Liebknecht-Luxemburg-Demonstration

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Gedenkstätte der Sozialisten, Berlin-Friedrichsfelde. Zielpunkt der Demonstration

Die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration ist eine jährliche politische Großdemonstration zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 ermordeten revolutionären Sozialisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Sie findet jährlich um das Datum ihres Todestages, am zweiten Januarwochenende, in Berlin statt und verläuft in der Regel vom Frankfurter Tor bis zur Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

Dieses jährliche Gedenken wurde in der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 praktiziert und ab 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone, ab 1949 in der DDR fortgesetzt. Seit seinem Tod (21. Januar 1924) bezog die KPD auch Lenin in das Gedenken ein und nannte es Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Diese oder eine ähnliche Bezeichnung (abgekürzt LLL-Demonstration) verwenden auch manche Demonstrationsteilnehmer seit 1990.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

13. Juni 1919: Trauerzug zur Beisetzung von Rosa Luxemburg

Die Demonstration entwickelte sich in der Weimarer Republik aus Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Spartakusaufstands (5. bis 12. Januar 1919). Der Berliner Magistrat verweigerte der KPD, diese Toten auf dem historischen Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain zu bestatten, und wies ihr stattdessen einen hinteren Bereich auf dem abgelegenen Friedhof Berlin-Friedrichsfelde zu. Dieser war für gewöhnliche Kriminelle vorgesehen und wurde „Verbrecherecke“ genannt.[1] Die USPD und KPD organisierten dort eine gemeinsame Begräbnisfeier, durch die aus diesem Friedhofsbereich ein dauerhafter „Wallfahrtsort“ entstand.[2] Am 25. Januar 1919 wurden 33 der Toten, darunter Karl Liebknecht, dort beerdigt. An dem Trauerzug nahmen über 100.000 Menschen teil. Für Rosa Luxemburg wurde neben Liebknechts Grab ein leerer Sarg beigesetzt, da ihre Leiche noch nicht aufgefunden worden war.[3] Am 1. Juni 1919 wurde ihre Leiche im Berliner Landwehrkanal gefunden. Am 13. Juni wurde sie nachträglich in Friedrichsfelde beerdigt. Ein „gewaltiger Trauerzug“ von Friedrichshain aus bildete sich. Weil der Friedhof die Menge nicht aufnehmen konnte, wurde eine begrenzte Zahl Eintrittskarten für die Beisetzung ausgegeben.[4]

Nach seinem Tod am 21. Januar 1924 bezog die KPD auch Lenin als Revolutionär und Begründer der Sowjetunion in diese Ehrung ein.[5] Dabei stellte sie seinen Namen an die erste Stelle (Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration), weil er für sie höhere Bedeutung hatte.[6] Seit 1926 veranstaltete die KPD Mitte Januar in Friedrichsfelde eine jährliche Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Feier.[7] Diese war zentraler Teil der von der KPD in Deutschland organisierten LLL-Wochen.[8] Am 13. Juni 1926, dem Jahrestag der Beerdigung Rosa Luxemburgs, weihte die KPD das von Mies van der Rohe geschaffene Mahnmal für die ermordeten Sozialisten auf dem Friedhof Friedrichsfelde ein. Es bestand aus mit roten Ziegeln verkleideten Betonblöcken, trug den Sowjetstern mit Hammer und Sichel, die rote Fahne und zwei eingravierte Sätze: das von Rosa Luxemburg übernommene Zitat Ferdinand Freiligraths über die Revolution „Ich war, ich bin, ich werde sein“ und den Satz „Den toten Helden der Revolution“.[5][9]

1930 verbot Preußens Polizeipräsident Karl Zörgiebel die Berliner LLL-Feier. Die Polizei verhaftete und misshandelte viele Teilnehmer. 1932 legte die KPD-Führung den Vorrang Lenins im Namen der Demonstration und in Rede-Formularen für KPD-Bezirke fest. Damit bestimmte und vereinnahmte sie das Gedenken an die getöteten Sozialisten parteipolitisch und ideologisch im Sinne des von Stalin und der Komintern festgelegten Marxismus-Leninismus. Die KPD organisierte LLL-Demonstrationen auch in vielen anderen Städten Deutschlands und benutzte Originalzitate Liebknechts und Luxemburgs zur Agitation für ihre damalige von Stalin übernommene Sozialfaschismusthese.[10] Die KPD-Zeitung Die Rote Fahne beschrieb die häufigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizeikräften als Beleg für eine revolutionäre Stoßrichtung dieser Gedenkfeiern.[11] Bei der vorläufig letzten Gedenkfeier am 17. Januar 1933 proklamierte sie einen „Angriff“ von sechs Millionen[12] mit den Waffen des Leninismus bewaffneten Kommunisten inmitten einer Welt des Krieges, der reaktionären Kräfte und des faschistischen Berlin. Das „rote Berlin“ habe seine Toten geehrt, indem es Provokateure der SA in die Flucht geschlagen habe.[13]

