Liebshausen

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Liebshausen in Rheinland-Pfalz. Für die gleichnamige Gemeinde in Tschechien, siehe Libčeves.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Liebshausen
Liebshausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Liebshausen hervorgehoben
50.0333333333337.6305555555556460Koordinaten: 50° 2′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Rheinböllen
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 5,85 km²
Einwohner: 498 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55494
Vorwahl: 06764
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 085
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Webpräsenz: www.liebshausen.de
Ortsbürgermeisterin: Martina Schön
Lage der Ortsgemeinde Liebshausen im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Antoniushalle Liebshausen

Liebshausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rheinböllen an.

Geographie[Bearbeiten]

Zu Liebshausen gehört auch der Wohnplatz Jagdhaus.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Besiedlungsspuren befinden sich rund 1,1 km nördlich von Liebshausen in der Flur Schimburg. Eine Siedlungsruine, die in der Bevölkerung als Altes Kloster beschrieben wurde, konnte im Jahr 2004 durch den Archäologieverein ARRATA e.V. als eine römerzeitliche Siedlung "entziffert" und vermessen werden.[3] Liebshausen wurde im Jahre 1006 erstmals urkundlich als "Liobeshuson" bei der Einweihung der Kirche in Mörschbach erwähnt.[4] Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) wurde der Ort französisch und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Bacharach im Rhein-Mosel-Département. 1815 wurde die Region auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Liebshausen (damals Lipshausen) galt gegen Ende des 18. Jahrhunderts als ein beliebter Unterschlupf von Räubern und Pferdedieben. Dort hielt sich der Räuber Philipp Ludwig Mosebach („Jäger-Philipp“), der gescheiterte Sohn eines Pfarrers und Anführer der „Hunsrück-Bande“, auf. Mosebach wurde in Koblenz hingerichtet.[5] Auch der Räuber Schinderhannes kam zu Beginn seiner verbrecherischen Laufbahn nach Liebshausen, wo er Mitte 1797 bei einer Wirtshausschlägerei durch einen Flintenschuss verletzt wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Liebshausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 260
1835 371
1871 356
1905 352
1939 400
Jahr Einwohner
1950 411
1961 378
1970 424
1987 345
2005 523

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Liebshausen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Liebshausen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Liebshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 38 (PDF; 2,3 MB)
  3. Wolfgang Welker: Vermessung einer Villa rustica bei Liebshausen (Rhein-Hunsrück-Kreis), in: Abenteuer Archäologie, Heft 7, 2005, S. 24-32 ISSN 1615-7125
  4.  Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden Mittelrheinischen Territorien. Band 1: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169, Koblenz 1874, S. 337 f. Reg. 285 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  5. Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon; Mainz-Kostheim 2003; S. 139
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen