Leben kommt.[1]

Preise[Bearbeiten]

Der Film gewann verschiedene internationale Preise

Kritiken[Bearbeiten]

„Hervorragend inszenierte und gut gespielte Komödie.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Glänzend inszenierte Komödie, deren Witze allerdings etwas zu einseitig auf sexuellem Gebiet angesiedelt sind, ohne daß dabei die beabsichtigte Konfrontation von Obszönität und Tragik erreicht wird. Für Erwachsene.“

Evangelischer Filmbeobachter[1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Quelle: Evangelischer Filmbeobachter, Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 460/1966, S. 837-838
  2. Liebe nach Fahrplan im Lexikon des Internationalen Films