NS-Zeit[Bearbeiten]

Das seit 30. Januar 1933 herrschende NS-Regime nahm alle Teilnehmer der Demonstration vom 17. Januar 1933 fest und verhörte sie. 1934 beschloss es, die Gedenkstätte in Friedrichsfelde vollständig zu zerstören.[5] Die Nationalsozialisten beschädigten das Denkmal schon im Februar 1933 schwer, zerstörten es im Januar 1935 vollständig und ebneten die Gräber der Sozialisten ein.[14]

Gleichwohl hielten Kommunisten und Antifaschisten im In- und Ausland an der Tradition der LLL-Feiern fest. Bertolt Brecht und Hanns Eisler nahmen am 17. Januar 1936 an einer von deutschen Emigranten organisierten LLL-Feier in New York City teil, für die Brecht die Kantate Ein Soldat weist nach, daß Lenin gestorben ist schrieb.[15] Der tschechische Autor Julius Fučík veröffentlichte 1942 in der kommunistischen Zeitung Rudé právo im deutsch besetzten Prag einen Leitartikel zur LLL-Feier und wurde kurz darauf von den Nationalsozialisten verhaftet.[16] Exilierte Kommunisten und Antifaschisten organisierten eine LLL-Feier am 17. Januar 1942 in Mexiko-Stadt.[17] Inhaftierte Angehörige der verbotenen KPD organisierten 1943 im Arbeitslager Gyrenbad (Bad Urach) eine illegale LLL-Feier.[18]

SBZ und DDR[Bearbeiten]

13. Januar 1946: Gedenkfeier Berlin-Friedrichsfelde. Am Rednerpult rechts: Wilhelm Pieck

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand in Friedrichsfelde wieder jedes Jahr eine Demonstration zum Gedenken an ermordete Sozialisten statt. Die erste am 13. Januar 1946 war Teil der damaligen Kampagne der KPD zur Vereinigung mit der SPD.[19] In der Geschichtsschreibung der DDR wurde sie später als gemeinsame „Gedächtniskundgebung der SPD und KPD für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg“[20] und als „Kampfdemonstration der Berliner Werktätigen“ bezeichnet.[21] Der KPD-Vorsitzende und spätere DDR-Präsident Wilhelm Pieck hielt die Gedenkrede vor einer provisorischen Nachbildung des zerstörten Denkmals.[3] Zudem organisierte die KPD in mehreren deutschen Städten erneut „Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Feiern“, darunter Leipzig (27. Januar; zusammen mit der SPD)[22], Dresden (21. Januar, ebenfalls mit der SPD)[23] und Dortmund.[24] Damit knüpfte sie an die LLL-Feiern in der Weimarer Republik an.[25]

Seit ihrer Gründung 1946 organisierte die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) in Friedrichsfelde die jährliche Massendemonstration. Wilhelm Pieck veranlasste den Bau eines neuen Denkmals am Eingang des Friedhofs,[26] das 1951 fertiggestellt wurde.[27] Die neue Gedenkstätte sollte die Vereinigung von KPD und SPD als historische Lehre aus dem Scheitern der Weimarer Republik darstellen und die politische Macht der SED symbolisieren. Die Aufschrift „Die Toten mahnen uns“ auf dem Gedenkstein forderte Disziplinierung, um die SED-Ziele durchzusetzen. Sie wurde von Jahr zu Jahr mit wechselnden politischen Forderungen verknüpft. So richtete die SED die Mahnung der Toten 1952 gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, 1955 für den Friedensvertrag der DDR mit Polen, 1961 gegen Konrad Adenauer, Franz Josef Strauß, Fritz Erler und Willy Brandt, 1971 für den Bund mit der KPdSU.[28] Dazu gab sie entsprechende Parolen aus.[29]

Seit 1955 nannte die SED die Gedenkfeier „Kampfdemonstration der Berliner Werktätigen zum Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg“[30] oder „Kampfdemonstration zu Ehren Liebknechts und Luxemburgs“.[31] Seit 1955 nahmen auch paramilitärische „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ daran teil.[32] Ihre Parade bildete fortan den Abschluss und Höhepunkt der jährlichen Gedenkfeiern. Dabei knüpfte die DDR-Führung an die Tradition des Roten Frontkämpferbundes in der Weimarer Republik an. Indem sie das Gedenken an Liebknecht und Luxemburg als „heroisch konnotierten Totenkult“ inszenierte, erinnerte und verpflichtete sie die Arbeitermilizen, die Gesellschaftsordnung der DDR unter Einsatz ihres Lebens zu schützen.[33]

Die Demonstration fand zunächst zwischen dem U- und S-Bahnhof Frankfurter Allee und der Gedenkstätte Friedrichsfelde statt, später begann sie bereits am U-Bahnhof Frankfurter Tor. An der Spitze des Zuges ging das gesamte Politbüro der SED mit dem Generalsekretär vorweg. Am Ziel nahm die Staats- und Parteispitze die Plätze auf einer Ehrentribüne ein, an der dann über hunderttausend Menschen aus Berliner Betrieben vorbeiliefen. Die Zuschauer waren aus Abordnungen von Berliner Betrieben zusammengesetzt. Die Standorte der einzelnen Betriebsgruppen waren geplant und festgelegt. Zu den Aufmärschen gehörte bis etwa 1980 die Mitführung außerordentlich großer Fotos der Mitglieder der Parteispitze. Danach wurde nur noch das Bild von Partei- und Staatschef Erich Honecker mitgeführt.[34] Die SED behauptete von Jahr zu Jahr steigende Teilnehmerzahlen, um die Einheit der Bevölkerung mit der Staats- und Parteiführung zu beweisen. Durch ihre minutiöse behördliche Organisation und die verordnete, weitgehend unfreiwillige Teilnahme wurde die Demonstration immer mehr zur ästhetischen Hülle, die bei den Beteiligten keine echte Begeisterung erzeugte.[35]

1974 wurde in der DDR die bis dahin zensierte Schrift zur russischen Oktoberrevolution veröffentlicht, die Rosa Luxemburg im Herbst 1917 verfasst und in der sie Lenins Parteikonzept unter anderem mit dem Satz kritisiert hatte: „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.“[36] Am 16. Januar 1977 demonstrierten erstmals drei Ost-Berliner bei der Massendemonstration der SED mit einem Plakat, auf dem dieses bekannte Luxemburgzitat stand. Sie wurden dafür zu Haftstrafen zwischen 12 bis 18 Monaten verurteilt.[37] Am 9. Januar 1988 beschlossen Bürgerrechtler der „Arbeitsgruppe Staatsbürgerschaftsrecht“ in der Umwelt-Bibliothek, mit eigenen Plakaten an der für den 17. Januar bevorstehenden SED-Massendemonstration teilzunehmen. Die Idee war seit September 1987 im Gespräch. Geplant waren 16 Transparente mit Zitaten Rosa Luxemburgs sowie dem DDR-Verfassungsartikel 27 über das Recht auf freie Meinungsäußerung.[38] Man wollte nicht als Gruppe auftreten und so den DDR-Behörden keine Handhabe zur Festnahme bieten. Besonders Wolfgang Templin und seine Frau Regina setzten sich für die Aktion ein.

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) überwachte die Bürgerrechtler, wusste von ihrem Plan und hatte sich seit November 1987 auf die Verhinderung der Protestaktion vorbereitet (Operation „Störenfried“). Es lud im Vorfeld 118 Personen zu einer „Belehrung“ (Einschüchterung) vor, um sie von der Teilnahme abzubringen. 19 weiteren Personen erlaubte es kurzfristig die Ausreise. Am 16. Januar erfolgten erste vorbeugende Festnahmen. Am 17. Januar wurden 70 Teilnehmer der Aktion festgenommen, 35 weitere vorbeugend, darunter der mit Berufsverbot belegte Liedermacher Stephan Krawczyk, die Mitarbeiter der Umweltbibliothek Till Böttcher, Andreas Kalk und Bert Schlegel sowie die Bürgerrechtler Vera Wollenberger und Frank-Herbert Mißlitz.[39] Ab 20. Januar kam es gegen die Festnahmen zu Protestaktionen in mehreren Städten der DDR. Am 22. Januar sendeten die bundesdeutschen Fernsehsender eine Protestbotschaft von Krawczyks Frau Freya Klier. Zahlreiche bundesdeutsche Künstler solidarisierten sich mit ihr, setzten Auftritte in der DDR aus und forderten die Freilassung der Inhaftierten. Am 25. Januar verhaftete das MfS zudem Bärbel Bohley, Ralf Hirsch, Freya Klier, Regina und Wolfgang Templin sowie Werner Fischer. Vier der Verhafteten wurden zu sechs Monaten Haft wegen „Zusammenrottung“ verurteilt.[40] Daraufhin kam es in der ganzen DDR zu Protesten, häufig ausgehend von Kirchengemeinden. Auf Wandparolen stand „Freiheit für Andersdenkende“, „Freie Wahlen“, „Luxemburg im DDR-Gefängnis“ und anderes. Auch im Ausland wurden starke Proteste laut. Im Februar 1988 wurden 25 Personen, die den Verzicht auf die Teilnahme an der Protestaktion verweigert oder gegen Festnahmen protestiert hatten, darunter Krawczyk, Klier und Schlegel, in die Bundesrepublik ausgebürgert. Der öffentliche Demonstrationsversuch und die folgenden überregionalen Proteste gelten als Auftakt zur Friedlichen Revolution von 1989.[41]

In Leipzig rief am 15. Januar 1989 eine Bürgerinitiative zu einer Gegendemonstration gegen die staatlichen Gedenkfeiern auf: „Der Tag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht soll uns Anlaß sein, weiter für eine Demokratisierung unseres sozialistischen Staates einzutreten.“ Damit eigneten sich SED-Gegner den offiziellen Gedenktag im Sinne eines Demokratischen Sozialismus an und förderten so den „Zusammenbruch der legitimatorischen Geschichtskonstruktion“ der SED, deren Erosion damals weit fortgeschritten war.[42] Die Gruppe von elf SED-Gegnern ließ etwa 10.000 dieser Aufrufe illegal drucken und konnte trotz Verhaftungen im Vorfeld 5000 davon verteilen. Ab 13. Januar protestierten weitere SED-Gegner in der DDR gegen die Verhaftungen und informierten westliche Medien, die den Vorgang ab 15. Januar öffentlich machten. Bei der Abschlusskonferenz der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Wien am selben Tag wiesen mehrere Politiker darauf hin, dass die Verhaftungen gegen die Verpflichtung der DDR auf die Menschen- und Bürgerrechte verstoße. Etwa 500 bis 800 Personen nahmen an der illegalen Demonstration teil. 53 Teilnehmer, darunter der Redner Fred Kowasch, wurden festgenommen. Nach internationalen Protesten ließ Erich Honecker die Ermittlungsverfahren gegen sie am 24. Januar einstellen. Der Vorgang gilt als erfolgreiche „Generalprobe zur Revolution“.[43]

Im Verlauf der friedlichen Revolution in der DDR 1989 gab sich die SED zunächst den Namenszusatz „Partei des Demokratischen Sozialismus“ (SED-PDS). Sie rief für den 14. Januar 1990 zu einer Demonstration nach Friedrichsfelde auf, um diese als Ausweis ihres Bruchs mit der eigenen Vergangenheit zu nutzen. Dazu wählte sie das Luxemburg-Zitat von der „Freiheit der Andersdenkenden“ als Motto. So präsentierte sie Rosa Luxemburg nun als Prophetin des demokratischen Sozialismus, den die SED immer als historische Illusion verurteilt hatte, und somit erneut als Ahnherrin des eigenen Parteiprogramms. Dagegen protestierte Wolfgang Templin auf der Demonstration mit der Plakataufschrift „Hände weg von Luxemburg. Ihr bleibt die Erben Stalins“. Die Sozialdemokratische Partei in der DDR demonstrierte am selben Tag vom Alexanderplatz, wo Bärbel Bohley als Hauptrednerin an die Unterdrückung der Proteste von 1988 durch die SED erinnerte, zum Friedhof der Märzgefallenen.[44] Am Demonstrationszug nach Friedrichsfelde nahmen zehntausende[45], nach PDS-nahen Quellen bis zu 100.000[46] oder mehrere 100.000 Personen teil.[47]

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 1990 wurde die Demonstration zu einem festen Treff- und Sammelpunkt verschiedener Kräfte der Politischen Linken. Sie wird von einem Bündnis linksgerichteter Gruppen organisiert. Die Partei Die Linke ruft wie ihre Vorgängerpartei PDS zum „Stillen Gedenken“ auf. Dabei legen viele Privatpersonen am Gedenkstein der Sozialisten rote Nelken und Kränze nieder.[48]

Im Januar 1991 protestierten einige zehntausend Demonstrationsteilnehmer unter dem Motto „Kein Blut für Öl!“ gegen den damaligen Golfkrieg. In den Folgejahren erreichte die Demonstration ähnliche Teilnehmerzahlen wie in der früheren DDR. Ihre „nahezu bruchlose Kontinuität“ erklärt Barbara Könczöl nicht nur mit „DDR-Nostalgie“, sondern auch mit der „subversiven Symbolkraft“ des Denkens von Rosa Luxemburg, die wegen ihrer Leninkritik bleibende Popularität und Attraktivität erhalten habe. Das 1988 von den Bürgerrechtlern verwendete Luxemburg-Zitat von der „Freiheit der Andersdenkenden“ habe vielen ehemaligen DDR-Bürgern eine neue Identifikation mit diesem Gedenkfeiertag ermöglicht, den sie seither nicht nur mit Akklamation der SED-Herrschaft, sondern auch Infragestellung dieser Herrschaft verbinden konnten. Das habe ihnen ermöglicht, ihre Identität als DDR-Bürger und Unabhängigkeit vom verordneten Gedenkritual der SED zu bewahren und den Gedenktag weiterhin mit nonkonformem Verhalten zu verknüpfen. Ab 1990 hätten die PDS und ihre Anhänger die Rolle der Gegendemonstranten von 1988 übernommen: Sie präsentierten sich nun als die „Andersdenkenden“, die sich so ihrer besonderen Identität im Alltag der Bundesrepublik vergewisserten. Zwar hielten sich die ehemaligen Bürgerrechtler seither von der Demonstration fern; diese habe aber eher als andere frühere DDR-Feiertage das Potential, verschiedene deutsche Erinnerungen und Identitäten bleibend miteinander zu verbinden.[49]

Am 12. Januar 1992 zogen mehrere tausend Personen quer durch Berlin nach Friedrichsfelde. Der Protestzug richtete sich auch gegen den vollzogenen Abriss des Lenindenkmals in Berlin-Friedrichshain.[50]

Seit 1996 findet am zweiten Januarwochenende auf Initiative der parteiunabhängigen marxistischen Zeitung Junge Welt eine jährliche Rosa-Luxemburg-Konferenz zur Aktualität ihres Werkes und sozialistischen Perspektiven statt.[51] Viele Teilnehmer besuchen nach Angaben der Veranstalter im Anschluss daran auch die Demonstration.[52] Am 15. Januar 1996 nahmen nach Angaben der Veranstalter bis zu 80.000 Personen an der Demonstration teil. Dabei stürmte die Polizei das Gelände vor dem Friedhof und nahm 14 Autonome unter den Demonstranten fest, weil diese die als terroristische Vereinigung geltende Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) mit Parolen unterstützt haben sollten. Dabei kam es zu Verletzungen.[53]

2000 wurde die damals auf den 9. Januar angesetzte Demonstration wegen einer anonymen Drohung, die Teilnehmer mit einer Maschinenpistole zu beschießen und Handgranaten auf sie zu werfen, kurzfristig von den Berliner Behörden verboten. Ein Teil der Veranstalter, darunter Antifagruppen und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA), demonstrierte daraufhin ohne Genehmigung am 9. Januar gegen das Demonstrationsverbot. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Auch das „Stille Gedenken“ war wegen der Drohung verboten worden.[54] Trotzdem nahmen viele Menschen daran teil. In der PDS wurde die Entscheidung, das „stille Gedenken“ abzusagen, kontrovers diskutiert.[55] Die meisten Veranstalter verlegten die Demonstration auf den 15. Januar; deren Verlauf blieb weitgehend ohne Zwischenfälle.[56]

2003 stand die Demonstration im Zeichen des bevorstehenden Irakkrieges. Unter den 10.000 bis 12.000 Teilnehmern waren viele Angehörige der Friedensbewegung. Mit dem „stillen Gedenken“ erreichte die Ehrung Luxemburgs und Liebknechts 80.000 bis 100.000 Teilnehmer. In den Folgejahren nahm sie wieder ab, bewegte sich aber konstant bei einigen Zehntausend. Thema der überwiegend gewaltfrei verlaufenden Proteste waren zuletzt vor allem die Hartz IV-Gesetze.

Am 11. Dezember 2006 weihte der Förderverein „Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung“ einen Gedenkstein mit der Aufschrift „Den Opfern des Stalinismus“ neben der Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde ein.[57] Dagegen protestierten einige Teilnehmergruppen der Demonstration, darunter die Kommunistische Plattform. Die Berliner PDS hatte die Aufstellung unterstützt. Die Führung der Linkspartei besucht bei ihrem „Stillen Gedenken“ regelmäßig auch diesen Gedenkstein.[48]

2008 beschrieb das Bundesamt für Verfassungsschutz Traditionshintergrund und Entwicklung der Demonstration, der er einen „hohen Symbolwert für den deutschen Linksextremismus in seinen unterschiedlichen Schattierungen“ zusprach. Einerseits habe die Teilnehmerzahl seit 2000 abgenommen, andererseits prägten zunehmend Gruppen, die Rosa Luxemburgs Leninkritik ausklammerten und „sich einer kritischen Debatte über den Stalinismus (und dem ihm zugrunde liegenden Marxismus-Leninismus) weiterhin verweigern,“ das Erscheinungsbild. Aufgrund der beobachteten Unterschiede und Konflikte zwischen den Teilnehmergruppen schloss der Verfassungsschutz einen Wandel ihrer Positionen nicht aus.[58]

Marx, Engels, Lenin, Stalin, Mao auf einem Plakat von Demonstrationsteilnehmern. Berlin, 13. Januar 2008.

Einige Teilnehmer führten Plakate mit Abbildungen von Josef Stalin und Mao Zedong mit. Das Organisationsbündnis lehnte solche Plakate ab, schloss aber die, die sie mitführten, nicht von der Demonstration aus. Deshalb organisierten die Falken, Teile der Linksjugend 'solid, der Naturfreundejugend Berlin, der Jusos und der DGB-Jugend 2013 eine alternative Demonstration. Sie führte vom Olof-Palme-Platz (dem Standort des ehemaligen Eden-Hotels, wo die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geplant wurde) bis zu ihren Denkmälern im Tiergarten. Die Spaltung in zwei Demonstrationen führte bei beiden Organisatorengruppen zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit den Ideen von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und Angeboten dazu.[59]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gilbert Badia: Rosa Luxemburg. In: Etienne Francois, Hagen Schulze: Deutsche Erinnerungsorte 2. Beck, München 2009, ISBN 3-406-59142-6, S. 105-121
  • Ilko-Sascha Kowalczuk: Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-58357-5, S. 262–286 (Kapitel „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“)
  • Barbara Könczöl: „Märtyrer“ des Sozialismus. Die SED und das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Campus, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-593-38747-5
  • Barbara Könczöl: „Dem Karl Liebknecht haben wir's geschworen, der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand“ – Der Wandel des 15. Januar als politischer Gedenktag von KPD und der SED (1920 bis 1989). In: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung. 2005, ISSN 0944-629X, S. 171–188.
  • Martin Sabrow: Kollektive Erinnerung und kollektiviertes Gedächtnis. Die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in der Gedenkkultur der DDR. In: Alexandre Escudier: Gedenken im Zwiespalt. Konfliktlinien europäischen Erinnerns. Wallstein, 2001, ISBN 3892444250, S. 117-138

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Liebknecht-Luxemburg-Demonstration – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Fotografien
DDR
Bundesrepublik

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Martin Jander: Berlin (DDR). Ein politischer Stadtspaziergang. Christoph Links, 2003, ISBN 386153293X, S. 20
  2. Barbara Könczöl: Märtyrer des Sozialismus: die SED und das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. 2008, S. 82f.
  3. a b Martin Sabrow: Kollektive Erinnerung und kollektiviertes Gedächtnis. Die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in der Gedenkkultur der DDR. In: Alexandre Escudier: Gedenken im Zwiespalt, 2001, S. 129
  4. Anneliese Laschitzka: Im Lebensrausch, trotz alledem. Rosa Luxemburg. Aufbau-Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-351-02444-4, S. 621f.
  5. a b c Gilbert Badia: Rosa Luxemburg. In: Etienne Francois, Hagen Schulze: Deutsche Erinnerungsorte 2. München 2009, S. 113
  6. Barbara Könczöl: Märtyrer des Sozialismus: die SED und das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. 2008, S. 96
  7. Albrecht Dümling: Laßt euch nicht verführen. Kindler, 1985, ISBN 3463400332, S. 230
  8. Joachim Hoffmann: Berlin-Friedrichsfelde: ein deutscher Nationalfriedhof; kulturhistorischer Reiseführer. Das Neue Berlin, 2001, ISBN 3360009592, S. 87
  9. J. L. Cohen: Mies van der Rohe. Routledge Chapman & Hall, 1995, ISBN 0-419-20330-3, S. 42 (Abbildung)
  10. Eric D. Weitz: Creating German Communism, 1890-1990: From Popular Protests to Socialist State. Princeton University Press, 1996, ISBN 0691026823, S. 179-181 und Fn. 49
  11. Barbara Könczöl: Märtyrer des Sozialismus: die SED und das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. 2008, S. 106
  12. Die Zahl entsprach dem Wählerpotential der KPD bei der Reichstagswahl November 1932. Martin Broszat, Hermann Weber, Gerhard Braas: SBZ-Handbuch: Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945-1949. Oldenbourg, München 1993, ISBN 3486552627, S. 441
  13. Eric D. Weitz: Creating German Communism, 1890-1990: From Popular Protests to Socialist State. 1996, S. 180 und Fn. 52
  14. Martin Jander: Berlin (DDR). Ein politischer Stadtspaziergang. Christoph Links, 2003, ISBN 386153293X, S. 20
  15. Joachim Lucchesi, Ronald K. Shull: Musik bei Brecht. Hensch Verlag Kunst und Gesellschaft, 1988, ISBN 3362001122, S. 666
  16. Louis Fürnberg: Gesammelte Werke: Reden, Aufsätze: Literatur und Kunst. Deutsche Akademie der Künste zu Berlin, Aufbau-Verlag, 1971, S. 183
  17. Wolfgang Kießling: Exil in Lateinamerika. Band 4 von Kunst und Literatur im antifaschistischen Exil 1933-1945. P. Reclam, 1984, S. 293
  18. Wolfgang Schumann, Gerhart Hass, Karl Drechsler: Deutschland im Zweiten Weltkrieg: Der grundlegende Umschwung im Kriegsverlauf (November 1942 bis September 1943). Pahl-Rugenstein, 1985, S. 311
  19. Eberhard Kuhrt, Henning von Löwis: Griff nach der deutschen Geschichte: Erbeaneignung und Traditionspflege in der DDR. Schöningh, Paderborn 1988, ISBN 350679311X, S. 200
  20. Werner Berthold: Marxistisches Geschichtsbild: Volksfront und antifaschistisch-demokratische Revolution. Akademischer Verlag, 1970, S. 175
  21. Heinz Vosske: Geschichte der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde. Dietz, Berlin 1982, S. 48
  22. Andreas Malycha (Hrsg.): Auf dem Weg zur SED: die Sozialdemokratie und die Bildung einer Einheitspartei in den Ländern der SBZ: eine Quellenedition. Dietz, 1996, ISBN 3801240657, S. 299
  23. VVN Stadtverband Dresden: Dresdens Ehrenbürger, von 1945 bis 2007. Auruspress, 2008, S. 99
  24. Barbara Posthoff (Hrsg.): Plakatsammlung des Instituts für Zeitungsforschung der Stadt Dortmund: Kommentar- und Registerband zur Microfiche-Ausgabe, Band 50, Teil 2. Saur, 1992, ISBN 3598213123, S. 12
  25. Hans-Werner Frohn: Arbeiterbewegungskulturen in Köln 1890 bis 1933. Klartext, 1997, ISBN 3884745697, S. 185
  26. Gilbert Badia: Rosa Luxemburg. In: Etienne Francois, Hagen Schulze: Deutsche Erinnerungsorte 2. München 2009, S. 114
  27. Helga Grebing (Hrsg.): Arbeiterbewegung in Berlin. Der historische Reiseführer. Christoph Links, 2012, ISBN 3-86153-691-9, S. 31
  28. Jane Redlin: „Die Toten mahnen uns.“ Zur Symbolik der Staatsbegräbnisse in der DDR. In: Rolf Wilhelm Brednich, Heinz Schmitt (Hrsg.): Symbole. Zur Bedeutung der Zeichen in der Kultur. Waxmann, 1997, ISBN S. 533-535
  29. Martin Sabrow: Kollektive Erinnerung und kollektiviertes Gedächtnis. Die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in der Gedenkkultur der DDR. In: Alexandre Escudier: Gedenken im Zwiespalt, 2001, S. 120
  30. Marx-Engels-Lenin-Institut (Hrsg.): Wilhelm Pieck: Bilder und Dokumente aus dem Leben des ersten deutschen Arbeiterpräsidenten. Dietz, Berlin-Ost 1955, S. 431; Barbara Könczöl: Märtyrer des Sozialismus: die SED und das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Campus, 2008, ISBN 3593387476, S. 269
  31. Peter Merseburger: Grenzgänger: Innenansichten der anderen deutschen Republik. Bertelsmann, 1988, ISBN 3570047466, S. 295
  32. Gerhard Keiderling: Berlin 1945-1986: Geschichte der Hauptstadt der DDR. Dietz, Berlin 1987, ISBN 3320007742, S. 437
  33. Rüdiger Bergien, Ralf Pröve: Spießer, Patrioten, Revolutionäre. Militärische Mobilisierung und gesellschaftliche Ordnung in der Neuzeit. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 3899717236, S. 145 f.
  34. Klaus Taubert (einestages, Der Spiegel, 6. Januar 2011): Gedenkzug in eigener Sache.
  35. Barbara Könczöl: Erster Mai und fünfzehnter Januar. In: Martin Sabrow: Erinnerungsorte der DDR. Beck, München 2009, ISBN 3406590454, S. 141
  36. Gilbert Badia: Rosa Luxemburg. In: Etienne Francois, Hagen Schulze: Deutsche Erinnerungsorte 2. München 2009, S. 116
  37. Ilko-Sascha Kowalczuk: Endspiel: Die Revolution von 1989 in der DDR. 2., durchgesehene Auflage, Beck, München 2009, ISBN 3406583571, S. 262
  38. Robert-Havemann-Gesellschaft: Vom MfS beschlagnahmte Plakate, die auf der Liebknecht-Luxemburg Demonstration gezeigt wurden oder gezeigt werden sollten.; jugendopposition.de: Fotos weiterer Plakate
  39. Verhaftungen auf der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration auf bildungsserver.berlin-brandenburg.de abgerufen am 21. Juli 2010
  40. Ferdinand Kroh (Hrsg.): Freiheit ist immer Freiheit…: Die Andersdenkenden in der DDR. Ullstein, 1988, ISBN 3548344895, S. 53
  41. Ilko-Sascha Kowalczuk: Endspiel: Die Revolution von 1989 in der DDR. München 2009, S. 262-286.
  42. Martin Sabrow: Kollektive Erinnerung und kollektiviertes Gedächtnis. Die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in der Gedenkkultur der DDR. In: Alexandre Escudier: Gedenken im Zwiespalt, 2001, S. 134f.
  43. Gilbert Jacoby: 1989/90: Die Friedliche Revolution in der DDR: Die Geschichte der Deutschen. epubli, 2011, ISBN 3844209786, S. 74; Hans Michael Kloth (Der Spiegel, 14. Januar 2009): 20 Jahre Mauerfall - Generalprobe für die Revolution
  44. Barbara Könczöl: Erster Mai und fünfzehnter Januar. In: Martin Sabrow: Erinnerungsorte der DDR. München 2009, S. 144; Barbara Könczöl: Reinventing Rosa Luxemburg. In: David Clarke, Ute Wölfel (Hrsg.): Remembering the German Democratic Republic. Divided Memory in a United Germany. Palgrave Macmillan, 2011, ISBN 9780230275508, S. 82 f.
  45. Hannes Bahrmann: Chronik der Wende. Die Ereignisse in der DDR zwischen 7. Oktober 1989 und 18. März 1990. Christoph Links, 2012, ISBN 3-86284-161-8, S. 177
  46. Otfried Arnold: Von den Anfängen: eine illustrierte Chronik der PDS, 1989 bis 1994. Dietz, 1995, ISBN 3320018809, S. 17
  47. Helmut Zessin, Edwin Schwertner, Frank Schumann: Chronik der PDS: 1989 bis 1997. Dietz, 1998, ISBN 3320019570, S. 328
  48. a b Die Welt, 12. Januar 2013: Gedenkfeier für Rosa Luxemburg spaltet die Linke
  49. Barbara Könczöl: Erster Mai und fünfzehnter Januar. In: Martin Sabrow: Erinnerungsorte der DDR. München 2009, S. 141-146
  50. Bernd Jürgen Warneken: Populare Kultur: Gehen - Protestieren - Erzählen - Imaginieren. Böhlau, Wien 2010, ISBN 3412205087, S. 150
  51. Uwe Backes, Stéphane Courtois: Ein Gespenst geht um in Europa: das Erbe kommunistischer Ideologien. Böhlau, Wien 2002, ISBN 3412150010, S. 201
  52. Kızıl şafak (türkische Ausgabe von „Roter Morgen“), Band 35, Ausgaben 1-12. G. Schneider, 2001, S. 24; Junge Welt: Über die Konferenz
  53. Berliner Zeitung, 15. Januar 1996: Mehrere zehntausend Menschen zogen wieder an die Gräber von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg: Mit roten Fahnen und Nelken zur Gedenkstätte
  54.  Henryk M. Broder, Klaus Wiegrefe: Die göttliche Rosa. In: Der Spiegel. Nr. 3, 17 (17. Januar 2000, online).
  55. PDS-Pressedienst, 14. Januar 2000: Verbot der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung am 9. Januar - Chronologie einer Entscheidung
  56. Andreas Bodden, Sozialistische Zeitung 20. Januar 2000: Rückblick auf Verbot und Verlauf der Demonstration 2000
  57. Anne Kaminsky: Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR. Christoph Links, 2007, ISBN 3861534436, S. 72
  58. Bundesamt für Verfassungsschutz (April 2008): Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht – ein Traditionselement des deutschen Linksextremismus (PDF; 164 kB); Zahlen S. 8, Zitat S. 11
  59. TAZ, 10. Januar 2013: Revolutionäre Kontrahenten; Neues Deutschland, 10. Januar 2013: Der Nelkenkrieg.